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- Fotos: Martin Angelstein

Warten auf Einsätze...

25.06.06 - Fulda

WM-Splitter: die Retter und die Sicherheit - immer präsent, wenig gebraucht

Die Veranstalter der WM-Events Fulda haben auch am heutigen Sonntag wieder ein umfangreiches Programm geplant. Schon früh werden die deutschen Straßen-Radmeisterschaften mit dem Künzeller T-Mobile-Profi Patrik Sinkewitz übertragen. Um 15 Uhr treten noch einmal alle Teilnehmer der Mini-WM auf der Bühne auf, um 16 Uhr trifft die Schülergruppe der TSG Künzell mit dem Stück „Das lebendige Orchester“ auf. Nach der Achtelfinalpartie England gegen Ecuador (17 Uhr) wird dann das Formel-1-Rennen aus Kanada (19 Uhr) und Portugal gegen Holland (21 Uhr) gezeigt.

Am morgigen Montag besucht dann Weltmeister Uwe Bein den WM-Event in Fulda. Er wird zunächst in Johannesberg mit den beiden Siegerteams der Mini-WM trainieren und dann auf der Bühne zum Talk bereit stehen. Nach der fünften Achtelfinalpartie (17 Uhr) sorgen dann Tischer Men Friends für Stimmung. Zudem gibt es ab Montag tägliche Übertragungen vom ATP-Tennisturnier in Wimbledon.

Damit die öffentlichen Veranstaltungen mit jeweils einigen tausend Gästen auch reibungslos laufen, wird hinter den Kulissen eifrig geplant und vorgesorgt. Ein Schwerpunkt ist dabei die Sicherheit. Erstmals wurden für die Polizei und den Malteser-Hilfsdienst zwei feste Container aufgestellt, die auch Computeranschluß, Telefon und Funkverbindungen ermöglichen. Zusätzlich hat die Feuerwehr den Einsatzleitwagen 2 (ELW 2) gegenüber dem Museums-Eingang aufgestellt, weil dort im - von niemandem erhofften - "Schadensfall" auch größere Einheiten geführt werden können. Außerdem verfügt der Lkw über einen Besprechungsraum.

Die Vorrunde der Fußball-WM ist für die Fuldaer Malteser ruhig verlaufen. Die Malteser sind mit der sanitätsdienstlichen Betreuung des "public-viewing" in Fulda beauftragt. 75 Personen wurden seit Einsatzbeginn am 8. Juli durch die Sanitäter auf dem Universitätsplatz versorgt, erst eine Fußballfreund musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. "Die 'Fuldaer Fanmeile' ist eine riesige Fußballparty, eigentlich ist hier an jedem Tag ein Heimspiel, denn auch die Mannschaften aus aller Welt werden von ihren Anhängern frenetisch unterstützt," äußert sich Christof Hartung, bei den Maltesern Koordinator des WM-Einsatzes, zufrieden. "Uns freut besonders, dass noch keine Personen nach einem übermäßigen Alkoholgenuss versorgt werden mussten."

Die Malteser setzen in Fulda Helfer aus dem gesamten Bistum ein. "Die Helferzahl wird je nach Bedarf angepasst, Lageabhängig können auch zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen werden". Dies geschehe in enger Absprache mit den zuständigen Ämtern. "Die Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden und der Polizei funktioniert sehr gut", so Hartung abschließend.

Doch nicht nur in der Fuldaer Innenstadt sind die Malteser tätig. Eine Spezialeinheit aus Notfallseelsorgern und speziell geschulten Krisenhelfern steht bei allen WM-Spielen in Frankfurt in Bereitschaft, um bei größeren Schadenslagen Betroffene, Angehörige und Einsatzkräfte zu betreuen. Die "Schnelleinsatzgruppe Psychosoziale Notfallversorgung" (SEG PSNV) wird von Pfarrer Stefan Krönung geführt, der auch über eine Katastrophenschutzausbildung verfügt. Gebildet wurde diese in dieser Form wohl deutschlandweit einzige Einheit im Auftrag des Bischöflichen Seelsorgeamtes auf Anforderung der Stadt Frankfurt. Pfarrer Krönung: "Wir fiebern in unseren Bereitschaftsplätzen vor dem Fernseher mit, sind aber im Ernstfall, den der Herrgot verhüten möge, sofort einsatzbereit."

Helfer aus dem Bistum sind auch in der Zentralambulanz für Betrunkene, die der Malteser Hilfsdienst gemeinsam mit der Johanniter Unfallhilfe in Frankfurt betreibt, tätig. Im Rahmen des Einsatzes der Katastrophenschutzzüge der Landkreise sind die Malteser an mehreren Spieltagen in Frankfurt präsent. Bundesweit sind beim Malteser Hilfsdienst über 2.600 Helfer im Sanitäts-, Betreuungs- und Rettungsdienst im Rahmen der WM im Einsatz. +++


Bei den Übertragungen sind die Malteser "mittendrin"...

Immer ein wachsames Auge in die große Runde ...


...und ein bißchen Spaß darf auch sein

Der Leiter der Fuldaer Feuerwehr, Thomas Hinz im Gespräch mit einem Fan...


Der "ELW 2" der Feuerwehr in der Fußgängerzone...

...und Besprechungstermin der verschiedenen Organisationen


Malteser sind auch zu einem Spaß mit Fans bereit


Überall unterwegs und präsent: die Polizei

...aber hier gabs kein "Auge zudrücken", der junge Fan mußte vom Dach runter....


....und wer andauernd auf den Beinen ist, muss auch mal richtig Brotzeit machen - Foto: Bernd Kemeter

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