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Janina Piaskowski revanchierte sich für die Niederlage im vergangenen Jahr und ließ der Konkurrenz im Rennen der weiblichen Jugend im Kajak-Einer keine Chance. - Fotos: Kanu-Club Fulda

Julius Stark auf dem Weg zur Goldmedaille

15.06.06 - Sport

Dreifacher Goldsegen für erfolgreiche Fuldaer Wildwasser-Kanuten in Kärnten

Fast 700 km mussten die Fuldaer Kanuten bewältigen, um zum Austragungsort der nationalen deutschen Titelkämpfe im Wildwasserrennsport anzureisen. Obervellach an der Möll im Süden Kärntens war – aufgrund fehlender Möglichkeiten im Bundesgebiet und zahlreicher Flusssperrungen in unseren Landen – das Ziel der Wildwasserkanuten. Die Deutschen Meisterschaften wurden auf der klassischen und der Sprint-Distanz ausgetragen. Und tatsächlich waren die Fuldaer Athleten bestens präpariert; im Vereinsvergleich kamen sie mit 3 Gold- und 2 Silbermedaillen auf den 4. Rang im Medaillenspiegel. Nur der FFB Brühl (7-3-3), der RKC Köln (6-4-4) und der KCD Düsseldorf (3-2-2) waren besser.

Immerhin waren die 15 Sportlerinnen und Sportler des KCF in besten Händen! 25 Trainer, Betreuer und Fans hatten den Weg auf sich genommen, um die letzten Bruchteile einer Sekunde aus den Sportlern „heraus zu kitzeln“. Die Fuldaer Trainer Caspar Rothmund, Lothar Funk und Harald Piaskowski hatten in den letzten beiden Jahren das Training umgestellt, neue Akzente gesetzt und hart mit den Sportlerinnen und Sportlern gearbeitet. In diesem Jahr sollten diese Bemühungen erste Früchte tragen.

Der ausrichtende Verein, der Kanu-Club-Grün-Gelb Köln hatte mit den Gemeinden Reiseck und Kolbnitz sowie den ortsansässigen Vereinen (Ski-Club und Fussballverein) Partner gefunden, die einen optimalen Verlauf dieser Meisterschaften gewährleistet haben. Und auch die Gastfreundschaft trug erheblich zur der außerordentlich positiven Stimmung bei diesen Meisterschaften bei.

Den von den Fuldaer Trainern erhofften Goldsegen eröffnete Julius Stark im Rennen der Schüler B im Kajak-Einer. Er zeigte einmal mehr, welche Energie, Kraft und Ausdauer in ihm steckt – der Name bürgt ja schon hierfür – und verwies seinen Vereinskameraden Hauke Schütte auf Platz 2. Levke Schütte bestätigte mit Platz 6 bei den Schülerinnen A ihren Aufwärtstrend. Das Fuldaer Schüler-Team kam auf den undankbaren 4. Rang.

Auch Janina Piaskowski wollte ihrer Konkurrenz beweisen, wo der Hammer hängt. Sie hatte nach einer Erkrankung im Frühjahr ihr Training nochmals intensiviert und insbesondere das Kraft- und Stehvermögen verbessert. Diese Anstrengungen sollten sich lohnen. Während ihre stärkste Konkurrentin Annika Gierenz aus Köln das Titelrennen im vergangenen Jahr auf dem letzten Streckendrittel entscheiden konnte, hatte sie dieses Jahr keine Chance. Janina siegte souverän im Rennen der weiblichen Jugend im Kajak-Einer.

Die Jugendmannschaft des KCF konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Treppchen höher steigen. In absoluter Bestzeit holten sich Felix Stark, Niklas Grimm und Dominik Pietron den Titel im Kajak-Einer. Einen Vizetitel gab es für Dominik Heldmann, Kaspar Zoth und David Piaskowski im Rennen der Junioren-Teams.

Überzeugende Leistungen zeigten auch die Fuldaer Herren. Johannes Baumann fuhr im Kajak-Einer auf der klassischen Distanz auf den hervorragenden 5. Platz; im Sprint wurde er siebter. Da war sein Bruder Josef 1,01 Sekunden schneller und fuhr auf Platz 6 (Klassik Platz 13). Andreas Wehner belegte die Plätze 12 (Sprint) und 14 (Klassik). Und der 5. Platz im Mannschaftsrennen war eine beachtenswerte Leistung der Fuldaer Herren.

Ganz knapp an einer Medaille vorbei fuhr Niklas Grimm in der Klasse der männlichen Jugend im Kajak-Einer. Er hatte Pech! Aufgrund eines technischen Defektes an der Fußstütze verlor er wertvolle Sekunden und verfehlte die Bronzemedaille um 5 Sekunden. Dicht auf seine Fersen heftete sich Felix Stark, der 6. wurde. Und Dominik Pietron kam auf Rang 14.

Nicht ganz zufrieden war David Piaskowski mit seinen Ergebnissen im Rennen der männlichen Junioren im Kajak-Einer. Ihm fehlten im Sprint 37 hundertstel Sekunden zur Bronzemedaille und mit Rang 6 auf der klassischen Distanz blieb er ebenfalls hinter seinen Erwartungen zurück. Damit war auch der Zug für die Nominierung zur Europameisterschaft in Bihac (Bosnien-Herzigowina) abgefahren. Kaspar Zoth wurde auf beiden Distanzen siebter und Dominik Heldmann belegte die Plätze 15 (Klassik) und 19 (Sprint). Leider hat auch Eva Wehner die Fahrkarte zur Junioren-EM verpasst. Platz 5 im Sprint und der 7. Platz auf der längeren Klassik-Strecke konnten den Trainer-Rat nicht überzeugen.

Die Fuldaer Fans waren ob der Leistungen ihrer Sportler außer Rand und Band. In der KCF-Fan-Ecke wurde die Stimmung auf der Siegerehrung so mächtig angeheizt, dass der Generalsekretär des Deutschen Kanu-Verbandes – Wolfgang Over – mutmaßte, dass der ganze KCF nach Obervellach angereist sei, um die Sportler zu unterstützen. Das war nicht der Fall! Aber Fakt ist, „die Leistungen waren SPITZE“, darin waren sich die Fuldaer Trainer einig. +++

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