Ein weiteres LEADER+ Projekt ist bewilligt. Die Fränkische Saale ist ein Naturparadies für Flora und Fauna. Gerade aufgrund ihrer Schönheit lockt der Fluss in jeder Saison zahlreiche Gäste an. Insbesondere der Bootswandertourismus erfreut sich steigender Beliebtheit. Um die Besucher über das richtige Verhalten an den Ufern der Saale zu informieren, wird nun ein neues Informationssystem mit Informationsbeschilderung, Faltblättern und Internetseiten installiert.
„Die Entwicklung des Bootswandertourismus ist natürlich für die Region erfreulich“, unterstrich Klaus Spitzl, Geschäftsführer des Vereins Naturpark und Biosphärenreservat Bayer. Rhön e.V., der die Projektträgerschaft übernommen hat. Angesichts der wachsenden Besucherzahlen sei Aufklärung über das richtige Verhalten am und auf dem Fluss wichtiger denn je, um den sensiblen Lebensraum zu schützen. „Denn Fehlverhalten und Nutzungskonflikte entstehen meist nur aus mangelnder Information“, so Spitzl. Mit Unterstützung der Regionalmanagerinnen der Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld und der Wirtschaftsförderung des Landkreises Bad Kissingen habe man eine Projektarbeitsgruppe zusammengestellt, die gemeinsam eine Bereisung der Fränkischen Saale durchgeführt hatte, um ein Konzept zur Besucherlenkung und weiteren Qualitätssteigerung des Bootswandertourismus zu erarbeiten.
An einem Tisch saßen hierbei z.B. die Wirtschaftsförderung des Landkreises Bad Kissingen, das Wasserwirtschaftsamt, der Fischereiverband Unterfranken e.V., die Fischereifachberatung Bezirk Unterfranken, die Naturschutzbehörden der Landratsämter und der Regierung, der Bayerische Kanuverband, die Tourismusinformationen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld, der Verein Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V., örtliche Bootsverleiher, Anrainerkommunen sowie das Regionalmanagement.
Festgelegt wurde, dass sowohl in Broschüren und Internetauftritt als auch mit Hinweistafeln und Pressearbeit die Besucher über die Verordnungen zum Gemeingebrauch an der Fränkischen Saale, über Flora und Fauna, geschützte und sensible Bereiche, bestehende Infrastruktur, z.B. durch Hinweise auf angrenzende Gastronomiebetriebe, sowie über Routenbeschreibungen und Tipps zu Tagesetappen informiert werden. „Ziel ist das Miteinander der Nutzer der Fränkischen Saale und die Motivation unserer Gäste durch Verständnis und Überzeugung zum Mitmachen“, betonte Projektleiter Klaus Spitzl. Mit den Informationen zum Bootswandern und Gewässerschutz richte man sich gleichermaßen an Gäste wie an Einheimische.
„Bemerkenswert an diesem LEADER+ Projekt ist die gemeinsame Herangehensweise“, freuen sich auch die beiden Landräte Thomas Bold und Thomas Habermann. Ein gemeinsames Problem sei gemeinsam angegangen und gemeinsam gelöst worden. Dies wirke sich sicherlich nachhaltig auf die positive Weiterentwicklung der Region aus. Beide Landräte zeigten sich mit der Entwicklung dieses weiteren touristischen Projektes sehr zufrieden. „Der Wassertourismus spielt für unsere Region eine immer wichtigere Rolle und muss deshalb auf naturverträgliche Weise in Wert gesetzt werden“, so Landrat Bold. Eine gute Entwicklung könne aber nur dann vonstatten gehen, wenn einvernehmliche Lösungen für alle Beteiligten geschaffen werden. Und dies sei dank der neuerlichen Initiative der Regionalentwicklungsstelle des für dieses Projekt federführenden Landkreises Bad Kissingen und des Regionalmanagements geschehen.
Die Kosten für das LEADER+ Projekt „Besucherlenkung und Qualitätsverbesserung des touristischen Angebots Bootswandern an der Fränkischen Saale“ belaufen sich auf 25.360 Euro. Die Hälfte trägt erneut LEADER+. Die andere Hälfte finanzieren der Verein Naturpark und Biosphärenreservat Bayer. Rhön e.V., sowie der Landkreis Bad Kissingen. Nach Fertigstellung der Informationsmaterialien im Frühsommer 2006 werden in einer Auftaktveranstaltung die neuen Schilder, Faltblätter und Internetseiten der Öffentlichkeit vorgestellt werden.+++