Sechs Spieltage vor Ende der Normalrunde hat sich in der Tischtennis-Bundesliga der Kampf um die vier Play-off-Plätze dramatisch zugespitzt. Grenzau, Würzburg und Gönnern belegen punktgleich die Plätze vier bis sechs und haben nur einen Zähler Rückstand auf den Tabellendritten Düsseldorf. Selbst Frickenhausen auf Rang zwei kann sich nach zuletzt drei Punktverlusten nicht mehr sicher sein. Nur Spitzenreiter Ochsenhausen dürfte durch sein und kann am Wochenende in aller Ruhe darauf warten, wie sich die Konkurrenz gegenseitig die Punkte wegnimmt. Denn in Titelverteidiger Würzburg und Champions League-Sieger Gönnern treffen zwei Play-off-Anwärter direkt aufeinander. In den anderen drei Partien wollen sich Spitzenteams gegen Abstiegskandidaten keinen Ausrutscher erlauben.
Nach den jüngsten Erfolgserlebnissen ist der Klassenerhalt für Aufsteiger TTC RhönSprudel Fulda Maberzell in greifbare Nähe gerückt. "Mittlerweile stehen die Chancen bei 80 Prozent, dass wir drin bleiben", sagt Stefan Frauenholz selbstbewusst. "Eigentlich müsste es schon reichen, wenn wir wieder gegen Tündern gewinnen." Am Sonntag geht es zunächst mal gegen Rekordmeister Düsseldorf. "Düsseldorf steht nach dem Aus in der Champions League sicher mehr unter Druck, und natürlich würden wir gerne noch einen Punkt außer der Reihe mitnehmen", erklärt der Manager. "Aber Düsseldorf ist für mich zusammen mit Ochsenhausen eine Klasse für sich. Da sie gegen uns wohl komplett spielen, wird das ein sehr schweres Unterfangen."
"Wenn keiner mehr umknickt, sich sonst wie verletzt oder krank wird, werden wir in Fulda zum ersten Mal in dieser Saison in Bestbesetzung spielen", bestätigt Andreas Preuß von Borussia Düsseldorf. Nach dem etwas überraschenden Aus in der Champions League gegen Granada droht dem Rekordmeister die dritte Saison in Folge ohne Titel. "Natürlich ist der Druck gestiegen, weil wir jetzt nur noch auf einer Hochzeit tanzen", räumt der Trainer ein. "Wir wollen in die Play-off-Runde und das mindestens als Dritter, weil in diesem Jahr möglicherweise die Platzierungen in der Bundesliga über die Plätze in der Champions League entscheiden." Da Preuß davon ausgeht, dass man sich maximal zwölf Minuspunkte leisten darf, um Dritter zu werden, lautet seine Vorgabe: "Gegen alle schwächeren Mannschaften gewinnen und möglichst auch gegen Würzburg und Grenzau." Der Coach hat keine Angst, dass sich der ohnehin oft lax auftretende Michael Maze hängen lässt, nachdem sein Vertrag vorzeitig aufgelöst worden ist. "Ich schätze ihn als anständigen Sportler ein, so viel Charakter wird er haben", glaubt Enno. "Ich habe eher die Vermutung, dass da ein gordischer Knoten platzt." Von dem Aufsteiger aus Hessen erwartet Preuß starke Gegenwehr. "Die sind international nicht so involviert und viel ausgeruhter als unsere Jungs, die erst am Freitag aus Kuwait zurückkommen", erklärt er und prophezeit: "Das wird ein Hauen und Stechen."
Die Spiele:
So. 26.02. 14:00 Uhr TTC RhönSprudel Fulda Maberzell - Borussia Düsseldorf
So. 26.02. 17:00 Uhr Müller Würzburger Hofbräu - TTV RE-BAU Gönnern
So. 26.02. 17:00 Uhr TTC Zugbrücke Grenzau - SV Werder Bremen
So. 26.02. 17:00 Uhr SIG Combibloc Jülich/Hoengen - TTC Frickenhausen
Die nächsten Spiele:
Fr. 10.03. 19:30 Uhr SV Werder Bremen - TTF LIEBHERR Ochsenhausen
So. 12.03. 14:00 Uhr TSV Schwalbe Tündern - TTC RhönSprudel Fulda Maberzell
So. 12.03. 14:00 Uhr Borussia Düsseldorf - SIG Combibloc Jülich/Hoengen
So. 12.03. 16:30 Uhr TTC Frickenhausen - Müller Würzburger Hofbräu
So. 12.03. 17:00 Uhr TTV RE-BAU Gönnern - TTC Zugbrücke Grenzau +++