Archiv

23.06.06 - Rhön

Zum fünften Mal Biosphärencamp: erschöpft und glücklich nach Naturspielen

Zum 5. Mal führte das Biosphärenreservat Rhön ein Biosphärencamp für Kinder von 9 bis 13 Jahren in den Blockhütten von Dietges durch. Die Eltern konnten am Sonntag 36 total erschöpfte, aber glückliche Kinder in die Arme schließen.

Wieder einmal hatten die Rhönranger in Kooperation mit dem Sport- und Jugendamt des Landkreises Fulda ein attraktives Wochenendprogramm zusammengestellt, bei dem es darum ging, die Natur des Biosphärenreservat Rhön aber auch die Kulturlandschaft kennen zu lernen. Dabei stand die Bedeutung des wirtschaftenden Menschen für unsere Landschaft auch im Mittelpunkt . So konnten sich die Kinder am Freitag zum Beispiel darin üben, Kühe von Bauer Herrlich in Dietges mit der Hand zu melken. Zu später Stunde standen dann aber auch Rhöner Sagen und Geschichten auf dem Programm. Eine Natur-Erlebnis-Rallye trug am Samstag dazu bei, dass die Kinder sehr rasch das weitere Umfeld der Blockhütten kennen lernten.

Auch auf Gewässerexkursion wurde mit Sieb und Becherlupe gegangen. Neben Spiel und Spaß am Nachmittag rundete eine Fledermaus-Nachtwanderung das Tagesprogramm ab. Mittels Ultraschall-Detektoren konnten die Kinder die im Umfeld des Camps fliegenden Fledermäuse orten und bestimmen. Diese Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Fledermausexperten Martin Tillmanns von der Arbeitsgemeinschaft der Höhlen- und Karstforscher Hessens statt. Gerade das Bestimmen der Fledermäuse anhand der klappernden Geräusche aus den Detektoren bereitete den Kindern großes Vergnügen und sensibilisierte sie für die Lebensweise des heimischen Batmans. Am Sonntag stand neben Spiel und Spaß auch ein Natur-Erlebnis-Spiel auf dem Programm. Unter anderem wurden im anliegenden Waldstück von den Kindern lange Kugelbahnen gebaut. Kreativ haben die Kinder auch einen eigenen Sinnespfad auf dem Gelände angelegt.

Bei all dem kamen dank des hervorragenden Wetters auch die Stunden am Lagerfeuer nicht zu kurz. Nahezu durchgängig brannte das Feuer. Dem entsprechend abgekämpft konnten dann die Kinder wieder von den Eltern abgeholt werden, wobei kleinere Blessuren, die das eine oder andere Kind in Anbetracht der ungewohnten Wald- und Naturspiele davontrug, nicht die gute Stimmung trüben. Bei Kaffee und Kuchen fand das Biosphärencamp einen gelungenen Ausklang.

Die beiden Rhönranger Arnold Will und Hubert Stumpf sowie die beiden Betreuerinnen des Jugendamtes, Ann-Kristin Fröhlich und Maria Steinmetz zogen ein rund herum positives Fazit. Will: „Einmal mehr hat sich gezeigt, wie sehr viele Kinder heute von der Natur entfremdet sind und wie unbeholfen sie sich beim Melken einer Kuh oder auch beim Bewegen in Feld und Flur verhalten. Wir sind uns sicher, dass unser Umweltbildungsansatz daher von großer Bedeutung für die Entwicklung von gesunden Kindern ist, die auch den notwendigen Respekt und das Verständnis für Natur und Kulturlandschaft aufbringen“.

Auch Ann-Kristin Fröhlich zeigte sich mit dem Verlauf sehr zufrieden. „Wir waren überrascht, wie positiv die Gruppendynamik funktioniert hat und wie sehr die gesamte Mannschaft zu einer verschworenen Gemeinschaft in dieser kurzen Zeit wurde“. Hubert Stumpf: „Viele Eltern haben bereits gefragt, ob sie ihre Kinder schon für das nächste Jahr anmelden könnten. Es zeigt somit, dass wir auf dem richtigen Weg sind“.+++

Über Osthessen News

Kontakt
Impressum
Cookie-Einstellungen anpassen

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Mediadaten

Werbung
IVW Daten


Service

Blitzer / Verkehrsmeldungen Stellenangebote
Gastro
Mittagstisch
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage

Social Media

Facebook
Whatsapp
Instagram
TikTok

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön