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Im Kreisjugendheim Landenhausen lernten 12- bis 15-jährige Mädchen grundlegende Techniken der Selbstverteidigung - vor allem aber Methoden, das eigene Selbstwertgefühl deutlicher wahrzunehmen. - Vogelsbergkreis

20.11.06 - Landenhausen

"Ich kann mich wehren!"- Jugendamt bot Selbstbehauptungs-Seminar

"Ich will und kann mich wehren!" lautete die selbstbewusste Aussage von 12 Teenagerinnen, die vor Kurzem an einem Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungsseminar des Amtes für Jugend, Familie und Sport im Kreisjugendheim Landenhausen teilgenommen haben. Die Grunderkenntnis dieses aufschlussreichen Wochenendes: Gegenwehr schlägt die meisten Täter in die Flucht.

Während der Veranstaltung, die von Frauendezernentin Sylke Emmermann unterstützt wurde, erfuhren die Teilnehmerinnen grundlegende Aspekte der Selbstbehauptung und der Selbstverteidigung. Dazu gehörten neben dem Kennenlernen unterschiedlicher Kampfsporttechniken vor allem die Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen für ein sicheres und selbstbewusstes Auftreten. Ziel war es, die 12- bis 15-Jährigen dahingehend anzuleiten, dass sie sich ihrer eigenen Fähigkeiten bewusst werden. Denn wer sich kennt und weiß was er will, wehrt sich erfahrungsgemäß kraftvoller und glaubwürdiger gegenüber verbalen und auch körperlichen Angriffen anderer Menschen.

"Die Teilnahme an diesem Seminar kann natürlich nur ein erster Schritt in Richtung Selbstbehauptung sein. Selbstsicheres und selbstbewusstes Auftreten können die jungen Mädchen lernen, aber es ist ein Prozess, dessen Anfang darin besteht, sich mit Entschlossenheit zur Wehr setzen zu wollen. Selbstbehauptung beginnt im Kopf!", erklärte Sylke Emmermann. Auch im kommenden Jahr werden die Jugendförderung und das Jugendbildungswerk des Vogelsbergkreises in Zusammenarbeit mit der Dezernentin Emmermann mehrere Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungsseminare anbieten. Geplant ist auch ein Erweiterungskurs für die Mädchen, die in den letzten beiden Jahren bereits an einem der Anfängerkurse teilgenommen haben.

Nähere Informationen und Auskünfte sind erhältlich im Amt für Jugend, Familie und Sport bei Ellen Pitzer (Telefon 06641/977-443) oder Stephanie Post (06641/977-440). +++

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