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- Fotos: Daniel Kister

Hallenchef Martin Gremm (links) mit Bürgermeister Dippel

18.12.06 - Fulda

Sprünge, Schritte & Pirouetten - Dippel eröffnete neue Esperanto-Eisbahn

"Früher konnte ich noch eine Drehung auf dem Eis, heute will ich das nicht mehr versuchen", lachte Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel heute vormittag bei der Eröffnung der Kunsteisbahn im Kongress- und Kulturzentrum. Zusammen mit Martin Gremm, Eventmanager des Hotels, traute er sich als erster auf die glatte Eisfläche im Esperanto-Hotel. Ab heute können Besucher auf der rund 800 Quadratmeter großen Eisfläche winterliche Kälte spüren, auf Kufen ihre Runden laufen oder - sofern sie dafür talentiert sind - Pirouetten drehen. Die weniger geübten Eiskunstläuferinnen und Läufer können in der Waideshalle noch acht Wochen üben. Bis zum 18. Februar hat der Eispalast geöffnet. Schlittschuhe können vor Ort ausgeliehen werden.

Zunächst wurde ein Netz dünner Gummischläuche, das ähnlich aussieht wie das „Gerippe“ einer Fußbodenheizung, auf dem Boden der Waideshalle des Kongress- und Kulturzentrums verlegt. In diesen Gummischläuchen zirkuliert eine Flüssigkeit, die sogenannte Sole. Dieses Wasser-Glykol-Gemisch wird von der SynEnergie GmbH - einem Tochterunternehmen des regionalen Energieversorgers Überlandwerke Fulda AG (ÜWAG) - mit einer Kältemaschine auf eine Temperatur von -10° Celsius gekühlt. Die Sole bleibt aufgrund ihrer besonderen Zusammensetzung flüssig und das Gummischlauch-Gerippe wird eiskalt. Nun werden die Schläuche mit Wasser bespritzt – so entsteht nach und nach innerhalb nur weniger Tage auf dem Hallenboden eine spiegelglatte Eisfläche. „Im Prinzip funktioniert das wie bei einem Kühlschrank oder einer Gefriertruhe“, erklärt Dipl.-Ing. (FH) Ludwig Montag, Geschäftsführer der SynEnergie GmbH, „nur dass unsere Kältemaschine hier im Kongress- und Kulturzentrum mit 240 Kilowatt kühlt – das ist vergleichbar mit der Leistung von rund 1.000 Haushaltsgefriergeräten.“

Das Ergebnis: Fuldas erste Freizeit-Kunsteisbahn, auf der große und kleine Schlittschuhfans ihre Runden drehen können. In der Waideshalle wird dann alles geboten, was zu einem Tag auf der Eisbahn dazu gehört: Die Tonanlage der Halle sorgt für die passende Musik, an der winterlich geschmückten Theke bekommt man Snacks und Getränke, und wer keine eigenen Schlittschuhe hat, kann den Verleihservice nutzen. Den Eispalast wird es bis zum 18. Februar geben. Dann muss der winterliche Zauber weichen und die mobile Schlittschuhbahn macht erst einmal wieder Platz für andere Veranstaltungen. Rund 80.000 Liter Eis müssen dann abgetaut und über zehn Kilometer Kühlschläuche aufgewickelt werden.

Bis es soweit ist, sind die Türen der Eisbahn in der Waideshalle täglich von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr, von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr und von 19:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 3,00 Euro. Jugendliche zahlen 2,00 Euro und Kinder bis 13 Jahre 1,50 Euro. "Ist das kalt hier", ärgerte sich Bürgermeister Dippel darüber, dass er seine Jacke im Auto vergessen hatte. Im Gegensatz zu den momentanen Außentemperaturen ist es auf der Schlittschuhbahn nämlich wirklich winterlich kalt. Also warm anziehen! +++


Passt? Passt! Schuhanprobe heute Morgen...





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