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Erstes Treffen des DWA Forum Rhön von links: Ewald Sauer Biosphärenreservat Rhön, Wolfgang Böhle, Hessenforst, Klaus Dieter Eckstein, Tourismusmanager von Hofbieber, Jutta Scheuthle „Ross & Rhön“, Marcus Schafft, Bürgermeister Hofbieber, Roland Frormann, Leiter des Fremdenverkehrsverbandes Rhön und das Wanderreit-Pferd Lessico.

20.02.06 - Region

Ross & Rhön: Naturverträglich reiten mit der Wanderreiter-Akademie

Auf Initiative der Deutschen Wanderreiter-Akademie hat die Inhaberin des Wanderreitbetriebs „Ross & Rhön“ Jutta Scheuthle das „DWA Forum Rhön“ gegründet, das sich gemeinsam mit regionalen Reitern und Reitbetrieben für konfliktfreies Reiten im Einklang mit der Natur einsetzen möchte.

Während eines ersten regionalen Informationstreffens an dem der Bürgermeister von Hofbieber Marcus Schafft , der Tourismusmanager Klaus Dieter Eckstein, der Leiter des Fremdenverkehrsverbandes Rhön, Roland Frormann, Ewald Sauer vom Biosphärenreservat Rhön sowie Wolfgang Böhle von Hessenforst teilnahmen, erläuterte Jutta Scheuthle Ziele und Aufgaben des Forums, das es in ähnlicher Weise schon in den meisten Bundesländern gibt.

Das DWA Forum Rhön möchte ein lebendiges Netzwerk zwischen den Interessengruppen von Naturschutz, Forst, Tourismus, Gemeinden und Öffentlichkeit sowie allen Reitern und Reitbetrieben, die im Biosphärenreservat Rhön aktiv und unterwegs sind. Es gelte klar zu kommunizieren, dass die Rhön als schützenswerte Landschaft mit seltenen Naturräumen einen besonderen Umgang und ein entsprechendes Verhalten beim Reiten verlangt. Hierzu seien eigene Informationen für Reiter, die zu Gast in der Rhön sind, sinnvoll und nötig.

Als positives Beispiel für naturverträgliches Reiten nannte die Rhöner Wanderrittführerin das so genannte „low impact horse travelling“ (deutsch: keine Spuren hinterlassen beim Reisen zu Pferde) das u.a. in den amerikanischen Nationalparks praktiziert wird und auch für die Rhön Vorbild sein könne. Dennoch sei die Rhön kein klassisches Reiterland wie z.B. die Eifel und dies werde auch nicht angestrebt.

Durch Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit wolle das DWA Forum Rhön Reiter für die speziellen Naturräume des Biosphärenreservats sensibilisieren. Ein bewusster Umgang mit der Natur zeige sich in vielen Kleinigkeiten, so Jutta Scheuthle, und erläuterte als Beispiel, dass man Pferde nicht an einen Baum bindet, da sie in der Regel die Rinde der Bäume anknabbern und ihnen somit schaden. Auch sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass man z.B. öffentliche Picknickplätze nach der Rast von Pferdeäpfeln wieder reinigt. Durch eine Vielzahl an rücksichtsvollen Verhaltensweisen ließen sich potentielle Konflikte von vorne herein vermeiden.

Einhellig begrüßte man speziell für die Rhön Kriterien für ein naturverträgliches Reiten zu entwickeln und eine Karte, die die besonders sensiblen Naturräume der Rhön kennzeichnet. Der Hofbieberer Bürgermeister Schafft erläuterte, dass man in der Gemeinde im besten Einvernehmen mit den Reitbetrieben stehe und begrüßte, wie auch allen anderen Anwesenden, die Gründung des DWA Forums Rhön. Als nächstes werde man jetzt die Zusammenarbeit mit der bayerischen und der thüringischen Rhön suchen. Im April wird in der Rhön ein mehrtägiger Kurs zum naturverträglichen Unterwegs-Sein zu Pferde mit dem Thema „Mensch-Pferd-Natur“ stattfinden.+++

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