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19.01.06 - Sport

TT-BuLi vor schweren Spielen: Verliert TTC Rhönsprudel Fulda in Frickenhausen?

In der deutschen Tischtennis-Bundesliga dürfen sich Meister Würzburg und Champions League-Teilnehmer Grenzau nicht mehr allzu viele Niederlagen leisten, wenn sie den Sprung in die Play-offs schaffen wollen. Deshalb hat das direkte Aufeinandertreffen am Sonntag im Westerwald eine besondere Brisanz. Bevor es in eine mehr als einmonatige Bundesliga-Pause geht, möchte Rekordmeister Düsseldorf gegen Spitzenreiter Ochsenhausen zumindest einen Teilerfolg erringen, um die zurzeit um Platz 4 kämpfenden Teams aus Grenzau, Würzburg und Gönnern auf Distanz zu halten. Die abstiegsbedrohten Teams aus Fulda (in Frickenhausen) und Jülich (gegen Grenzau und in Gönnern) stehen vor sehr schwierigen Aufgaben.

Rolf Wohlhaupter-Hermann vom TTC Frickenhausen genießt seinen bis Freitag dauernden Skiurlaub ("Ich bin pünktlich zum Spiel gegen Fulda zurück") trotz der an Ochsenhausen verlorenen Tabellenführung in vollen Zügen. "Das war eine unglückliche Niederlage. Da brauchen wir den Kopf nicht hängen zu lassen", ist der Vorsprung auf den fünften Platz für den Präsidenten mit jetzt noch vier Zählern immer noch recht komfortabel. Dass Fulda im hessischen Duell gegen Gönnern ohne Boll die Gunst der Stunde genutzt hat, ändert für Frickenhausens Präsidenten nichts an der klaren Favoritenrolle für sein Team gegen den Aufsteiger. "Wir haben auswärts gegen eine komplette Fuldaer Mannschaft klar mit 6:1 gewonnen. Da kann ich mit nicht vorstellen, dass wir zuhause verlieren. Ansonsten brauchen wir keine Play-offs zu spielen", sagt Wohlhaupter-Hermann. "Ein 6:3 wäre wir auch recht."

Vom TTC RhönSprudel Fulda Maberzell kommt kein Widerspruch. Statt nach dem Sieg gegen Gönnern eine Kampfansage zu formulieren, bleibt Stefan Frauenholz auf dem Teppich. "Da rechnen wir uns nichts aus, die haben uns im Hinspiel deutlich unsere Grenzen aufgezeigt", erinnert sich der Manager. "Frickenhausen und Ochsenhausen sind die einzigen Mannschaften, gegen die wir chancenlos sind." Deshalb will es Frauenholz dem überraschend schon genesenen Chinesen Meng freistellen, ob er gegen den Pokalsieger spielt. Von der schnellen Genesung seien die Fuldaer völlig überrascht worden: "Er hat letzten Mittwoch plötzlich wieder trainiert und fühlte sich fit. Als der Arzt sagte, es könne nichts passieren, wollten wir ihn Doppel spielen lassen. Nachdem er das Doppel gewonnen hatte, hat er förmlich darum gebettelt, auch Einzel spielen zu dürfen." Nach der gut einmonatigen Bundesligapause stehe Meng mit Sicherheit wieder voll zur Verfügung, wenn es im Kampf gegen den Abstieg in die entscheidende Phase gehe. "Der Sieg gegen Gönnern war ein Riesenschritt, aber noch nicht die halbe Miete", sieht Frauenholz sein Team noch nicht gesichert. "Auch Tündern hat wieder gepunktet."

An diesem Wochenende könnte sich entscheiden, ob es sich für den TTC Zugbrücke Grenzau nach einem frustrierenden Jahr im Niemandsland der Tabelle gelohnt hat, kräftig zu investieren und Trinko Keen sowie Cheung Yuk zu verpflichten. "Das könnte das Wochenende der Wahrheit werden", sagt Manfred Gstettner vor den Partien in Jülich und gegen Würzburg. "Da haben wir nichts dagegen", kommentiert der Präsident Gönnerns Niederlage in Fulda und glaubt nicht mehr so recht, dass der Champions-League-Sieger den Sprung in die Play-offs schafft: "Es sei denn, Boll macht jetzt alle Spiele mit, was ich mir auf Grund seines Vertrages kaum vorstellen kann. Ohne Boll sind die nur die Hälfte wert und keine Mannschaft für die Play-offs."

Die SIG Combibloc Jülich/Hoengen ist durch Fuldas Sieg gegen Gönnern und Tünderns Punktgewinn gegen Düsseldorf im Abstiegskampf unter Druck geraten. "Die Bundesliga wird so manipuliert, dass gegen den einen alle komplett spielen und gegen den anderen alle mit Ersatz", führt Arnold Beginn einmal mehr seine Verschwörungstheorie gegen Jülich/Hoengen an. "Gegen uns treten alle Mannschaften mit der stärksten Besetzung an." Und wenn Gönnern am Sonntag erneut auf Timo Boll verzichtet beziehungsweise verzichten muss? "Dann müsste ich alles zurückziehen", erklärt der Ehrenpräsident und hofft, an dem Doppelspieltag einen Zähler außer der Reihe zu ergattern. "Uns fehlt in der Planung ein Punkt", sagt er und hält ein Remis im Heimspiel am Freitag gegen Grenzau für eher unwahrscheinlich.

Die Spiele:

Fr. 20.01. 19:30 Uhr SIG Combibloc Jülich/Hoengen - TTC Zugbrücke Grenzau

Fr. 20.01. 19:30 Uhr TTC Frickenhausen - TTC RhönSprudel Fulda Maberzell

So. 22.01. 14:00 Uhr Borussia Düsseldorf - TTF LIEBHERR Ochsenhausen

So. 22.01. 15:00 Uhr TTC Zugbrücke Grenzau - Müller Würzburger Hofbräu

So. 22.01. 19:30 Uhr TTV RE-BAU Gönnern - SIG Combibloc Jülich/Hoengen

Die nächsten Spiele:

Sa. 25.02. 19:00 Uhr TTF LIEBHERR Ochsenhausen - TSV Schwalbe Tündern

So. 26.02. 14:00 Uhr TTC RhönSprudel Fulda Maberzell - Borussia Düsseldorf

So. 26.02. 15:00 Uhr Müller Würzburger Hofbräu - TTV RE-BAU Gönnern

So. 26.02. 17:00 Uhr TTC Zugbrücke Grenzau - SV Werder Bremen

So. 26.02. 17:00 Uhr SIG Combibloc Jülich/Hoengen - TTC Frickenhausen +++

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