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05.01.06 - Bebra

DLRG warnt dringend vor Betreten von Eisflächen - eingefrorene Ente gerettet

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) warnt nach dem Einsatz am Baggersee in Bebra-Breitenbach noch einmal eindringlich, dass das Betreten von Eisflächen im Moment lebensgefährlich ist.

Auch wenn es bei dem gestrigen Einsatz „nur“ um die Rettung einer eingefrorenen Ente gehandelt habe, hat sich dabei gezeigt, dass das Eis im Moment sehr unterschiedliche Dicken und Stabilitäten aufweist! Nur durch das im Sommer letzten Jahres offiziell in Dienst gestellte Hochwasserboot „Biber“ des DLRG Ortsverbandes Bebra e.V. (http://www.bebra.dlrg.de) konnte die Rettung durchgeführt werden, da auch ein Einsatz der vorgehaltenen Eisrettungsanzüge auf Grund des sehr dünnen Eises nur bedingt möglich war.

Die momentanen Temperaturschwankungen machen das Betreten der Eisflächen derzeit lebensgefährlich.

Auch falls es in den nächsten Tagen zu kälteren Temperaturen kommen sollte, wird sich an dieser Tatsache nichts ändern, da das Eis in seiner Struktur nach wie vor sehr brüchig ist und bleibt, so lange nicht eine wirklich längere kalte Wetterphase eintritt. Um das Eis betreten zu können, sollte es bei stehenden Gewässern mindestens 15 Zentimeter und bei fließenden Gewässern mindestens 20 Zentimeter stark sein. Bei dem Einsatz in Bebra wurden Eisdicken zwischen 3 und 5 Zentimeter gemessen, was weit von einer sicheren Stärke entfernt ist.

Noch einige Tipps:

Grundsätzlich sollten nur bewachte zugefrorene Gewässer betreten werden.Dunkle Stellen im Eis können auf dünnere Stellen im Eis hinweisen.Besonders verschneite Eisflächen, bewachsende Uferzonen sowie Zu- und Abflüsse bergen besondere Gefahren.Sollte man sich auf einer Eisfläche befinden und knackende und knirschende Geräusche hören, sollte man sich sofort flach auf das Eis legen und auf direktem Wege zum Ufer „robben“. Bei der Rettung eingebrochener Personen aus dem Eis sollte der Retter angeseilt sein und einen sicheren Abstand zur Einbruchsstelle wahren.

Überschätzen Sie sich niemals selbst – um wirklich zu helfen, verständigen Sie über den Notruf 112 die DLRG und die Feuerwehr!

Weitere Informationen im Internet unter http://www.bez-hersfeld-rotenburg.dlrg.de

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