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- Fotos: Klaus Dehnhard

02.07.06 - Ludwigsau

Im Sautrog die Fuldawellen durchpflügen - 5. Sautrogrennen erfolgreich

Die Gemeinde Ludwigsau im Kreis Hersfeld-Rotenburg wirbt mit der Beschreibung "Waldreichste Region Hessens" für sich. Doch die Ludwigsauer bewiesen heute, dass sie das blaue Band des Fulda-Flusses zu Recht im Ortswappen führen. Sie gehen gern ans Wasser und die Mutigen und Geschickten sind auch gern im Wasser - beim "5. Ludwigsauer Sautrogrennen" zeigte sich das heute. "Es wird von Jahr zu Jahr besser," sagte Bürgermeister Thomas Baumann und meinte damit nicht nur das Interesse der Zuschauer, sondern auch die sportlichen und navigatorischen Fähigkeiten der Rennteilnehmer. Erstmals sind 2006 nur zwei Teams mit ihren "Fahrzeugen" sozusagen "abgesoffen." Doch in Abwandlung der "Dabei-Sein-Devise" dachten sich Teilnehmer wohl "dabei bleiben ist alles" und kamen schwimmend ins Ziel. Ungewöhnlich sind beim Sautrogrennen auch die Verantwortlichen: nicht etwa Sportverein oder - löschwassergewohnte - Feuerwehr stehen dafür, sondern die vier Ludwigsauer Kirchengemeinden Beenhausen, Rohrbach, Friedlos und Mecklar.

Die Existenz der neuen Kreisstraße 1 - die über das neue Industriegebiet nach Meckbach führt - machte es in diesem Jahr sogar möglich, die Fuldabrücke erstmals komplett für den Verkehr zu sperren - und als Tribüne zu nutzen. Die Absicherung erfolgte wie gewohnt durch die Freiwllige Feuerwehr Mecklar.

Doch was, so wird sich mancher Leser fragen, ist eigentlich ein "Sautrog". Das waren früher, wie es der Name sagt, Tröge für Säue. Die die Nutzung selbiger allerdings nicht mehr bemerkten, weil sie da bereits tot waren: in Metzgereien und auf Bauernhöfen wurden die geschlachteten Schweine in den Sautrog gelegt und zur Entfernung der Borsten mit heißem Wasser übergossen und weiterbehandelt. Früher hatte fast jeder Metzger oder Bauer einen solchen Trog und übermütige Burschen sind wohl auf die Idee gekommen, darin im Wasser Rennen zu veranstalten. Heute werden die Tröge aus Holzbrettern gebaut oder aus einem ausgehöhlten Baumstamm hergestellt. Die Tröge bestehen nur aus Holz - dicht werden sie durch rechtzeitiges Wässern, das zum Aufquellen des "Fahrzeuges" führt.

Teilgenommen haben 38 Leute in Zweier-Teams - 10 Erwachsenen-Mannschaften und 9 Jugend-Mannschaften. Auf die Sieger warteten als Preise ein Rundflug über Waldhessen, Pokale, Urkunden und Flaggen - aber keine schwarz-rot-goldenen, sondern passenderweise Ludwigsauer Fahnen.

Die Platzierungen

Jugend:

3. Fuldastürmer mit Fabian Assmann und Philipp Tade

2. SV Meckbach mit Benjamin Maaris und Christian Wetzel

1. Backhaus mit Davina Höhn und Tabea Hildebrand

Erwachsene:

3. Mojos (Hojenski / Storek)

2. Schlepperfreunde Reilos (Stange / Kolitsch)

1. SG Mecklar-Meckbach-Reilos (Hildebrand / Wolf) +++










Die Jugendsieger



Die gesperrte Brücke diente als Tribüne





Auch Bürgermeister Thomas Baumann fasste mit an



...und andere kamen auch ohne Trog noch ins Ziel


Hin und wieder mischten sich Kanufahrer unter die Rennteilnehmer (Aber das stellt ja Regierungspräsident Lutz Klein bald ab, damit die Fulda nicht überläuft)

und manchmal ging ein Team "Baden"



Die Erwachsenensieger

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