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11.12.05 - Sport

BuLi-Tischtennis: TTC Rhönsprudel Maberzell in Grenzau 3:6 / Revanche gelungen

In der Tischtennis-Bundesliga der Herren ist in den beiden letzten Spielen des Jahres -am heutigen Sonntagabend - die Kluft zwischen den sechs Topteams und den vier abstiegsgefährdeten Mannschaften noch größer geworden. Der Tabellensechste Müller Würzburger Hofbräu vergrößerte durch einen 6:1-Erfolg über das siebtplatzierte SIG Combibloc Jülich/Hoengen den Abstand auf sechs Punkte. Auch der auf Rang vier vorgestoßene TTC Zugbrücke Grenzau fuhr durch ein – allerdings etwas schwerer erkämpftes – 6:3 gegen den Tabellen-Achten TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell einen standesgemäßen Sieg ein und revanchierte sich damit für die Überraschungsniederlage zum Saisonauftakt.

700 Zuschauer waren in die Zugbrückenhalle nach Grenzau gekommen – viele von ihnen, um den schwedischen Star Jan-Ove Waldner im Trikot des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell zu sehen. Der zeigte sich mit zwei Erfolgen über Trinko Keen und Lucjan Blaszczyk denn auch von seiner besten Seite, konnte aber die Niederlage der Gäste nicht abwenden. "Waldner war überragend, auch Feng Zhe hat seinen Punkt geholt, aber hinten waren wir einfach zu schwach", meinte Fulda-Maberzells Manager Stefan Frauenholz und dachte an die 2:0-Satzführung von Jörg Schlichter gegen Chen Zhibin: "Er war auch im dritten Satz noch 7:5 und 9:8 bei eigenem Aufschlag vorn. Normalerweise bringt er das heim, aber Jörg ist zurzeit nicht in bester Form."

Auch die andauernde Schwäche im Doppel – vor allem das glatte 0:3 von Waldner/Feng gegen Blaszczyk/Chen war enttäuschend – blieb Frauenholz nicht verborgen: "Im Einzel sind wir den Gegnern meistens ebenbürtig, aber im Doppel läuft’s nicht. Da müssen wir uns etwas einfallen lassen." Bei den Gastgebern freute man sich über eine gelungene Revanche, an der ausgerechnet Zoltan Fejer-Konnerth – im Vorrundenspiel noch unglücklicher Verlierer gegen Schlichter – mit drei Punkten großen Anteil hatte.

Nichts zu bestellen hatte SIG Combibloc Jülich/Hoengen bei Meister Müller Würzburger Hofbräu. "Es war ein klassischer Fehlstart in die Rückrunde. Bis auf unseren Rekonvaleszenten Krzeszewski, der den alten Mann Fan Changmao in die Schranken wies, haben wir eine geschlossen schlechte Mannschaftsleistung gezeigt", meinte Jülich/Hoengens Sportlicher Leiter Knut Gollnow zu der 1:6-Niederlage. Derweil freute sich Würzburgs Manager Frank Müller über "eine sehr konzentrierte Leistung der gesamten Mannschaft, die auch ohne Leung Chu-Yan überzeugt hat". Der Hongkong-Chinese war wegen seines Grand-Final-Einsatzes im Doppel für die Bundesligapartie nicht zur Verfügung gestanden. "Wer geglaubt hat, Würzburg schläft im Tabellenmittelfeld ein, der wurde heute eines Besseren belehrt", ergänzte Müller und betrachtete den Sieg auch als "gelungene Generalprobe für die Pokalendrunde am nächsten Wochenende in Dillenburg. Da sind wir hochmotiviert."

Im Zusammenhang mit dem nächsten Punktspiel des TTC - in heimischer Wilmingtonhalle Fulda um 14.00 Uhr am 15. Januar 2006 - gegen Gönnern mit Weltklasse-Spieler Timo Boll ein wichtiger Hinweis: es gibt keine Karten mehr im Vorverkauf. +++

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