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11.03.06 - Region

DAK-Studie: viele junge Erwachsene treiben Sport und essen ausgewogen

Gute Nachricht für Arbeitgeber: Deutsche Studenten und junge Erwachsene leben gesund und haben gute Chancen, dauerhaft leistungsfähig zu bleiben. Fast 60 Prozent achten bei ihrer Ernährung auf Vitamine & Co. Ebenso viele halten sich mit Sport fit für Hörsaal und Büro. Dies zeigt eine Umfrage der DAK (durchgeführt durch das Forsa Institut im Februar 2006), an der 1.000 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 29 Jahren teilgenommen haben, erläutert Uwe Wiencke, Bezirksgeschäftsführer der DAK Fulda.

Überraschend: Einem Großteil ist die Bedeutung von Gesundheit auf das Berufsleben nicht bewusst. Für die Mehrheit sind Kriterien wie Willenskraft und Selbstbewusstsein (89 Prozent) entscheidend für die Karriere, gefolgt von Disziplin und guten Umgangsformen (88 Prozent) sowie Ausbildung (84 Prozent), ein gepflegtes Äußeres (83 Prozent) und Intelligenz (82 Prozent). Gesundheit ist nach Ansicht der Befragten zwar ebenfalls ein wesentlicher Faktor, wird im Vergleich aber deutlich seltener genannt.

Dabei müssen sich junge Erwachsene diesbezüglich nicht verstecken. Mit ihrem Sportpensum hängen sie so manchen durchtrainierten Fitnessfan ab. Voraussetzung: Sport muss Spaß machen. Besonders wichtig ist das für die Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren. Fast 80 Prozent gaben Spaß als wichtigstes Argument an. 76 Prozent hoffen, durch Sport fit und gesund zu bleiben, und bringen damit den inneren Schweinehund zum Schweigen. Mit zunehmendem Alter wird Entspannung wichtiger: Mehr als die Hälfte der 25- bis 29-Jährigen nutzt Sport, um neue Energie zu tanken.

Insgesamt lassen junge Erwachsene mit ihrem wöchentlichen Sportpensum alle anderen Altersgruppen hinter sich. Dies ergab eine Vorläuferstudie der DAK in 2003. Egal ob Yoga oder Volleyball: Jeder Dritte trainiert mehr als zweimal pro Woche. Nur neun Prozent treiben gar keinen Sport. Zum Vergleich: Im Alter von 30 bis 44 Jahren beträgt die Zahl der Sportmuffel bereits 15 Prozent.

Weiterer Pluspunkt im Lebenslauf: Die junge Generation setzt auf eine gesunde Ernährung. Ein Blick in den Einkaufswagen zeigt vor allem gesunde Lebensmittel: Hier finden sich Gemüse- und Vollkornprodukte - zum Teil sogar mit Biosiegel. Immerhin zehn Prozent der befragten Realschüler, Abiturienten und Studenten kaufen hauptsächlich Bioprodukte. Bei den Hauptschülern sind es sechs Prozent.

Trotz tendenziell knappem Budget und vollem Terminkalender wird in ausgewogene Mahlzeiten investiert. Pizza und Fastfood dagegen belegen den letzten Platz des Lebensmittel-Rankings: Nur 20 Prozent aller Befragten gaben an, sich hauptsächlich von Fertiggerichten zu ernähren.

Vergleichsweise häufig stapeln sich die Pizzakartons bei den Männern: Jeder Dritte schlägt hier zu - bei den Frauen sind es gerade mal elf Prozent. Auf den Preis achten besonders die jungen Erwachsenen aus den neuen Bundesländern. Mehr als die Hälfte bevorzugt günstige Nahrungsmittel aus dem Discounter. +++

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