Herausragendster Spieler des heutigen Abends in Würzburg vor 320 Zuschauern war Feng Zhe (Nr.2), der dafür sorgte, dass die Maberzeller angesichts der zunehmenden Rückenprobleme von Jan-Ove Waldner noch achtbar aus dieser Begegnung kamen: der Chinese mit buulgarischem Paß holte sowohl im Doppel mit Waldner als auch in zwei Einzeln alle drei Punkte der Osthessen. Die Maberzeller hatten sogar die Chance auf ein Unentschieden, wäre da nicht das Handicap des stark eingeschränkten Waldners gewesen. Der Verein hofft, dass seine Nummer Eins am kommenden Samstag (5.11.) in Fulda zur Begegnung gegen Jülich/Hoengen wieder fit ist.
Obwohl der Ex-Würzburger Feng Zhe im Trikot des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell an seiner letztjährigen Wirkungsstätte groß auftrumpfte, hieß der Sieger am Ende Müller Würzburger Hofbräu.
Die einzige Bruchlandung erlebte bei den Gastgebern somit der Manager: Die Privatmaschine, die Frank Müller von Düsseldorf nach Würzburg geflogen hatte, kam bei der schwierigen , weil von dichtem Nebel beeinträchtigten Landung unsanft auf und verlor ein Rad. Sowohl der Pilot als auch Müller kamen freilich mit dem Schrecken davon.
Sportlich gesehen galt das wenig später für das Fuldaer Doppel Waldner/Feng, denn die beiden setzten sich nur knapp in vier Sätzen gegen Chtchetinine/Müller durch. Das Würzburger Duo vergab im vierten Durchgang eine 10:8-Führung und somit die Chance auf einen fünften Satz. "Ich habe im dritten Satz acht direkte Punkte gegen Waldner gemacht – das ist mir noch nie gelungen. Ärgerlich ist, dass wir trotz einer sehr guten Leistung wieder knapp verloren haben", sagte Frank Müller, der jedoch Trost im anschließenden Mannschaftserfolg fand: "Wir sind mit dem Ergebnis natürlich zufrieden, vor allem unser hinteres Paarkreuz hat heute überzeugt."
So steuerte Evgueni Chtchetinine zwei und Tomasz Pavelka einen Einzelzähler zum 6:3-Erfolg bei. Im vorderen Paarkreuz besiegten Petr Korbel und Leung Chu-Yan jeweils Jan-Ove Waldner. Müller: "Leung ist zwar noch nicht ganz raus aus seinem Tief, aber schön ist, dass er heute mal wieder ein Spiel mit Höhen und Tiefen durchgebracht hat." Chancenlos war das Spitzenpaar des Meisters gegen seinen Ex-Teamkollegen Feng Zhe. "Wenn er nichts zu verlieren hat, kann er großartig spielen", weiß Frank Müller aus Erfahrung.
Auch Fulda-Maberzells Manager Stefan Frauenholz war natürlich sehr angetan von der Leistung seiner Nummer zwei: "Feng war überragend, er hat seine Gegner förmlich an die Wand gespielt." Dennoch war für den Aufsteiger insgesamt nichts drin, weil das hintere Paarkreuz mit Dziubanski und Schlichter nicht seinen besten Tag hatte. Für ein besseres Resultat hätte noch am ehesten Jan-Ove Waldner sorgen können, der gegen Leung eine 2:1-Satzführung nicht verwerten konnte. Frauenholz: "Waldner hatte Probleme mit dem Rücken, das hat sich schon ausgewirkt. Wir werden nach dieser Niederlage den Kopf nicht in den Sand stecken und hoffen, dass wir nächstes Wochenende mit einem vollkommen fitten Waldner Jülich/Hoengen schlagen können."
Die nächsten Spiele:
Sa. 05.11. 19:00 Uhr TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – SIG Combibloc Jülich/Hoengen
Stenogramm:
Würzburg – Fulda 6:3: Korbel/Leung – Dziubanski/Schlichter 3:0 (11:7, 11:6, 11:7); Chtchetinine/Müller – Waldner/Feng 1:3 (9:11, 4:11, 15:13, 10:12); Petr Korbel – Feng Zhe 1:3 (7:11, 6:11, 11:5, 9:11); Leung Chu-Yan – Jan-Ove Waldner 3:2 (4:11, 11:6, 9:11, 11:5, 11:4); Evgueni Chtchetinine – Michal Dziubanski 3:1 (9:11, 11:3, 11:1, 11:5); Tomasz Pavelka – Jörg Schlichter 3:0 (12:10, 11:4, 11:7); Korbel – Waldner 3:1 (12:14, 11:6, 11:8, 11:7); Leung – Feng 0:3 (6:11, 5:11, 6:11); Chtchetinine – Schlichter 3:0 (11:8, 11:7, 11:4). Zuschauer: 320. +++