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10.05.06 - Rhön

Auf Schritt und Tritt Kulturlandschaft erleben - Museum vernetzt Stadt und Land

Mit speziell konzipierten Themenwegen will das Fränkische Freilandmuseum noch anschaulicher die Spuren der Vergangenheit aufzeigen und Einheimische und Gäste für das unterfränkische Kulturerbe sensibilisieren. Besucher können auf diese Weise demnächst die Ursprünge bäuerlichen Bauens, Wohnens und Arbeitens bis in die Stadt Fladungen und sogar die Rhön hinauf anschaulich erkunden, berichtete Museumsleiterin Sabine Fechter . Mit Unterstützung von LEADER+ werden so genannte „Kulturlandschaftsstationen“ im Umkreis von 10 km errichtet. Erstmalig werden moderne Hör-Führungen mit „Audioguides“ hierbei den Weg durch Stadt und Flur weisen. An einigen ausgewählten Stellen werden zudem Informationstafeln aufgestellt.

Das Museum sei so nicht länger eine „Insel“ sondern vernetze Stadt und Landschaft, erklärte die Museumsleiterin den ungewöhnlichen Expansionskurs des Freilandmuseums. „Die ländliche Lebens- und Arbeitsweise lässt sich nicht nur im Siedlungskern und den Gebäuden ablesen, sondern auch in der zum Dorf gehörigen Feldflur, den Wiesen, Wäldern und brachliegenden Flächen“. Bezirktagspräsident Albrecht Graf von Ingelheim meinte über die Bewilligung der LEADER+ Mittel: „Durch dieses neue Projekt wird weiter die Stellung des Freilandmuseums als Museum mit überregionaler Bedeutung gestärkt werden“.

Mit allen Sinnen erkunden

Mit dem modernen Medium „Audioguide“ sollen Besucher entlang vorhandener Wanderwege zu Triften, aufgegebenen Ackerfluren, alten Brunnen u.v.m. geführt und über deren Geschichte informiert werden. Hierbei werden u.a. Verbindungen geschaffen zwischen Fladungen und der neuen Infostelle „Schwarzes Moor“ und dem ebenfalls neuen Premiumwanderweg „Der Hochrhöner“. Neben den Audioguides und Schautafeln werden für Interessenten auch geführte Wanderungen auf den neuen Themenwegen angeboten. Hierzu sollen die örtlichen Museums- und Stadtführer speziell geschult und qualifiziert werden.

„Insbesondere bei der Vernetzung der Kulturlandschaftsstationen mit anderen touristischen Infrastrukturmaßnahmen in der Umgebung wird sich die erfolgreiche Arbeit des Regionalmanagements zeigen“, unterstrich in diesem Zusammenhang der LEADER Manager Unterfranken, Wolfgang Fuchs. Authentische Dialoge, Musikstücke oder Geräusche helfen laut Museumsleiterin Fechter dabei, das Rad der Zeit zurückzudrehen und die „Kulturlandschaft“ verstehen zu lernen. „Besucher des Freilandmuseums begreifen auf diese Weise viel intensiver, wie mühsam die Landbewirtschaftung in der Rhön war und dass es lohnt, das Wissen von früher zu hüten und weiterzugeben“.

Die Themenwege wurden mit 34.018 EURO umgesetzt. Die Hälfte davon trägt LEADER+, die weitere Finanzierung übernehmen das Fränkische Freilandmuseum Fladungen, der Fremdenverkehrsverein Fladungen sowie das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege. Weitere Unterstützung erfährt das Projekt darüber hinaus durch den Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. +++

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