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01.09.06 - Sport

TT BuLi: Maberzell empfängt morgen Düsseldorf - Interview Stefan FRAUENHOLZ

Das Duell zwischen Fulda und Düsseldorf am Samstag ist das einzige zweier ungeschlagener Mannschaften des Auftakt-Spieltags. Während Tündern gegen Frickenhausen ebenso in der Außenseiterrolle ist wie Jülich gegen Ochsenhausen, stehen Gönnern und Plüderhausen als Verlierer des ersten Spieltags unter Druck. Das gilt auch für Play-off-Kandidat Würzburg gegen Grenzau. Die Begegnung TTC RhönSprudel Fulda Maberzell – Borussia Düsseldorf um 16.00 Uhr morgen in der Wilmington-Halle wird von Fachleuten als "Spiel der Woche" eingestuft.

Spätestens durch den 6:4-Auftakterfolg in Gönnern hat sich der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell vom Überraschungsteam der vergangenen Rückrunde zu einem ernsthaften Play-off-Anwärter in der neuen Serie entwickelt (siehe dazu auch das Interview der Woche mit Fuldas Manager Stefan Frauenholz, Foto links). Trotzdem sieht Manager Stefan Frauenholz den Gegner in der Favoritenrolle. "Düsseldorf, Frickenhausen und Ochsenhausen waren für mich schon vor der Saison die Favoriten, und das 6:1 der Düsseldorfer hat das noch verstärkt. Dieser junge Japaner Mizutani muss ja unglaublich gut gespielt haben." Nach dem Sieg im Hessen-Duell traut der Manager seinem Team aber auch gegen Düsseldorf etwas zu.

"Vorne zwei, hinten zwei und ein Doppel", lautet sein Fahrplan zu einem 5:5, der deutlich macht, dass in Fulda längst nicht mehr alles mit Jan-Ove Waldner steht und fällt. Durch die Verpflichtung des Schweden Magnus Molin, der zum Auftakt zwei knappe Partien gegen Grujic und Gavlas gewann, ist der TTC hinten vielleicht sogar noch stärker als vorne. Auch vor Borussias neuem Spitzenspieler ist Frauenholz nicht bange. "Korbel mag der leichte Favorit sein", sagt der Manager und ergänzt in diebischer Vorfreude: "Auf das Spiel Feng Zhe gegen Korbel freue ich mich schon."

Bei Borussia Düsseldorf setzt man indes auf einen neuen Petr Korbel, der sich dem Vernehmen nach in Würzburg zuletzt überhaupt nicht mehr wohl fühlte. Der Rekordmeister hofft, genau den richtigen Spieler zum richtigen Zeitpunkt verpflichtet zu haben. Auch deshalb waren nach dem 6:1 gegen Würzburg alle von dem Tschechen begeistert. "Petr ist der absolute Führungsspieler, aber er kann auch nicht alles schultern. Ich kann und will auch Verantwortung übernehmen", sagt Chrille selbstbewusst – ohne abzuheben: "Ich werde sicher keine 18:7-Bilanz spielen, aber eine leicht positive Bilanz nehme ich mir wieder vor." Ob der Gegner nun Würzburg oder Fulda heißt - für Süß ist klar: "Bei der Borussia geht es immer um Titel. Wir wollen mitspielen, wenn es um etwas geht."

Der zweite Spieltag:

Sa. 02.09. 16:00 Uhr TTC RhönSprudel Fulda Maberzell - Borussia Düsseldorf

So. 03.09. 14:00 Uhr TSV Schwalbe Tündern - TTC Frickenhausen

So. 03.09. 15:00 Uhr Müller Würzburger Hofbräu - TTC Zugbrücke Grenzau (in Marpingen/Saarland)

So. 03.09. 17:00 Uhr TTC SIG Combibloc Jülich - TTF LIEBHERR Ochsenhausen

So. 03.09. 17:00 Uhr TTV Gönnern - SV Plüderhausen

Der nächste Spieltag:

Fr. 08.09. 19:00 Uhr Borussia Düsseldorf - TTV Gönnern :

Fr. 08.09. 19:30 Uhr SV Plüderhausen - TSV Schwalbe Tündern :

Sa. 09.09. 19:00 Uhr TTF LIEBHERR Ochsenhausen - Müller Würzburger Hofbräu :

So. 10.09. 15:00 Uhr TTC Zugbrücke Grenzau - TTC RhönSprudel Fulda Maberzell :

So. 10.09. 16:30 Uhr TTC Frickenhausen - TTC SIG Combibloc Jülich

"Wir haben keinen Schwachpunkt mehr"

Interview mit Stefan Frauenholz,

Manager des TTC RhönSprudel Fulda Maberzell

Der TTC RhönSprudel Fulda Maberzell hat zum Auftakt da weitergemacht, wo er in der vergangenen Saison aufgehört hat. Das erfolgreichste Team der Rückrunde gewann das Hessen-Duell beim TTV Gönnern mit 6:4, obwohl der Champions League-Sieger in Bestbesetzung, also mit Timo Boll, angetreten war. Im Interview der Woche spricht Manager Stefan Frauenholz über die Ambitionen des Klubs, den immer noch unwiderstehlichen Jan-Ove Waldner und das Ziel, Fulda auch mittel- und langfristig in der Bundesliga zu etablieren.

FRAGE: Wenn man sich die vergangene Rückrunde und das erste Spiel der neuen Serie anschaut, ist Fulda die Nummer eins in Deutschland…

FRAUENHOLZ: "Wir haben in der Rückrunde eine sagenhafte Serie hingelegt und nahtlos daran angeknüpft. Mit Boll ist Gönnern eine starke Mannschaft, gegen die man nur gewinnen kann, wenn alle Spieler hinter Boll zusammen nur einen Punkt holen, und genau das ist uns gelungen."

FRAGE: Vor der Saison waren Sie recht zurückhaltend, was die eigenen Ambitionen angeht. Muss so eine starke Mannschaft, erst recht nach diesem Start, nicht die Play-offs anpeilen?

FRAUENHOLZ: "Ich war zurückhaltend, das stimmt. Aber ich habe auch gesagt, dass wir in der Form der Rückrunde jede Mannschaft schlagen können, wenn wir von Verletzungen verschont bleiben. Gegen Düsseldorf können wir das am Samstag ja schon wieder testen."

FRAGE: Jan-Ove Waldner hat mit fast 41 Jahren Timo Boll in den fünften Satz gezwungen. Dann muss er sehr gut gespielt haben – oder täuscht der Eindruck?

FRAUENHOLZ: "Auf keinen Fall. Er ist immer noch ein Genie, und wenn so viele Zuschauer da sind und es gegen große Namen geht, ist er besonders motiviert und man kann gar nicht glauben, wie gut er immer noch spielen kann. Gegen Boll hat er beim Wechsel im fünften Satz sogar noch 5:4 geführt, und Roßkopf sah gegen ihn wie ein Schuljunge aus, der das erste Mal einen Schläger in der Hand hat. Dabei hat Waldner nur einmal am Tag trainiert. Er hat gesagt, das sei besser, weil ihm sonst vielleicht wieder etwas wehtun würde."

FRAGE: Feng Zhe steht Waldner aber nicht viel nach…

FRAUENHOLZ:"Er hätte ja auch fast gegen Boll gewonnen; die ersten drei Sätze gingen alle in die Verlängerung. Er ist bei uns ein harter Kämpfer geworden."

FRAGE: Jörg Schlichter hat seine Bundesliga-Feuerprobe schon in der letzten Saison mit Bravour bestanden und jetzt ein knappes Match gegen Gavlas gewonnen. Wie ist ihr Eindruck vom ersten Auftritt des Neuzugangs, Magnus Molin?

FRAUENHOLZ: "Sehr gut. Ich glaube, dass es wichtig war, dass er die knappen Partien gegen Grujic und Gavlas gewonnen hat. Er hat in den entscheidenden Momenten die Nerven behalten."

FRAGE: Dann hat Fulda keinen Schwachpunkt mehr…

FRAUENHOLZ: Ich sehe eigentlich auch keinen, wenn wir komplett sind."

FRAGE: Deshalb noch mal die Frage: Muss eine solche Mannschaft nicht zumindest die Play offs anvisieren?

FRAGE: Natürlich sind die Play-offs ein Ziel. Ob wir es dann schaffen oder nicht, wird sich zeigen."

Alle Informationen gibt’s auch auf den Internetseiten der Tischtennis-Bundesliga (www.tt-bundesliga.de) und des Deutschen Tischtennisbundes unter www.tischtennis.de +++

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