Mit einer Energieleistung hat der TTC Zugbrücke Grenzau am drittletzten Spieltag der Tischtennis-Bundesliga einen großen Schritt Richtung Play-off-Qualifikation geschafft: Der Tabellenvierte erreichte im Spitzenspiel bei der drittplatzierten Düsseldorfer Borussia nach einem 0:4-Rückstand noch ein 5:5 und damit einen wichtigen Punktgewinn. Während die Gastgeber mit dem Remis die Play-off-Teilnahme so gut wie sicher in der Tasche haben, muss Grenzau trotz zwei Punkten Vorsprung und des besseren Spielverhältnisses gegenüber Gönnern und Würzburg noch bangen. Gönnern hat trotz der 2:6-Niederlage (ohne Timo Boll) in Frickenhausen noch theoretische Chancen auf Platz vier, ebenso wie die Würzburger, die in Tündern zu einem hauchdünnen 6:4-Erfolg kamen. Der TSV Schwalbe Tündern war dabei nur einen Ball von einem 5:5-Unentschieden entfernt, das eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt bedeutet hätte.
Schlusslicht SV Werder Bremen schaffte es beim 2:6 im Heimspiel gegen Fulda-Maberzell nicht, den in der Vorrunde errungenen, bisher einzigen Saisonsieg zu wiederholen.
"Fulda-Maberzell bestes Team 2006" - So sieht man es auch beim SV Werder Bremen, der bei einem Tünderner Punktgewinn wohl schon für die Zweite Liga hätte planen können. "Wir werden versuchen, nächstes Wochenende unser Spielverhältnis gegenüber den Tündernern zu verbessern und am letzten Spieltag mit einem Sieg über Jülich/Hoengen an ihnen vorbeizuziehen", beschreibt Manager Sascha Greber den kleinen Hoffnungsschimmer, der dem SV Werder nach der ernüchternden 2:6-Niederlage gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell geblieben ist.
Im Vorrundenspiel noch hatte man in Fulda den bislang einzigen Saisonsieg gelandet, und entsprechend hoffnungsvoll war man am Sonntag ins Rückrundenspiel in Bremen gegangen – trotz der so starken Fuldaer Leistungen in diesem Jahr. "Wir hätten mit einem 3:3 in die Pause gehen müssen, dann wäre etwas drin gewesen", sagte Greber und sprach damit die nicht einkalkulierte Niederlage von Magnus Molin gegen Meng Qingyu an – ohne dem Schweden einen Vorwurf zu machen: "Wenn du wie Molin lange verletzt warst und erst seit einer Woche wieder trainierst, ist es besonders schwer, als Favorit in einer so wichtigen Partie die Nerven zu behalten.
Er hat alles gegeben, aber es hat halt nicht gereicht." Das 2:4 zur Pause sei der Knackpunkt gewesen, danach hatten weder Allan Bentsen noch der im ersten Durchgang mit dem Achtungserfolg über Jan-Ove Waldner überzeugende Constantin Cioti genügend Energie, das Blatt noch zu wenden. Fulda-Maberzell machte mit seinem Auftritt das Versprechen wahr, mit voller Besetzung und Einsatzbereitschaft keinen Verdacht auf Wettbewerbsverzerrung im Abstiegskampf aufkommen zu lassen. Ganz nebenbei baute der Aufsteiger aus Hessen seine Bilanz im Jahr 2006 auf 10:2 Punkte ohne Niederlage aus – keine andere Mannschaft war in diesem Jahr stärker.
Die Spiele:
Sa. 25.03. 19:00 Uhr TTF Liebherr Ochsenhausen – SIG Combibloc Jülich/Hoengen 6:1
So. 26.03. 14:00 Uhr TSV Schwalbe Tündern – Müller Würzburger Hofbräu 4:6
So. 26.03. 14:00 Uhr Borussia Düsseldorf – TTC Zugbrücke Grenzau 5:5
So. 26.03. 15:30 Uhr SV Werder Bremen – TTC RhönSprudel Fulda Maberzell 2:6
So. 26.03. 16:30 Uhr TTC Frickenhausen – TTC Re-Bau Gönnern 6:2
Stenogramm Bremen – Fulda-Maberzell 2:6:
Molin/Sörensen – Schlichter/Meng 3:2 (11:4, 14:16, 9:11, 12:10, 11:8); Bentsen/Cioti – Waldner/Feng 1:3 (8:11, 7:11, 11:9, 6:11); Allan Bentsen – Feng Zhe 0:3 (8:11, 5:11, 9:11); Constantin Cioti – Jan-Ove Waldner 3:0 (11:4, 11:7, 11:8); Magnus Molin – Meng Qingyu 1:3 (11:6, 4:11, 8:11, 11:13); Mads Sörensen – Jörg Schlichter 0:3 (8:11, 5:11, 8:11); Bentsen – Waldner 1:3 (6:11, 9:11, 11:7, 10:12); Cioti – Feng 1:3 (8:11, 6:11, 11:9, 9:11). Zuschauer: 550.
Die nächsten Spiele:
So. 02.04. 15:00 Uhr SV Werder Bremen - TTC Frickenhausen
So. 02.04. 15:00 Uhr Müller Würzburger Hofbräu - TTF LIEBHERR Ochsenhausen
So. 02.04. 17:00 Uhr SIG Combibloc Jülich/Hoengen - TTC RhönSprudel Fulda Maberzell
Fr. 07.04. 20:00 Uhr TTV RE-BAU Gönnern - Borussia Düsseldorf +++