Gute Nachrichten für „Wasserratten“: das Freibad Rosenau („Rosenbad“) wird für 3,3 Millionen Euro saniert. Der Magistrat der Stadt Fulda genehmigte die Investition der Gas- und Wasserversorgung Fulda GmbH (GWV), Eigentümerin des Rosenbades. Im Herbst 2006 sollen die Baumaßnahmen beginnen.
Investiert wird laut GWV-Geschäftsführer Dr. Peter Szepanek in eine neue kostensparende und umweltschonende Heizungs- und Filteranlage sowie in die Sanierung von Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken. Das vorläufige Konzept der Bäderbetriebsgesellschaft (BBG) sieht weitere Spielmöglichkeiten, wie beispielsweise eine neue Rutsche, für Kinder vor. Bis zur Freibadsaison 2007 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein.
Die Entscheidung für eine Rundumsanierung sei nach eingehender Prüfung durch die Experten von GWV, BBG und Stadt gefallen, hieß es heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von Oberbürgermeister Gerhard Möller, GWV-Chef Szepanek und dem Geschäftsführer der BBG Albert Julig. Die ständig anfallenden Reparaturen seien unwirtschaftlich und nicht zukunftsfähig, so Szepanek. Doch die Zukunft des Freibades sei nunmehr gesichert.
Trotz der angespannten Finanzsituation des städtischen Haushaltes habe der Magistrat der Maßnahme zugestimmt. OB Möller: „Die Stadt Fulda will einen Beitrag für die Lebensqualität der Bürger leisten. Als Hauptgesellschafter der GWV verzichten wir auf einen spürbaren Anteil der Gewinnausschüttung, der nunmehr in die Zukunftssicherung des Rosenbades fließt.“
Von der modernen Technik erhoffen sich GWV und BBG zukünftig deutliche Betriebskosteneinsparungen. Immerhin haben Heizungs- und Filteranlage mehr als 40 Jahre „auf dem Buckel“. Die DIN-Anforderungen seien nicht mehr erfüllt und eine Nach- und Umrüstung der alten Anlagen nicht mehr möglich. „Wenn wir die alte Filteranlage durch moderne Technik ersetzen, sparen wir rund 15.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr ein. Das ist die Hälfte des Gesamtwasserverbrauchs einer Badesaison“, erläuterte Julig.
Knapp 67.000 Euro könnten insgesamt bei Wasser, Abwasser, Wasseraufbereitungsmitteln und Energie eingespart werden. Und noch eine technische Zusatzinformation: die Temperaturen in den Becken können mit der neuen Heizungsanlage unterschiedlich geregelt werden.
Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken stammen aus dem Jahr 1937. Frostschäden, Risse, ausgewaschene Fugen stören nicht nur das ästhetische Empfinden, sondern erhöhen auch das Unfall- und Verletzungsrisiko. Badbesucher werden im Frühjahr 2007 Becken vorfinden, die mit Edelstahl ausgekleidet sind. Laut Julig die technisch beste, nachhaltigste und finanziell sinnvollste Methode der Sanierung. Vorgesehen sei außerdem eine Erhöhung des Beckenrandes (um 50 Zentimeter) bei den „Nichtschwimmern“.
Für die Kinder, so sieht es das vorläufige Konzept vor, sollen einige neue Spielmöglichkeiten, darunter eine neue Rutsche, geschaffen werden. Auch die alten Beckenduschen sollen verschwinden und durch neue ersetzt werden. Verantwortlich für die Planung ist das Fuldaer Ingenieur- und Planungsbüro Staubach & Partner, das nach einer Ausschreibung den Zuschlag erhalten hatte.
Obwohl die Vorstellung von einem Freibadbesuch angesichts des sich hartnäckig haltenden Winters schwer fällt, äußerten die Herren schon heute die Hoffnung auf einen „Jahrhundertsommer 2007“. „Schließlich, so Szepanek, ist der Freibadbesuch ein Fixstern im Sommerprogramm.“ Und sollte der Wettergott mitspielen, dann kann vielleicht auch die Rekordbesucherzahl aus 2003 mit 325.000 Badegästen geknackt werden. (dg)+++