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22.06.06 - Fulda

Wirtschaftsminister RHIEL: ÜWAG soll Klage auf höhere Strompreise zurückziehen

„Die entega in Darmstadt und die Mainova in Frankfurt haben heute gegenüber dem Hessischen Wirtschaftsministerium erklärt, dass sie ihre Anträge auf Strompreiserhöhung um 8,7 bzw.7,1 Prozent im allgemeinen Tarif zurück nehmen. Ich freue mich im Interesse der vielen Stromkunden, dass die entega und die Mainova diesen Weg beschreiten. Die übrigen 48 hessischen Stromunternehmen sollten sich die Entscheidungen der entega und de Mainova zum Vorbild nehmen und ebenfalls ihre Anträge auf höhere Strompreise zurück ziehen.“ Das erklärte heute Nachmittag Hessens Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel in Wiesbaden. Von der Rücknahme der Anträge profitieren im allgemeinen Tarif rund 240.000 Mainova-Kunden sowie rund 300.000 entega-Kunden.

Zum 01.01.06 hatte entega eine Strompreiserhöhung um 5,8 Prozent für einen vierköpfigen Durchschnittshaushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch beantragt, die der Minister nicht genehmigt hatte. Zum 01.05.06 stellte die entega beim Wirtschaftsministerium einen neuen Antrag, der einen Strompreisanstieg um 8,7 Prozent vorsah und der ebenfalls nicht genehmigt worden war. Die Mainova hatte eine Preissteigerung um 7,1 Prozent zum 01.01.06 beantragt, die Dr. Rhiel nicht genehmigt hatte.

Der Minister zeigte sich in seinem Strompreisstopp bestätigt. „Es war richtig, keinen der 50 Anträge auf höhere Strompreise in Hessen zu genehmigen. Weil die Netzentgelte dank der neuen Netzregulierung künftig sinken, dürfen die Endkundenpreise nicht länger bergauf gehen.“

Dr. Rhiel rief die vier hessischen Stromunternehmen, die derzeit noch gerichtlich Strompreiserhöhungen durchsetzen wollen, auf, ihre Klagen umgehend zurückzuziehen: „Die vier Stromunternehmen sollten die Einschätzung der entega übernehmen, wonach die Netzentgeltsenkungen preisdämpfend auf die Endkundenpreise wirken.“ Entega hatte heute erklärt: „Außerdem erwarten wir in Kürze eine Ersparnis durch die Absenkung von Netznutzungsentgelten. Dies nehmen wir bereits vorweg und geben es an unsere Kunden weiter.“ Derzeit sind vier Klagen auf höhere Strompreise anhängig: SÜWAG Frankfurt, eine 77-Prozent-Tochter der RWE, E.ON-Mitte Kassel, eine 73-Prozent-Tochter von E.ON, ÜWAG in Fulda sowie Städtische Werke Kassel. +++

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