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02.08.06 - Rotenburg

11. Handball- Sparkassen-Cup: Empfang, Personalsorgen + Ergebnisse 2. Tag

Vor der Eröffnung des 11. Handball-Sparkassen-Cups lud Prof. Dr. Heinz Zielinski, Abteilungsleiter Sport im Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport, zu einem Empfang auf der Terrasse des Hotels Rodenberg ein (Bild links). Nachdem er alle Schiedsrichter im hessischen Rotenburg an der Fulda begrüßt hatte, wünschte er ihnen viel Erfolg für den Handball-Sparkassen-Cup, da dieses Turnier als Qualifikation für die Schiedsrichter zur Handballweltmeisterschaft 2007 in Deutschland zählt.

Er machte deutlich, dass es für das Bundesland Hessen eine große Freude sei, die besten Schiedsrichter der Welt zu diesem Turnier beherbergen zu dürfen. Nach der erfolgreichen Fußball-WM konzentrierten sich jetzt alle Kräfte auf die Handball-WM, die ein großes Fest für diesen Sport in Deutschland werden solle.

Anschließend bedankte sich der Präsident der Spielregel- und Schiedsrichterkommission, Christer Ahl, der in Vertretung für den IHF-Präsidenten Dr. Hassan Moustafa die Begrüßung übernahm, für die Gastfreundschaft und wünschte den anwesenden Schiedsrichtern alles Gute. Lediglich 16 der 24 anwesenden Schiedsrichterpaare können sich für die Handball-WM qualifizieren.

Während des Handball-Sparkassen-Cups hat jedoch jedes Paar die Möglichkeit, seine Leistung abzurufen und sich damit für eine Nominierung hervorzutun. Als Dolmetscher fungierte übrigens der deutsche IHF-Schiedsrichter Bernd Methe, der spontan als englischer Übersetzer für die anwesenden Schiedsrichter eingesprungen war.

Für wenige Stunden schaute IHF-Präsident Dr. Hassen Moustafa und IHF-Generaldirektor Frank Birkefeld bei den Schiedsrichtern vorbei, um sie nochmals auf die bevorstehende Handball-WM einzustimmen. „Die Schiedsrichter müssen als Team zusammenwachsen und sich auch als Team verstehen. Wir werden alles für die Unterstützung der Schiedsrichter tun, damit während der Handball-WM bestens ausgebildete Schiedsrichter die Partien leiten werden“, so Moustafa. Neben der Ausbildung der Schiedsrichter steht dabei auch der positive Kontakt zu den Trainern im Vordergrund, die dann wiederum auch positiv auf die Spieler einwirken können. Nach der kurzen Stippvisite in Rotenburg reiste die IHF-Delegation weiter zu einer Tagung nach Herzogenaurach.

2. Spieltag Handball-Sparkassen-Cup 18 Uhr Spiele

HSG Gensungen/Felsberg – Eintracht Hildesheim 21:26 (9:15)

Der Bundesliga-Aufsteiger aus Hildesheim dominierte von Anfang an das Spiel und ging schnell mit 6:0 in Führung. Erst nach einer von Trainer Michael Kopeinigg genommenen Auszeit fand die junge Mannschaft der HSG zu ihrem Spiel, vergab jedoch einige Chancen. Dass es zur Halbzeit nur 15:9 für Hildesheim stand, verdankte die Mannschaft ihrem Torhüter Michael Stahl, der sowohl Tempogegenstöße, als auch zwei 7 Meter parierte. In der zweiten Spielhälfte zeigte sich die HSG Gensungen/Felsberg kämpferischer als vorher, jedoch war die Führung der Hildesheimer zu keiner Zeit in Gefahr

HSG Gensungen/Felsberg

Hüter, Stahl, Podsendek, Eidam 1, Ochmann, Untermann 1, Schröder 7, Walter, Viehmann 4, Fichtner 1, Duketis 1, Serfel 1, Göbel 5, Hütt, Parasibu

Eintracht Hildesheim

Vaskevicius, Stange, Katsigiannis, Lakenmacher 5, Nikolov 2, Christophersen, Weber 1, Kasmauskas 5, Mathews, Hairston, Gorpishin, Limberg 2, Tesch 1, Boese 4, Schiech, Fetser 3, Pauzuolis, Thiede 3

TuS N-Lübbecke – SV Post Schwerin 23:28 (11:13)

Post Schwerin gelang mit einem deutlichem 29:23 gegen den Erstligisten TuS N-Lübbecke die erste Sensation des diesjährigen Handball Sparkassen Cups. Von der ersten Minute an zeigten die Mannen um Coach Norbert Henke, dass sie diese Partie äußerst konzentriert angehen würden und mit einer mit einer offensiven Deckung die Erstligisten in Bedrängnis bringen wollten. Dieses gelang in der ersten Viertelstunde sehr erfolgreich. Erst in der 11. Minute traf Lübbecke zum ersten Mal. Herausragend auf Schweriner Seite war Torhüter Dennis Klockmann. Mit sage und schreibe 23 Paraden brachte er die Angreifer der Erstligisten immer wieder zur Verzweiflung. Schon zur Halbzeit führte Post Schwerin mit 13:11. Wer gedacht hätte, dass Lübbecke in der zweiten Hälfte die Oberhand gewinnen würde, sah sich getäuscht. Ganz im Gegenteil, Schwerin baute den Vorsprung weiter aus und hatte in Alexander Ladig (8) und Sven Thormann (8) die herausragenden Torschützen. In der 51. Minute verkürzte Lübbecke nochmals auf 20:23, musste aber letztendlich eine deutliche Niederlage in Kauf nehmen. In den Schlussminuten begann Schwerin sogar noch zu zaubern und erzielte mehrere Tore mit überraschenden Angriffsvarianten und Kempa-Tricks.

TuS N-Lübbecke

Friedrich, Fölser 3, Szymanski, Greiner, Kokir, Sudzum, Mraz 2, Tonnesen 6/3, Hermann 3, Hartmann, Olafsson 2, Iakob 1, Remer 2

SV Post Schwerin

Klockmann, T. Wild, S. Prothmann, S. Wild 4 , A. Witt, Riediger 1, Evora, Rauch, J. Prothmann, Bahr 4, Wilk 2, Heinze, Ladig 8/2, Schwarzer, S. Witt 2, Thormann 8/2, Finkenstein, Klöfken

TBV Lemgo – TUSEM Essen 33:30 (16:16)

In einer temporeichen Begegnung verlief die erste Halbzeit sehr ausgeglichen. Allerdings gab hier TBV-Coach Volker Mudrow seiner zweiten Garde Spielpraxis. Diese konnte die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen und TUSEM Essen bot den Favoriten aus Lemgo Paroli, insbesondere Evars Klesniks mit 13 Treffern hielt den Zweitligisten im Spiel. Der 16:16 Pausenstand machte die Ausgeglichenheit der ersten Hälfte deutlich. Nach Wiederbeginn schickte Volker Mudrow seine populäre Besetzung aufs Feld. Florian Kehrmann, Christian Schwarzer und Markus Baur nahmen das Spiel sofort in die Hand und führten Lemgo zu einem 33:30 Erfolg. Trotzdem Essens Torhüter Daniel Gerrit Eijlers einige tolle Paraden zeigte, konnte er die Niederlage seines Teams nicht verhindern.

TBV Lemgo

Lichtlein, Zereike, Selke, Stephan 7, Preiß 6, Schwarzer 4, Hallgrimsson 1, Hegemann, Schröder, Kehrmann 2, Binder 2, Mocsai, Baur 1, Geirsson 2, Jicha 8

TUSEM Essen

Tihanovis, Eijlers, P. Busjan, Kaiser, Sharnikau, Dragunski 3, Sigfusson 6, Wozniak, Schmetz, Kalinowski, F. Busjan, Bondar, Kaluzinski, Busjan, Kalunzinski, Klesniks 13, Schütte 2, Tenberken, Casanova 6, Stary, Reiners, Schult

MT Melsungen – Wilhelmshavener HV 29:28 (13:16)

In einer engen Partie schlug die MT Melsungen letztendlich glücklich den Wilhelmshavener HV 29:28 (13:16). Wilhelmshaven, für die dieses Spiel bereits ein Endspiel war, fand anfangs besser ins Spiel und erzielte seine Treffer überwiegend aus dem Rückraum durch Linkshänder Behrends und Neuzugang Hribar. Bis zur Pause hatte sich der letztjährige Sieger der Relegation einen drei Tore Vorsprung herausgespielt, den sie auch nach dem Seitenwechsel behaupteten. Bis zum 25:21 aus Wilhelmshavener Sicht schien es als ließe sich Wilhelmshaven den Vorsprung nicht mehr nehmen, doch ab der 45. Minute holte Melsungen auf und konnte in der 54. Minute durch Petr Hruby zum 28:28 ausgleichen. Fünf Minuten lang konnte keine der beiden Mannschaften, in der von Rogerio/Nelson (Brasilien) sehr kleinlich geführten Partie, ein Tor erzielen. Das letzte und entscheidende Tor der Partie erzielte Michal Kraus für Melsungen, was gleichzeitig das Turnieraus für Wilhelmshaven bedeutete.

MT Melsungen

Djordjic, Musil, Brouko 1, Wöhler 1, Kurtchev 3, Kraus 2, Kontic 4, Hazl 7, Hruby 4, Stojanovic 6, Hütt, Sprem, Sanikis, Chalkidis, Kurtagic 1, Hynek, Balomenos

Wilhelmshavener HV

Weiner, Putera, Ljubanovic 3, Hribar 5, Liniger 4, Gylfason 1, Habbe 4, Schröder 4, Bedzikowski, Katzirz 1, Staszewski, Behrends 4, Rui, O. Köhrmann 2, C. Köhrmann

HSG Wetzlar mit Personalsorgen im Rückraum

WETZLAR. Nebojsa Golic (Rückenprobleme) und Timo Salzer (Oberschenkelverletzung) ist verletzt, und der gestrige Ersatzmann im Rückraum, Sebastian Weber, reiste heute zu einem Vorbereitungslehrgang für die Junioren-EM nach Österreich, so dass die HSG Wetzlar unter akuter Personalnot im Rückraum leidet.

Kurklinik Helenquelle in Bad Wildungen fiebert mit den Teams vom Handball-Sparkassen-Cup

BAD WILDUNGEN. Mit TUSEM Essen, GWD Minden, RK Gorenje Velenje und Eintracht Hildesheim haben gleich vier Mannschaften während des Handball-Sparkassen-Cups ihre Zelte in der Kurklinik Helenquelle in Bad Wildungen aufgeschlagen. Eine willkommene Abwechselung für die übrigen Kurgäste der Klinik. So fragte ein 94-jähriger Gast den Klinikleiter Norbert Weiss nach dem Abschneiden der einzelnen Teams und freute sich, dass am gestrigen ersten Spieltag des Turniers alle „Teams des Hauses“ als Punktgewinner zurückkamen. Kurioserweise hatten sich TUSSEM Essen und Gorenje Velenje ebenso Unentschieden (26:26) getrennt, wie GWD Minden und Eintracht Hildesheim (28:28). +++

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