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Die Stars des heutigen Tages in Aktion: Jede Runde gibt einen Euro - Fotos: Stefan Knopp.

Kinder mit Strichcodes: Dieser besagt: Elf runden in 30 Minuten, das sind über 4 km. Macht in diesem Fall 22 Euro für die UNICEF-Aktion "Schulen für Afrika"
13.05.06 - Fulda
"Kinder laufen für Kinder" - UNICEF-Spendenaktion im Schlossgarten
In Fulda für Afrika laufen - dieser Titel könnte über der heutigen besonderen Veranstaltung stehen: im Schlossgarten beteiligten sich heute Schüler der Winfried-Schule an einem Lauf für die UNICEF-Aktion "Schulen für Afrika". 200 bis 300 Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen drehten zwischen Schloss und Orangerie ihre Runden um den Springbrunnen. Im Vorfeld hatten sie sich Sponsoren gesucht, die für jede Runde 1 Euro zahlen. Also: je mehr Sponsoren und je mehr Runden, desto mehr Geld geht an die Kinderhilfsaktion. UNICEF spendet das Geld an fünf südafrikanische Länder, in denen Analphabetismus und AIDS gravierende Probleme sind. Nebenbei konnten die Kinder in dieser - heute deutschlandweit - unter dem Motto "Kinder laufen für Kinder" stattfindenden Aktion beweisen, wie fit sie sind.
Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 und 6 im Alter von 11 bis 13 Jahren begannen die Aktion und liefen eine halbe Stunde. Die gut 380 Meter langen Runden wurden durch Striche auf den Armen gezählt, und hier kamen alleine bei den jüngsten zwischen zehn und 20 Striche zusammen. Am Ende liefen auch die Lehrer für den guten Zweck. Die Zahl der Sponsoren war nicht festgelegt - was die jungen Teilnehmer offenbar sehr beflügelt hatte: manche Schüler hatten sogar acht bis zehn Sponsoren gewinnen können.
Die Aktion fand heute zum zweiten Mal statt, berichtete Stefanie Günther von UNICEF. Letztes Jahr seien alleine in Fulda 24.000 Euro und deutschlandweit rund 3 Millionen Euro zusammen gekommen. Damals hatte der Reeder Peter Krämer den Betrag aus seinem Privatvermögen verdoppelt, so dass gut 6 Millionen Euro an die Hilfswerke in Angola, Mosambik, Malawi, Simbabwe und Südafrika überwiesen werden konnten. Dieses Jahr muss UNICEF auf eine vergleichbare Großzügigkeit verzichten.
"Ein Baustein für eine Schule in Südafrika kostet etwa 50 Euro", erklärte Hermann Eichel von UNICEF. Das Geld würde nur zur Verfügung gestellt, die Eltern der Schüler in den südafrikanischen Ländern bauten die Schulgebäude dann selbst. Laut Stefanie Günther wächst dort bislang jedes zweite Kind ohne ausreichende Schulbildung auf: "Bildung für die junge Generation ist der Schlüssel zur Lösung vieler Probleme auf dem afrikanischen Kontinent".
Das eigentliche Ziel der Aktion, die von der Nelson-Mandela-Stiftung ins Leben gerufen worden war, ist nicht vorrangig die Mehrung der Bildungseinrichtungen in den Ländern. Dies sei nur der erste Schritt, um die Kinder über AIDS aufzuklären. Die Zahl der AIDS-Kinder gehe in die Million. Am UNICEF-Stand auf der Treppe zur Orangerie konnte man sich über die Aktion informieren und eine Petition unterschreiben, mit der die Bundesregierung zu mehr Hilfsmaßnahmen im Kampf gegen AIDS und Analphabetismus aufgefordert werden soll.
Stefanie Günther verkündete, dass am 24. Mai die ehrenamtliche Bundesvorsitzende von UNICEF Deutschland - und ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin - Heide Simonis in der Aula der Winfried-Schule den heute "erlaufenen" Geldbetrag symbolisch als Scheck entgegen nehmen wird. In diesem Rahmen soll außerdem die örtliche Initiative der UNICEF Fulda, die bislang an die Arbeitsgruppe Frankfurt gekoppelt war, ihre Eigenständigkeit erhalten und künftig zur selbstständigen Arbeitsgruppe in der Vereinigung ernannt werden. (S.K.) +++

UNICEF-Stand: Möglichkeit für Information und Unterschriftenaktion

Elke Happel von der Winfried-Schule aus dem Fachbereich Sport informiert über die verbleibende Zeit

Strich-Station: Wieder eine Runde geschafft

Nach dem Lauf werden hier die Striche gezählt

Start der Schülerinnen und Schüler der Stufen 7 und 8

Spitzensportler für einen guten Zweck: Bereits nach zweieinhalb Runden die letzten Läufer überrundet

Auch die Lehrer liefen mit