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Siegerehrung für den Gesamtplatz - Alle Fotos: ring-foto.de

242 / tausendstel Sekunden fehlten Alexander Dörfler (Hünfeld) ....

05.10.06 - Sport 4

242/1000 Sekunde fehlte für BRONZE - Alexander DÖRFLER auf Kart erfolgreich

Alexander Dörfler (Hünfeld, Kreis Fulda) konnte am Wochenende Platz 5 Punktgleich mit Platz 3 und 4 beim Bundesendlauf der ADAC Kartmeisterschaft 2006 in Schaafheim erfolgreich behaupten. Durch seine Rennergebnisse in der Region Mitte, in der er mit Platz 4 abgeschnitten hatte, war er unter allen Fahrern in der Klasse aus Deutschland auf Platz Nummer 10. Daher ergibt sich auch die Starnummer am Bundesendlauf.

Alexander Dörfler, der bereits am Donnerstag nach Schaafheim reiste, um diverse Einstellungen am Kart zu testen, stellte sich auf ein hartes Rennwochenende ein. Bereits am Donnerstag drehte Alexander die ersten Runden mit seinem Tony-Kart in Schaafheim. Sein Ziel war es, sich in seiner Klasse der Bambini A unter den 25 besten Fahrern aus ganz Deutschland einer der obersten Plätze zu sichern.

Am Freitag wurden insgesamt fünf Trainingssitzungen gefahren, um das Kart optimal einzustellen. Am Samstag wurden dann das freie Training und zwei Rennen gefahren. Aus dieser Punktzahl der beiden Rennen wurde die Startposition für die beiden Bundesendläufe am Sonntag errechnet.

Im ersten Rennlauf am Freitag startete Alexander Dörfler von Platz 8 und konnte sich auf Platz 5 vorfahren. Im zweiten Lauf startete er wieder von Platz 8. Kurz nach dem Start in der zweiten Kurve, wurde Alexander Dörfler von hinten stark attackiert, so dass das Kart von der Rennstrecke abkam. Nachdem das komplette Feld durchgefahren war, begann die Aufholjagd vom letzten Platz bis zur Schadensbegrenzung. Hierbei gelang es Alexander Dörfler noch auf Platz 11 vorzufahren. Beide Ergebnisse reichten dann für die Startposition 12 im 1. Hauptrennen am Sonntag.

Durch sehr starke Regenfälle in der Nacht zum Sonntag musste das Kart von Trocken auf Regen umgebaut werden. Die Bahn trocknete im Laufe des Vormittags wieder leicht ab, war jedoch durch die Nässe noch rutschig.

Die Rennleitung hat zu diesem Zeitpunkt die Reifenwahl, Trocken oder Regenreifen (die so genannten Wetrace Bedingungen) freigestellt. Die Entscheidung des Teamleiters Oliver Brauer Schmitt, das Rennen mit Regenreifen zu fahren, erwies sich als richtig. Auch wurde hier noch einmal die Übersetzung geändert. Hier kam Alexander, der mit seiner Regenabstimmung des Karts ein Gesamtgewicht von 113,4 kg (Kart + Fahrer)hatte, sein Übergewicht zu Gute, und eine nasse Strecke liebt Alexander sowieso. Das Normalgewicht in dieser Klasse beträgt minimal 108 kg für Fahrer und Kart.

Durch eine sensationelle Aufholjagd und packenden Überholmanövern gelang es Alexander Dörfler in „Schumi-Manier“ bis auf Platz 3 vorzufahren. Bei der Zieldurchfahrt fehlten ihm nur 242 / 1000enstel Sekunden für Platz 2. Wenn das Rennen noch eine Runde länger gewesen währe, hätte es bestimmt auch für den 2. Platz gereicht. Nach der Punkteverteilung währe Dörfler dann auf Platz 3 in Deutschland gelandet.

Das Kart wurde zwischenzeitlich wieder auf die Trockenabstimmung eingestellt und Alexander startete das 2. Rennen von Startposition 3 aus. Leider konnte Alexander sich den Vorteil der Innenstartseite nicht zu Nutze machen, da er bereits in der 1. Kurve von beiden Seiten attackiert wurde. Somit hatte Alexander nur noch ein Ziel vor Augen, sein Kart auf der Strecke zu halten und weitere Zusammenstöße, die einen technischen Schaden oder im schlimmsten Fall einen Rennausfall zur Folge gehabt hätten, zu verhindern.

Aufgrund der erreichten Punktzahl ist Alexander Dörfler mit dem 3. und 4.platzierten Punktgleich. Alle haben je 28 Punkte in den beiden Rennen erfahren. Wenn bei mehreren Teilnehmern Punktgleichheit besteht, bekommt das 2. Rennen eine höhere Wertung. Durch diese Regelung rutschte Alexander in der Gesamtwertung dann auf Platz 5 obwohl Punktgleich mit Platz 3 und 4 besteht. Im Vergleich zum Bundesendlauf 2005, bei dem Alexander den 12. Platz belegte, ist eine deutliche Steigerung zu erkennen.

Alexander schaut nun auf 4 Jahre im Kartsport zurück, in den Jahren 2003 u. 2004 fuhr er im Yungstercup mit, wobei er in 2004 Hessenmeister in dieser Klasse wurde. Für den Yungstercup, gibt es keinen Bundesendlauf.

Im Jahr 2005 u 2006 fuhr er dann in der Klasse Bambini A, man nennt dies auch die Formel eins für Kinder, denn hier wird mit Zweitaktmotoren gefahren, die zwischen 7 und 9 PS haben. Geschwindigkeiten von ca. 90 KM in der Stunde sind nach Art der Rennstrecke keine Seltenheit. Bei dieser hohen Geschwindigkeit, einen Verfolger im Rücken, das eigen Motorengeräusch beachtend, mit Blick auf die nächste Kurve, eine Hand am Lenkrad, die andere am Vergaser, um dann noch die Einstellung des Vergaser zu verändern um auf den letzten Metern dem Motor die höchste Drehzahl (ca. 13.500 Touren) zu entlocken ist nicht immer leicht. Diese Bedingungen erreicht man dadurch, dass man den Vergaser im Highspeed Bereich etwas magerer dreht und er dadurch etwas weniger Benzin bekommt.

Alexander wird sich nun damit beschäftigen, in welcher Klasse er im Jahr 2007 fahren wird. Dies ist von vielen Faktoren abhängig unter anderem auch von den Sponsorn, ohne die Kartsport in dieser Klasse kaum möglich ist. +++


Alex mit gelbem Regenvisier


Siegerehrung nach dem 1. Rennen

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