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05.09.06 - Fulda

"Herausragende Jugendarbeit und sportliche Erfolge" - Kanu-Club erhielt Förderpreis

Die Wildwasser-Kanuten des Kanu-Clubs Fulda sind von der Dresdner Bank und dem Olympischen Sportbund (DOSB) mit dem "Olympischen Band für vorbildliche Talentförderung im Verein" ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung - die heute Nachmittag übergeben wurde - gilt als der bedeutendste Nachwuchsförderpreis des deutschen Sports: die Fuldaer Kanuten erhalten ihn aufgrund ihrer herausragenden Jugendarbeit, die zu zahlreichen Erfolgen geführt hat, darunter hervorragende Ergebnisse bei den Deutschen Meisterschaften und ein 5. Platz von Johannes Braun bei den Weltmeisterschaften. Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller, der zum gratulieren gekommen war, zeichnete bei dieser Gelegenheit den 12-jährigen Julius Stark mit dem Dajek-Knittel-Preis aus. Diesen Preis hat vor 11 Jahren der damalige Oberbürgermeister Hamberger gestiftet.

Der Leiter der Fuldaer Filiale der Dresdner Bank, Holger Reuschling, überreichte das "Grüne Band" in Form einer Skulptur und der damit verbundenen Förderprämie von 5.000 Euro. "Wir sind stolz darauf, dass wir bereits im März das 20-jährige Jubiläum des 'Grünen Bandes' mit einem großen Fest in Frankfurt feiern konnten", sagte Reuschling. Seit 1986 seien rund 6 Millionen Euro an Jugendabteilungen in Sportvereinen geflossen, von denen mehr als 160.000 Kinder und Jugendliche profitiert hätten. Jedes Jahr würden 70 Vereine in ganz Deutschland mit dem "Grünen Band" ausgezeichnet.

Bei dem Fuldaer Verein sei die Jury von der "Innovations- und Kooperationsfähigkeit sowie von der modernen Vereinsführung und -entwicklung" überzeugt gewesen. Das Hauptaugenmerk gelte im Fuldaer Kanu-Club der Jugendarbeit: Mehr als 20 Trainer kümmerten sich um das Training auf dem Fulda-Fluß im Breiten- und in Leistungssport in einer Sportart, die eine nichtolympische Disziplin im Kanusport darstelle. Besonders die Erfolge der Wildwasser-Rennteams könnten sich sehen lassen.

Durch den "Fulda-Express" mit den sechsmaligen Weltmeistern im Wasserrennsport, Andreas Dajek und Ulrich Knittel, habe sich der Kanu-Club zu einem der erfolgreichsten Vereine in dieser Sportart entwickelt. Seit vielen Jahren sei der Kanu-Club Landes- und Bundesstützpunkt in dieser Disziplin. Zahlreiche Talente gebe es im Juniorenbereich. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen werde gepflegt: In Ganztagsschulen gebe es entsprechende Arbeitsgemeinschaften.

Der Vorsitzende des Kanu-Clubs, Harald Piaskowski, dankte für die Auszeichnung und äußerte die Hoffnung, dass sein Club die Fulda weiterhin nutzen könne. Seit April seien 20 neue Mitglieder hinzugekommen, hauptsächlich Jugendliche. Insgesamt hat der Verein 292 Mitglieder, davon 107 Kinder und Jugendliche. Der Vizepräsident des Deutschen Kanuverbandes und Präsident des Hessischen Kanuverbandes, Jens Perlwitz, brachte seine Verbundenheit mit den Fuldaer Kanuten und Fulda allgemein zum Ausdruck. Es sei schön, dass es Institutionen gebe, die ein Engagement wie das der Fuldaer Kanuten belohnten.

Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller unterstrich bei der Preisverleihung für Julius Stark, dass dieser sich nicht einmal von einem Kanu-Unfall habe entmutigen lassen. Seine ersten und zweiten Plätze bei hessischen und deutschen Meisterschaften seien beachtlich. Der Kanu-Club bedankte sich bei der Dresdner Bank mit T-Shirts und versprach eine Kanu-Tour für alle 25 Mitarbeiter der Fuldaer Filiale. (mgg) +++








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