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Golf und Erholung - das neue Programm präsentierten (von rechts) Dr. Stefan Arend, Steffi Heilig und Wigbert Biedenbach - Foto: S. Haustein

Kleiner Ball auf weitem Grün - der Platz des Golfclubs Praforst soll künftig viele tausend Besucher (mehr) anlocken - Foto: Max Colin Heydenreich

08.11.06 - Hünfeld

"Aufschwung für Golf, Tourismus und Region zugleich" - Neue Kooperation

“Das Wichtigste überhaupt ist der Schwung“, sagt der Präsident des Golfclubs Praforst, Wigbert Biedenbach. Und was für den Sport mit kleinen weißen Bällen auf weitem grünem Gelände gilt, kann gerade für zukunftsorientierte Firmen nicht falsch sein. Deshalb wollen das Konrad Zuse Hotel in Hünfeld und der Golfclub Praforst ihren unternehmerischen Schwung verbinden und haben eine enge Kooperation vereinbart. Die Projekte - spezielle Pauschalprogramme für Hotelgäste, Benefizturnier oder ein Golftag mit Prominenten wie Marc Girardelli, Sissy de Mas, Sepp Ortmaier oder Klaus Wolfermann - sollen nicht nur den nationalen Bekanntheitsgrad von Golfclub und Zuse Hotel steigern.

„Unser Engagement wird sich auch positiv auf die konjunkturelle Belebung der Stadt Hünfeld und darüber hinaus der umgebenden Region auswirken. Golf und Erholen - damit wollen wir im ersten Jahr schon die magische Zahl von 1.000 zusätzlichen Gästen hier her holen; das wird dem Marketing Hünfelds und der kommunalen Prosperität auch gut tun“, erläuterte Hotel-Geschäftsführer Dr. Stefan Arend. Schon im Jahr 2005 seien einige hundert Hotelgäste ausschließlich wegen des Golfplatzes nach Hünfeld gereist. Die neue Zusammenarbeit - so Hotelmanagerin Steffi Heilig - habe sich geradezu angeboten: „Praforst ist als schönster Golfplatz Hessens mit 4 Sternen zertifiziert und wir sind das schönste 4-Sterne-Hotel in Hessen - da können wir doch wirklich 8-fachen Genuss anbieten.“

Das neue Programm für die Vermarktung legten Wigbert Biedenbach, Steffi Heilig und Dr. Stefan Arend bei einem Pressegespräch im Konrad Zuse Hotel in Hünfeld vor. Der Flyer wurde in einer Startauflage von 5.000 Stück gedruckt und bundesweit - an wichtige Personen aus der Veranstalter-Branche, Direktvermarkter für Golfangebote, Hotelgäste, Firmen und Medien - verteilt. Die Pauschalprogramme mit unterschiedlicher Aufenthaltsdauer - Wochenende, 5 Tage oder 8 Tage - richten sich sowohl an Anfänger als auch Fortgeschrittene, beinhalten täglichen Golfunterricht mit qualifizierten Trainern, Transfer vom Hotel zum Platz, Lehrmaterial und im Hotel Übernachtung, Vital-Frühstücksbuffet und festliches 3-Gang-Menü für die Aufenthaltszeit.

Ein „Superclou“ ist für die drei Planer die Offerte „In 8 Tagen zur DGV Platzreife“. Was Nicht-Golfer nicht wissen können: man kann nicht einfach auf einen Golfplatz spazieren und sagen „Na probier ich das halt mal“. Fast alle Golfplätze in Deutschland verlangen vorm Abschlag den „Führerschein“, die so genannte Platzreife, für die Grundkenntnisse des Sportes, Einblick in das ausgefeilte Regelwerk, Etikette unter den Spielern und Verständnis für den Kurs vermittelt wurden. „Normalerweise dauert es für Anfänger Monate, bis sie Platzreife erreichen. Uns ist klar: in 8 Tagen ist das natürlich ein Crash-Programm - aber für Menschen mit normaler Kondition zu schaffen,“ erläuterte Golfclub-Präsident Biedenbach.

Natürlich kann man in diesen „durchaus anstrengenden“ 8 Tagen auch testen, wie’s mit der eigenen Begeisterung für den Golfsport steht. Deshalb könnte das Angebot nicht nur für Touristen aus fernen Gegenden interessant sein, sondern auch für „Einheimische“ - die dann auch, wenn sie die Leidenschaft fürs golfen entdeckt haben sollten, Mitglied im Golfclub Praforst werden können. Denn ein Ziel eint Club und Hotelführung auch: den Sport Golf einer noch größeren Bevölkerungsgruppe zugänglich zu machen.

„In Deutschland gibt es 600.000 Golfer - und das Image, dass man für diesen Sport reich sein muss, ist ganz falsch“, betont Biedenbach. In England und den USA sei Golf ein Sport, dem ganze Familien gemeinsam frönten „von 8 bis 80“. Neben den wachsenden Golf-Angeboten in Urlaubsdestinationen gebe es auch - vor allem in Großstädten - immer mehr öffentliche Plätze von Kommunen.

Der Golfclub Praforst hat 1.500 Mitglieder, etwa ein Drittel aus der heimischen Region und 1.000 aus ganz Deutschland. Wenn nun jährlich über die neue Kooperation mindestens 1.000 weitere Golfer nach Hünfeld geholt werden, reicht für wachsenden Andrang denn dann die Kapazität? „Die Initiatoren der Anlage waren vor 10 Jahren ausgesprochen mutig und haben eine 27-Loch-Anlage errichtet - das kommt uns nun zugute“, antwortet Wigbert Biedenbach diplomatisch. Was der Clubpräsident im Klartext wohl meint: eigentlich war der Platz mit 110 Hektar Fläche, der für die Spielbahnen des 18-Loch-Kurses eine Länge von 6,5 Kilometern bietet, damals überdimensioniert angelegt.

Das vermeintliche Problem hat sich längst als Trumpfkarte erwiesen: der Club organisiert im Jahr 90 Turniere mit über 3.000 Spielern. Und die Besucher sind begeistert über den weitläufigen Platz für lange Distanzschläge, die drei verschiedenen Rundkurse und die natürliche „Freiheit“ der Landschaft. Stolz ist der Club auch auf die große Zahl der Abschlagplätze - 130 Turnierteilnehmer können sich parallel einspielen -, die 8 überdachten Abschlagboxen und das Flutlicht an der Driving range, das späte Spiele ermöglicht: „Damit sind wir unter den Top 5 Angeboten in Deutschland“, sagt Biedenbach.

Vielleicht auch deshalb sei Weltspieler Bernhard Langer schon zweimal in Hünfeld gewesen und gehöre Fritz Wepper zu den Stammgästen. Also doch „Promis“? „Auf dem Golfplatz zählt das Spiel, für manche das Handicap, für die meisten die Freude an sportlicher Betätigung an frischer Luft in schöner Umgebung - und die oft persönlichen Gespräche während eines Kurses. Zur Golf-Etikette gehört auch, dass die Teilnehmer eines >Flights< (Platzdurchgangs) danach gemeinsam noch zusammensitzen,“ schildert der Clubpräsident.

Den nationalen Aufschwung des Golfplatzes in der Praforst habe jahrelang nur eines gebremst: das Fehlen eines adäquaten Hotels, in dem sich Touristen, aber auch die Club-Mitglieder aus ganz Deutschland bei einem Besuch ihres "Heimatplatzes" komfortabel wohl fühlen könnten. Aber die Zeiten sind ja nun vorbei - und einer steilen Karriere der neuen „Sport-Erholungs-Partnerschaft“ zwischen Konrad Zuse Hotel und Golfclub Praforst ist kein Stein - oder besser - kein Ball mehr in den Weg gelegt.

Gabriele Weigand-Angelstein +++


Golfer und die rund 1.000 Mitglieder des Clubs in ganz Deuschland finden hier im ... - Fotos (2): St. Fleischer

...Konrad Zuse Hotel laut Wigbert Biedenbach "endlich angemessenes Quartier"


So sieht aus der Luft der 110 Hektar große Platz aus... - Foto: Wolfgang Habermehl

....den die Golfanlagen Praforst betreiben - Foto: Daniel Kister


Das neue Clubhaus der Praforst ist architektonisch ebenso interessant wie das Zuse Hotel - kein Wunder: hier wirkte derselbe Architekt, Charly Möller - Foto: St. Fleischer

Jährlich 90 Turniere finden statt - wie hier der Mehler-Cup im September 2006 - Foto: Max Colin Heydenreich


Viel Platz auf dem Platz - weil die Anlage bei ihrer Gründung "eigentlich" noch zu groß war... - Foto: Daniel Kister

...damals ein Nachteil - heute ein Vorteil - Foto: Max Colin Heydenreich


Hier kommen wir uns nicht so schnell "Ins Gehege", sagt der Clubpräsident, denn auch der Kursverlauf und die Organisation stimmten - Foto: Daniel Kister

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