Die Europameisterschaft der behinderten Sportschützen wird in Deutschland ausgetragen. Ort der kontinentalen Titelkämpfe ist Suhl in Thüringen. Die Stadt in Deutschlands grüner Mitte erlebt die Wettkämpfe der behinderten Sportler vom 24. bis 28. Juli. Die Eröffnungsfest ist am 23. Juli, die Abschlussfeier nach den letzten Wettkämpfen am 28. Juli. Die Europameisterschaft in Suhl ist der letzte große Leistungsvergleich auf internationaler Ebene vor den Paralympics 2008 in Peking/China
Offene Europameisterschaft
Zu den Titelkämpfen im Schießsportzentrum Friedberg in Suhl werden Sportschützen aus der ganzen Welt erwartet. Der Veranstalter, die Arbeitsgemeinschaft European Shooting Championship 2007, rechnet für die offen ausgeschriebene Europameisterschaft mit 350 Starter aus 45 Nationen. Als Star der Titelkämpfe wird Jonas Jacobsson angekündigt. Der schwedische Ausnahmeathlet hat bereits an sechs Paralympics teilgenommen. In der griechischen Hauptstadt errang Jacobsson 2004 vier Goldmedaillen.
Auf einen Start in der deutschen Nationalmannschaft hofft die deutsche Goldmedaillengewinnerin von Athen, Luftgewehr-Paralympicssiegerin Manuela Schmermund (SG Mengshausen). Die 35-Jährige (Foto rechts beim Goldmedaillen-Sieg 2004 in Athen) aus dem Niederaulaer Ortsteil Mengshausen (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) muss sich ebenso wie die anderen Mitglieder der Bundesauswahl in den Ausscheidungen um einen Platz im deutschen EM-Team bewerben. In Suhl werden in 13 Gewehr- und sechs Pistolendisziplinen die Europameister und die Sieger in den weitweit offenen Klassen ermittelt.
Ein Bundesminister ist Schirmherr
Als Rollstuhlfahrer ist er selbst ein Betroffener: Dr. Wolfgang Schäuble. Der Bundesinnenminister, in dessen Ressort auch die Zuständigkeit für den Sport fällt, hat die Schirmherrschaft für die Europameisterschaft der behinderten Sportschützen im Juli im thüringischen Suhl übernommen. Dr. Wolfgang Schäuble schreibt:
"Als Schirmherr der Europameisterschaft im Sportschiessen der Behinderten 2007 übermittle ich den Sportlerinnen und Sportlern, ihren Trainern und Betreuern, allen Zuschauern und den Organisatoren sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern meine besten Grüße.
Es freut mich, dass dieser Wettkampf in Deutschland ausgetragen wird, und ich bin mir sicher, dass den Zuschauern hervorragende Leistungen geboten werden. Durch den so genannten "offenen Modus" nehmen auch Athletinnen und Athleten aus Nationen außerhalb Europas teil, was die Vielfalt und den Wettbewerb fördert. Das Turnier ist somit auch ein letzter großer Test vor den Paralympischen Spielen 2008 in Peking.
Als der für den Spitzensport zuständige Bundesminister bin ich mir der herausragenden Bedeutung des Leistungssports von Menschen mit Behinderung bewusst. Mit ihrem beeindruckenden Leistungswillen sind Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung Vorbilder für viele Menschen in unserer Gesellschaft.
Ich bin der festen Überzeugung, dass gerade die integrative Kraft des Sports sehr dazu beitragen kann, die Lebensqualität von Menschen mit und ohne Behinderung nachhaltig zu verbessern. Sport vermittelt Lebensfreude, weckt Selbstvertrauen, steigert die körperliche Leistungsfähigkeit und stiftet Kontakte zu anderen Menschen. Die Förderung des Leistungssports von Menschen mit Behinderung wird daher weiterhin ein Schwerpunkt der Sportpolitik der Bundesregierung sein.
Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich spannende Wettkämpfe und den erhofften Erfolg." +++