Archiv

10.10.06 - Alsfeld

Sportbund künftig stärker gegen Doping - Bouffier für Erhalt der Sportwetten

Das Land Hessen und des Landesportbund Hessen wollen in Zukunft noch stärker gemeinsam gegen Doping im Sport kämpfen. Dies kam auch dem Sportbundtag in Frankfurt am Main am vergangen Samstag ganz deutlich zum Ausdruck und fand ein sehr positives Signal beim Vorsitzenden des Deutschen Olympischen Sportbundes, Dr. Thomas Bach, der diese Initiative deutlich begrüßte. Die öffentliche Förderung des Sports ist nur durch einen dopingfreien Sport zu rechtfertigen, stellte Sportminister Volker Bouffier heraus und Dr. Rolf Müller, wieder gewählter Vorsitzender des LSBH machte deutlich, dass der Sport und die Sportverbände in ihrem Anspruch auf Autonomie nur dann ernst genommen werden, wenn man sich klar und unmissverständlich gegen Doping vorgehe. Die gesellschaftliche Bedeutung des Sports für Erziehung und Bildung, seine Grundwerte, seine präventive Wirkung, der Grundsatz der Chancengleichheit, die Gesundheit der Athletinnen und Athleten sowie das öffentliche Ansehen des Sports machen einen konsequenten Kampf gegen das Doping notwendig, heißt es in der beschlossenen Erklärung auf dem Sportbundtag.

Gemeinsam auf dem Sportbundtag in Frankfurt: die beiden Sportkreisvorsitzende von Lauterbach – Werner Eifert – und Günther Krämer (Alsfeld) mit Vorstandsmitglied Gertrud Stehr (Mitte). Foto: Wächter/LSBH

Ein weiteres ganz wichtiges Thema sprach Hessens Innen- und Sportminister Volker Bouffier an. Das Thema Sportwetten. Der Sport und die Sportvereine, die er als wichtigste gesellschaftliche Gruppe in Hessen mit fast 8.000 Vereinen und 2,1 Mio. Mitglieder, das sind ca. 35 % der Bevölkerung, bezeichnete , müssten wissen, was in Sachen Liberalisierung der Sportwetten und damit Wegfall des Staatsmonopols dann letztlich passiert. Man entzieht damit dem organisierten Sports in den Sportvereinen die finanzielle Grundlage. Insgesamt setzt das Land Hessen aus diesen Mitteln fast 600 000 Mio. € in die Förderung des Sports und weiterer gesellschaftlicher gemeinnütziger Vereine und Gruppen ein. Das entfalle auf einen Schlag, führte Staatsminister Volker Bouffier aus. Und niemand, der heute vehement die Liberalisierung der Sportwetten fordert, solle sich nachher darüber beschweren, dass diese Mittel dann in der Unterstützung für Sport und Gesellschaft fehlen. Er als Sportminister werde dafür „politisch kämpfen“, dass die derzeitige Struktur der Sportwetten erhalten bleibt. Aber Hessen sei nur eines von 16 Bundesländern.

Im weiteren Verlaufe des Sportbundtages wurde auch für den Bereich der Sportkreise eine wichtige Satzungsänderung beschlossen: § 2 (5). „Die grenzen der Sportkreise sollten den räumlichen Grenzen der Landkreise und der kreisfreien Städte Hessens entsprechen“ lautet der neue Text; früher hieß es lapidar. „Für die gebietliche Einteilung und deren Änderung ist der Hautausschuss zuständig, der auf Antrag der beteiligten Sportkreise entscheidet.

Der neue Sportkreisvorsitzende Werner Eifert (Lauterbach, links), Sportkreisvorsitzender Günther Krämer Alsfeld und Schatzmeisterin Gertrud Stehr, die an dem Sportbundtag in Frankfurt teilnahmen, sahen in der fast einstimmigen Beschlussfassung (nur 7 Gegenstimmen) eine Bestätigung ihrer seitherigen Bemühungen nach einen möglichen Zusammengehen der beiden Sportkreise Alsfeld und Lauterbach. Der Antrag zur Satzungsänderung wurde bereits in den gemeinsamen Sitzungen aller Sportkreise im Vorfeld des Sportbundtages diskutiert und beschlossen.

Im Bericht des Vize-Präsidenten Rolf Hocke (Wabern), gleichzeitig auch Vorsitzender des HFV, kam zum Ausdruck, dass die Vereinsförderungsmaßnahmen rechtzeitig vom Präsidium beschlossen und die Maßnahmen bewilligt wurden. Die 6-Monat-Warte-Frist konnte auch gewahrt bleiben; allerdings ist der Stundesatz bei der Übungsleiterbezuschussung von 1,25 auf 1,23 €/Stunde reduziert worden. Dies deshalb, weil gegenüber dem Jahre 2005 fast 60.000 Übungsleiterstunden mehr abgeleistet worden sind.

Die Ehrlichkeit der Bestandsmeldungen der Sportvereine an den Landessportbund lasse leider in vielen Fällen zu wünschen übrig. Vielfach musste festgestellt werden, dass Meldungen, die als Grundlage für eine Bezuschussung abgegeben werden eine andere Zahl aufweisen, als Meldungen zur Abgabe von Mitgliedsbeiträgen an den LSBH. Das soll jetzt im Wiederholungsfall ganz hart „verfolgt“ werden. Dazu wurde die Satzung geändert. Das Präsidium kann im Einzelfall eine Strafe bis zu 3000 € verhängen und im Wiederholungsfall den Verein aus dem LSBH ausschließen. Es geht einfach darum, stellte Präsident Dr. Rolf Müller fest, dass wir den Vereinen nicht nur Recht einräumen, sondern sie als Mitglied der Gemeinschaft auch an ihren Pflichten messen. Die wenigen „schwarzen Schafe“ müssen wissen, was sie erwarten kann. (gk) +++

Über Osthessen News

Kontakt
Impressum
Cookie-Einstellungen anpassen

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Mediadaten

Werbung
IVW Daten


Service

Blitzer / Verkehrsmeldungen Stellenangebote
Gastro
Mittagstisch
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage

Social Media

Facebook
Whatsapp
Instagram
TikTok

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön