Herbert Appel hatte geladen, und alle kamen: 50 Teilnehmer aus Politik, Vereinen, Wirtschaft und öffentlichem Dient, darunter Kreistagsvorsitzender Ulrich Künz, Landrat Rudolf Marx, Kreisbaudezernent Heinz Geißel, Bürgermeister Jürgen Ackermann mit Ehefrau Anette, Fraktionsvorsitzende Helmut Ihm (SPD) und Gerd-Dieter Kaiser (CDU), Pfarrer Toralf Kretschmer, ließen es sich nicht nehmen, die 6. Auflage des Gründchen-Frühstücks mit zu erleben.
Einige Höhepunkte konnten sie dann auch genießen, darunter den Jahresrückblick des Parlamentschefs, das 15-jährige Dienstjubiläum des Rathauschefs, die Überreichung von Landesehrenbriefen an Irmhild Heiß und Horst Eckstein, den Aufritt der Sternsinger und das Referat von Martin Appel als stellvertretendem Vorsitzender des Gewerbevereins. Dabei war schon zu Beginn der Veranstaltung klar: Durch die großzügigen Spenden von Banken, Handel und heimischen Handwerk konnte auch diese Veranstaltung ohne Belastung des städtischen Haushalts durchgeführt werden.
Das 15-jährige Dienstjubiläum von Bürgermeister Jürgen Ackermann nahm Stadtverordnetenvorsteher Herbert Appel zum Anlass, dem Stadtoberhaupt für seinen Einsatz in seinen zum Teil recht bewegten Amtsjahren zu danken. Er erinnerte daran, dass Ackermann 1995 auch schon einmal vom Parlament abgewählt worden war - ihn die Gründchen-Einwohner aber in der anschließenden Direktwahl prompt wieder ins Amt einsetzten. "Der Wähler war anderer Meinung als die beiden Fraktionen, die ihn abwählten." Das sei eine im Grunde bezeichnende Geschichte aus Ackermanns. Werdegang. "Sie zählen nicht zu denen, die bei jeder Entscheidung nach dem Wähler schielen", lobte er den Bürgermeister für Standhaftigkeit. Ähnlich äußerte sich der Kreistagsvorsitzende und Kirtorfer Bürgermeister Ulrich Künz, der Ackermann im Anschluss für seinen bürgermeisterlichen Einsatz auszeichnete: "Mit Dir wurde ein Mann gefunden, dessen Persönlichkeit genau auf dieses Amt zugeschnitten ist. Deine Erfolge basieren auf Deinem Fachwissen und Deinem Engagement", sagte Künz und fasste zusammen: "Jürgen Ackermann ist es gelungen, das Stadtbild in 15 Jahren entscheidend zu verbessern."
Gelegenheit, dem allgemeinen Dank eine tatsächliche Auszeichnung folgen zu lassen, bot sich im Anschluss an den Auftritt der jungen Sternsinger, deren Leiterin Bogumila Drabik dabei an jene Milliarden Kinder und Jugendliche auf dieser Welt erinnerte, die nicht in den Luxus täglicher Mahlzeiten und einer Schulbildung kommen. Landrat Rudolf Marx überreichte nämlich den Landesehrenbrief an Irmhild Heiß aus Schwarz sowie Horst Eckstein aus Udenhausen für deren langjähriges, ehrenamtliches Engagement. "Von Ihrem freiwilligen Einsatz hat die Gemeinschaft sehr profitiert." Horst Eckstein, so führte Marx aus, war von 1981 bis 1993 im Magistrat ehrenamtlich tätig und habe sich über die Grenzen der Stadt hinaus einen beachteten Namen erworben als "engagierter, kompetenter Heimatforscher."
Irmhild Heiß engagiere sich seit Jahrzehnten im Sport. Seit 1969 ist sie Übungsleiterin der Damengymnastik-Abteilung des TV Grebenau. Daneben hat sie auch viel für Kinder und Jugendliche getan: vom Kinderturnen bis zur Organisation von Ferienspielen. Von ehrenamtlichem Engagement berichtete zuletzt auch Martin Appel als stellvertretender Vorsitzender des kürzlich gegründeten Gewerbevereins. Der Verein verstehe sich als Gegengewicht zur Politik und auch als Vertretung des Gründchens nach außen. Man wolle auf die Infrastruktur der Stadt aufmerksam machen und ,,Events anbieten, die neugierig machen." Der Gewerbeverein sei "eine Anlaufstelle für alle, die nicht den Kopf in den Sand stecken."+++