Orthopädie-Klinikdirektor WÖRSDÖRFER leitet wissenschaftlich Tagung
FULDA. Der Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Fulda, Professor Dr. Otto Wörsdörfer wurde - zusammen mit einem Fachkollegen - die Wissenschaftliche Leitung eines Kongresses, der heute und morgen in Hamburg stattfindet, übertragen. Die medizinische Fachtagung unter dem Titel "Immer kleiner - immer besser?" und wird von der Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik (AE-Kongress) veranstaltet. Es geht um endoprothetischen Ersatz des Hüftgelenkes, der zu den erfolgreichsten Operationen in der orthopädischen Chirurgie gehört. Professor Wörsdörfer teilte dazu mit, Ziel des 8. AE-Kongresses sei es, den boomenden Markt des Oberflächenersatzes am Hüftgelenk kritisch zu betrachten und in einer Standortbestimmung, gemessen an den differenzierten Ergebnissen der schaftverankerten Prothetik, einzuordnen.
Der AE-Kongress beleuchte somit die Fragestellung, ob neue Technologien und neue Endoprothesen, wie der Oberflächenersatz, entwickelt werden müssten, um eine Optimierung herbeizuführen. Neben der Standortbestimmung würden von ausgewiesenen Fachleuten die Prinzipien des Oberflächenersatzes sowie technische Details und mittelfristige Ergebnisse dargestellt. In Workshops bestehe für die Kongressteilnehmer zudem ausreichend Gelegenheit, die zur Zeit gängigen Implantate kennen zu lernen.
Abschied nach 30 Jahren Volkshochschul-Kursen: Helmut HÖHL
POPPENHAUSEN. Nach 30 Jahren Kursleitertätigkeit für die Volkshochschule (vhs) des Landkreises Fulda wurde Helmut Höhl aus Poppenhausen offiziell verabschiedet. Im Rahmen der Verabschiedung bedankten sich Michael Friedrich, Leiter der vhs, und Walter Bernhardt, vhs-Zweigstellenleiter Poppenhausen, bei Höhl für seinen jahrzehntelangen Einsatz mit einer Urkunde und einem Buchgeschenk.
Im Jahr 1976 wurde Höhl erstmals als Kursleiter für Skikurse eingesetzt, die zu dieser Zeit noch mehrfach im Winter angeboten wurden. Helmut Höhl erinnerte sich, dass er in den ersten Jahren in Hünfeld vor einer Schar von 120 Teilnehmern gestanden habe, ein für einen Skikurs sehr hohe Teilnehmeranzahl, die aber alle erfolgreich an seinen Kursen teilgenommen hätten. Im Laufe der Jahre kamen noch Kurse im Bereich Skigymnastik sowie Schwimmkurse für Kinder hinzu.
Seit einigen Jahren trug sich der inzwischen über 60jährige Kursleiter mit dem Gedanken, die Kursleitung an jüngere Kollegen abzugeben. In diesem bzw. im vergangenen Jahr war es dann soweit, dass mit der Poppenhausenerin Hanne Farnung eine gute und erfahrene Nachfolgerin für die Skigymnastik gefunden werden konnten. Die Kinder-Schwimmkurse werden inzwischen von Stefanie Buchroth aus Tann geleitet.
Obwohl Helmut Höhl immer noch „topfit“ ist, beendete er auf eigenen Wunsch seine Kursleitertätigkeit bei der vhs des Landkreises Fulda.
Herausragende Leistungen: Stadtsiegel für Josef "Seppl" JUNG
WÄCHTERSBACH. Groß und gelungen war - nach Angaben der Stadtverwaltung - die Überraschung für Josef ‚Seppl’ Jung. Der Wächtersbacher Bürgermeister Rainer Krätschmer hatte Josef Jung sowie den jetzigen Vorsitzenden des Musikzuges Wächtersbach Uwe Jung, beide mit Ehefrauen, zu einer Feierstunde geladen. „Ich habe alle Hebel in Bewegung gesetzt, aber konnte nichts in Erfahrung bringen“, sagte Josef Jung zu der vorbereiteten Überraschung. In Anwesenheit des Magistrats wurde Josef Jung für besondere Verdienste zum Wohle seiner Heimatstadt Wächtersbach das Stadtsiegel der Stadt Wächterbach verliehen. „Eine außerordentlich selten verliehene und hohe Auszeichnung“, sagte Bürgermeister Krätschmer in seiner Laudatio.
Die Leistungen seien kaum aufzuzählen: der langjährige Vorsitzende des heutigen Musikzuges Wächtersbach sei für den Verein und für seine Stadt "an vielen Ecken und Enden tätig" gewesen. „Ein Schaffer eben, der vieles bewegt und auf die Beine gestellt hat, zum Wohle seiner Heimatstadt“, würdigte der Bürgermeister. Jung, vielen als "Seppl" bekannt, sei seit 1967 in seinem Amt als Erster Vorsitzender des damaligen, noch unter dem Namen ‚Spielmann- und Fanfarenzug Wächtersbach’ bekannten Vereins, ein wichtiger Initiator der Verschwisterung mit der französischen Partnerstadt Châtillon sur Chalaronne und ein Mann, der sich stets für die Messe Wächtersbach - auch als langjähriges Mitglied der Messekommission - eingesetzt habe. Bereits 1988 wurde ihm der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen.
Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Koch überbrachte die Glückwünsche der Stadtverordnetenversammlung und bedankte sich mit einem Blumengruß bei Frau Erika Jung, die dem umtriebigen „Seppl“ immer zur Seite gestanden habe. „Wer mich kennt, weiß, dass ich solche Ehrungen gerne entgegen nehme, aber eher ein Mann bin, der im Hintergrund arbeitet und schafft. Nichts destotrotz freue ich mich sehr über diese Auszeichnung und bedanke mich hierfür recht herzlich“, sagte Josef Jung nach der Ehrung.
187 Bürger erstmals für sportliche und kulturelle Leistungen geehrt
FLIEDEN. „Flieden ist als sportliche Gemeinde weit über die Grenzen des Landkreises Fulda hinaus bekannt“, erklärte Bürgermeister Winfried Kreß während der erstmals in der Königreichsgemeinde durchgeführten Sportlerehrung. Als Veranstaltungsort sei, so Kreß, am Samstagabend ganz bewusst das Bürgerhaus in Schweben gewählt worden, „da wir in diesem Jahr 1.200 Jahre Flieden und Schweben feiern“.
Geehrt wurden aber nicht nur Sportler sondern auch Kleintierzüchter. „Die Vereine bieten den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre sportlichen und kulturellen Interessen auszuleben. Man darf aber auch die ehrenamtlichen Helfer und die Eltern nicht vergessen. Ohne deren Engagement wären die errungenen Erfolge nicht möglich gewesen“ so Bürgermeister Kreß, dem bei der Verleihung der Urkunden Fliedens Beigeordneter Winfried Happ sowie der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Winfried Stey, hilfreich zur Seite standen.
Geehrt wurden 46 Einzelsportler und 22 Mannschaften – insgesamt 187 Personen. Während sich die erwachsenen Sportler, abgesehen von der Urkunde, auch noch über eine Flasche Apfelschaumwein-Jubiläumssekt freuen durften, erhielten die Kinder und Jugendliche jeweils einen „Königreich-Gutschein“.
Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten Christof Müller am Keyboard und Sängerin Dagmar. +++