Am letzten Bundesliga-Spieltag in diesem Jahr (kommender Sonntag) stehen erneut nur zwei Begegnungen auf dem Programm, die es allerdings in sich haben. Grenzau will sich gegen Aufsteiger Fulda unbedingt für die überraschende Niederlage zum Saisonauftakt revanchieren, und Jülich/Hoengen möchte Meister Würzburg Paroli bieten, nachdem es im Hinspiel eine Überraschung nur knapp verpasst hat.
Für Hansi Fischer vom TTC RhönSprudel Fulda Maberzell war der 6:3-Erfolg gegen Grenzau zum Saisonauftakt indes nicht die beste Leistung seiner Mannschaft in der Hinrunde. "Es war natürlich von den Emotionen her das Schönste, weil es gleich am Anfang und so überraschend kam", bilanziert der Spielertrainer. "Aber gegen Düsseldorf und Gönnern haben wir stärker gespielt und hätten auch einen Punkt verdient gehabt." Vor der Partie wird Fischer bei seinen Spielern das Premieren-Spiel gegen Grenzau wieder in Erinnerung rufen. "Auf jeden Fall", sagt der Coach. "Aber wir wissen, dass Grenzau der Favorit ist. Man kann nicht davon ausgehen, dass uns noch mal so eine Überraschung gelingt."
Fischer spekuliert dennoch darauf, den Play-off-Anwärter mit einem guten Start unter Druck setzen zu können. "Wir müssen halt ein Doppel gewinnen und vorne gut spielen", wäre ihm ein 3:1-Start natürlich sehr recht. "Wobei wir mit dem zweiten Doppel ein kleines Problem haben, seit Meng nicht mehr spielen kann." Fischer hofft, ab Ende Februar wieder auf den Linkshänder aus China zurückgreifen zu können. Das wäre genau zur rechten Zeit, denn dem Trainer ist klar: "Natürlich wäre es schön, den einen oder anderen Punkt außer der Reihe zu holen, zum Beispiel in Grenzau. Aber entscheidend werden natürlich die drei Spiele gegen die Mitkonkurrenten im Abstiegskampf sein."
"Wir sind heiß auf die Revanche", macht Manfred Gstettner vom TTC Zugbrücke Grenzau vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Fulda deutlich, dass er nur ein Ergebnis akzeptiert. "Es darf uns nicht noch mal passieren, dass wir gegen Fulda verlieren. Wir sind jetzt gewarnt, und diesmal muss ein Sieg her." Wie im ersten Spiel der Saison, können die Westerwälder gegen die Hessen allerdings erneut nicht in Bestbesetzung antreten. "Cheung Yuk wird definitiv fehlen. Das Spiel ist ja nicht verlegt worden", bestätigt der Präsident den Ausfall des Hongkong-Chinesen, der beim Pro Tour-Finale in China im Doppel startet. Analog zu Düsseldorf, das im Oktober wegen des Weltcups auf Michael Maze verzichten musste, fordert auch Grenzau, dass diese beiden Großereignisse als Verlegungsgrund anerkannt werden. "Das muss generell geregelt werden", ist auch Gstettner nicht damit einverstanden, dass bisher nur jene Klubs ihre Spiele verlegen dürfen, die für diese Turniere einen qualifizierten deutschen Spieler in ihren Reihen haben.
Als Ausrede will der Präsident das Fehlen von Cheung Yuk aber nicht akzeptieren: "Natürlich sind wir dadurch geschwächt, auch im Doppel. Aber wir müssen auch so gegen Fulda gewinnen können, schließlich kann Chen Zhibin auch noch Tischtennis spielen – und Zoltan Fejer-Konnerth wird hoffentlich nicht noch mal gegen Jörg Schlichter verlieren. Eine zweite Niederlage gegen Fulda können wir uns nicht leisten, dann wird es im Kampf um die Play-off-Plätze sehr, sehr eng für uns." Gstettner ist aber sehr optimistisch, dass die Revanche gelingt: "Ich gehe davon aus, dass wir das Spiel gewinnen. Im Hinspiel haben die gegen uns überdimensional stark gespielt, so eine Leistung gelingt Fulda auch nicht jeden Tag."
Die Spiele:
So. 11.12. 15:00 Uhr TTC Zugbrücke Grenzau - TTC RhönSprudel Fulda Maberzell
So. 11.12. 15:00 Uhr Müller Würzburger Hofbräu - SIG Combibloc Jülich/Hoengen +++