Mehr Brände, Wettkampferfolg, Nachwuchssorgen - 2005-Bilanz der Feuerwehr Schotten
SCHOTTEN. Eine geringere Zahl an Einsätzen, großes Interesse für Weiterbildung, Erfolge der Wettkampfstaffel und Nachwuchssorgen wegen der schrumpfenden Mitgliederzahl der Jugendfeuerwehr - das ist die Bilanz des Jahres 2005 der Freiwilligen Feuerwehr Schotten (Vogelsbergkreis). Wehrführer Matthias Rohn berichtete bei der Jahreshauptversammlung, die Zahl der Brände habe zugenommen: zur Bekämpfung von zwei Großbränden, drei Mittelbränden und 16 Kleinbränden rückten Schottens Feuerwehrleute aus. War dies gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme von sieben Alarmierungen, verringerten sich die technischen Hilfeleistungen gleich um 25 auf 17. Dabei halbierte sich zwar auch die Anzahl der Verkehrsunfälle auf fünf, dennoch musste man hierbei erneut drei Todesopfer verzeichnen.
Ein besonderes Lob zollte der Wehrführer der Wettkampfstaffel, die beim Stadtfeuerwehrtag in Rudingshain den dritten Platz belegte. Insgesamt hatte Matthias Rohn 4.888 geleistete Stunden für Übungen, Einsätze, Ausbildung und sonstige Veranstaltungen registriert. Thomas Kromm berichtete, die Jugendabteilung bleibe weiterhin das "Sorgenkind" der Schottener Feuerwehr. So schrumpfte die Anzahl der Jugendfeuerwehrleute gegenüber dem Vorjahr fast um die Hälfte auf jetzt sechs Jungen und ein Mädchen. Wettkämpfe konnten angesichts dieser geringen Gruppenstärke nicht bestritten werden. Allerdings zeichne sich der Wechsel von zwei Jugendlichen in die Einsatzabteilung ab. Auch finden nach den Worten des Jugendfeuerwehrwarts Gespräche über die Bildung einer gemeinsamen Wettkampfgruppe mit einer anderen Jugendfeuerwehr statt.
Das Interesse der Kreisgremien an der Schottener Wehr zeigte sich durch die Anwesenheit von Bürgermeister Hans Otto Zimmermann, seiner Nachfolgerin Susanne Schaab-Madeisky, Erster Stadträtin Heide Förschner, Kreisbrandinspektor Werner Rinke und Stadtbrandinspektor Artur Ruppel. Den Abschluss seines Jahresrückblicks widmete Matthias Rohn Bürgermeister Hans Otto Zimmermann und dankte dafür, dass der Bürgermeister während seiner bald zu Ende gehenden Amtszeit sehr viel für die Belange der Feuerwehren in der Großgemeinde getan habe. Den von Matthias Rohn geäußerten Dank für die fortwährende Unterstützung der Schottener Feuerwehren während seiner 18-jährigen Amtszeit gab das scheidende Stadtoberhaupt an die Stadtverordnetenversammlung weiter. Er habe sich lediglich bemüht, die Entscheidungsgremien von der Notwendigkeit gewünschter Investitionen in das Feuerwehrwesen zu überzeugen.
(Den ausführlicheren Bericht von der JHV der Freiwilligen Feuerwehr Schotten können Interessierte heute auf der Regionalseite nachlesen. Dazu auf der Startseite den Menüpunkt VOGELSBERG anklicken) +++
CDU-MdL Rolf MÜLLER ruft Schüler auf: Ehrenamtseinsatz in Zeugnissen bestätigen lassen
GELNHAUSEN. Der Landtagsabgeordnete Dr. Rolf Müller hat an alle Schülerinnen und Schüler appelliert, sich ihr ehrenamtliches Engagement innerhalb der Schulen auf jeden Fall in einem Zeugnisblatt bescheinigen zu lassen. Das ehrenamtliche Engagement von Schülerinnen und Schülern verdiene besondere Anerkennung und gehöre deshalb im Zeugnis unter der Rubrik "Bemerkungen" gewürdigt. Dies solle gemeinschaftsbewusstes Verhalten in der Schule fördern und honorieren. Da dieses Verhalten nicht nur in, sondern auch außerhalb der Schule wichtig ist, wurde die Regelung auf die "Würdigung außerschulischen ehrenamtlichen Engagements von Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Zeugniserteilung" erweitert.
Dazu zählt etwa das Engagement in Sport- und anderen Vereinen, Kunst- und Musikschulen, in kommunalen und kirchlichen Einrichtungen, bei Organisationen der freien Jugendarbeit, im Umweltschutz oder im sozialen und karitativen Bereich, sagte Rolf Müller, der auch Präsident des Landessportbundes ist. Der Nachweis von Einsatz und Initiation im ehrenamtlichen Bereich sei ein wichtiges Argument für eventuelle spätere Arbeitgeber und sage etwas über die soziale Einstellung der Bewerber aus. „Wer sich in seiner Freizeit für die Gesellschaft engagiert, der soll auch gewürdigt werden“. +++