Highlander siegen im ersten Spiel der Relegationsliga zur Regionalliga Hessen, dem Hessenpokal, zu Hause ungefährdet gegen den ERC Pohlheim
Schon beim Warmlaufen zum ersten Heimspiel der Relegation zur Regionalliga Hessen wurde den Zuschauern das Kräfteverhältnisse der beiden Mannschaften deutlich vor Augen geführt. Trotz einiger verletzter Akteure und Jonas Höhl sowie Horst Feuerpfeil, die beide eine Spielstrafe verbüßten, waren die Highlander schon nominell deutlich überlegen.
Die Gäste konnten zwar mit etatmäßigen Stammspielern antreten, in Wiesbaden waren noch einige Akteure der zweiten Mannschaft aus Pohlheim eingesprungen, verletzungsbedingt standen aber nur 10 Feldspieler und ein Torwart auf dem Meldebogen der Pohlheimer, während der VERC 13 Feldspieler und 2 Torhüter aufbot.
Von der ersten Spielsekunde an entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor und die Highlander um ihren Kapitän Sven Naumann mussten einsehen, dass ein Spiel gegen einen extrem defensiv eingestellten Gegner vor allem eines braucht: Geduld. Doch statt die Gäste durch geschickt vorgetragene Spielzüge unter Druck zu setzen versuchten es die VERC-Akteure zu oft alleine und scheiterten am hervorragenden Gästegoalie Marc Stromberg. Im ersten Drittel fehlte oft nur der berühmte letzte Zentimeter, unterm Strich war die Torausbeute mit drei Toren jedoch viel zu gering. Den Torreigen für den VERC eröffnete Ernst Reschetnikow in der 7. Spielminute. Gleich zwei Treffer steuerte der, im ersten Drittel, glänzend aufgelegte Bastian Heinemann in der 10. Und 17. Spielminute zum Drittelstand von 3:0 für die Highlander bei.
Im zweiten Drittel erwarteten die Zuschauer eine Leistungssteigerung, wurden aber enttäuscht. Das Spiel verflachte zusehends und wurde immer wieder durch kleinere Fouls, welche vom Schiedsrichtergespann sehr penibel geahndet wurden, unterbrochen. Von Spielfluss konnte in der Mitte des Spiels keine Rede mehr sein und selbst allerbeste Chancen wurden genauso konsequent ausgelassen wie im ersten Drittel.
Die Highlander fuhren mehrere Fast-Breaks, konnten aber keines zu einem Torerfolg ummünzen. Im Gegenteil, gerade wieder vollzählig konnten die Gäste in der 32. Spielminute sogar den 1:3 Anschlusstreffer markieren. Dieser war durch einige Nachlässigkeiten der VERC-Abwehr gekennzeichnet und wurde, wenn auch etwas glücklich, vom Pohlheimer Spieler Holger Pöritsch im Highlander-Tor versenkt. Die Gäste gingen in dieser Phase des Spiels sehr aggressiv zu Werke, was mit diversen Zeitstrafen von den Schiedsrichtern quittiert wurde, so kam es, dass bereits Mitte des zweiten Drittels alle Feldspieler der Gäste mindestens einmal auf der Strafbank Platz genommen hatten.
Danach konzentrierten sich die Highlander allerdings und man merkte der Mannschaft an, dass sie nun eine deutlichere Entscheidung anstrebte. Die logische Konsequenz waren die Treffer 4 und 5 durch Falk Ozelis und Sven Naumann.
In der Kabine motivierten sich die Spieler offensichtlich noch einmal und boten den Zuschauern dann im Schlussdrittel durch nachlassende Kräfte der Gäste unterstützt ein wahres Feuerwerk der Torchancen und der Torerfolge. Mit neun Treffern war es das bislang torreichste Drittel in einem Heimspiel dieser Saison, so dass am Ende ein standesgemäßer 14:1 Sieg zu Buche stand mit dem alle VERC-Akteure sehr zufrieden waren.
Die Zuschauer freuten sich über die Reaktion der Mannschaft auf die enttäuschenden ersten beiden Drittel. Somit ist der Start in diese Runde gelungen und das Ziel “Pokalgewinn” kann weiter anvisiert werden.
Tore VERC: Falk Ozelis (4), Ernst Reschetnikow (3), Bastian Heinemann (2), Sven Naumann, Paul Schmelzer, Emanuel Grund, Holger Selenka und Alexander Roth je (1). Strafzeiten VERC: 18 + 10 Minuten Diziplinarstrafe sowie eine weitere 10 Minuten Diziplinarstrafe gegen Bastian Heinemann und eine 10 minütige Disziplinarstrafe gegen Holger Selenka
Tor ERC Pohlheim: Holger Pöritsch
Strafzeiten ERC Pohlheim: 22+++