Einige Vorentscheidungen dürften an diesem Wochenende in der Tischtennis-Bundesliga der Herren gefallen sein. Das 5:5 im Kellerduell zwischen Tündern und Jülich hilft keinem der beiden Teams wirklich weiter, nun spricht vieles dafür, dass beide Klubs auf den Abstiegsplätzen die Saison beenden. Immerhin verteidigte Jülich mit dem Remis seinen Vier-Punkte-Vorsprung auf Schlusslicht Tündern und kann damit hoffen, bei einem Aufstiegsverzicht des voraussichtlichen Zweitliga-Süd-Meisters FC Tegernheim in der Bundesliga zu bleiben.
Im Kampf um die Play-off-Plätze distanzierte der TTC Frickenhausen den Verfolger Müller Würzburger Hofbräu mit einem 6:4-Erfolg auf vier Minuspunkte. Der Titelverteidigte untermauerte seine Anwartschaft auf die Pole Position ebenso wie Borussia Düsseldorf (6:2 in Plüderhausen) und der neue Spitzenreiter TTC Zugbrücke Grenzau (6:4 in Jülich und 6:3 gegen Gönnern). Während sich Gönnern (ohne Timo Boll) mit jetzt 13:13 Punkten wohl schon aus dem Play-off-Rennen verabschiedet hat, wahrten die TTF Ochsenhausen ihre Minimalchance mit einem klaren 6:1-Sieg gegen Fulda.
Ochsenhausen gab gestern zwei Wochen nach dem schwarzen Wochenende (Champions-League-Aus in Charleroi und Niederlage in Würzburg) ein Lebenszeichen von sich. Ohne den erkrankten Adrian Crisan reichte es zu einem 6:1-Erfolg über den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, der seinerseits auf den nach China-Reise und Turnierstart in Saarbrücken entkräfteten Jan-Ove Waldner verzichtet hatte. Offenbar verkrafteten die Gastgeber, für die Jens Lundquist dreimal punktete und Dmitrij Mazunov mit seinem Sieg über Feng Zhe aufhorchen ließ, den Ausfall ihres Spitzenmanns besser als die Gäste das Fehlen des zuletzt starken Schweden. "Man hat heute gesehen, dass Lundquist, Gerell und Monteiro im leichten Aufwärtstrend sind. Und dass Mazunov vorne wenigstens einmal punkten kann, wenn Waldner nicht dabei ist, war mir klar", sagte TTF-Trainer Anders Johansson, der dem Trainingslager mit der deutschen Nationalmannschaft unter der Woche in Frankfurt viel Positives abgewann: "Zum einen hatten unsere Spieler hervorragende Trainingspartner, zum andern hat ihnen die Ablenkung gut getan."
Fuldas Manager Stefan Frauenholz ärgerte sich zwar ein wenig über "die verpassten Chancen von Feng Zhe und Magnus Molin zu einer 3:1-Führung" – stattdessen stand’s 3:1 für Ochsenhausen "und die Moral war gebrochen" – dennoch nahm er die Niederlage relativ gelassen: "Es war klar, dass es ohne Waldner schwer werden würde. Wir konzentrieren uns jetzt auf das ETTU-Pokal-Halbfinale gegen Würzburg, wo wir uns eine kleine Chance ausrechnen."
Der Spieltag:
Fr. 26.01. 19:30 Uhr TTC SIG Combibloc Jülich – TTC Zugbrücke Grenzau 4:6
So. 28.01. 14:00 Uhr TSV Schwalbe Tündern – TTC SIG Combibloc Jülich 5:5
So. 28.01. 15:00 Uhr TTC Zugbrücke Grenzau – TTV Gönnern 6:3
So. 28.01. 16:30 Uhr TTC Frickenhausen – Müller Würzburger Hofbräu 6:4
So. 28.01. 16:30 Uhr SV Plüderhausen – Borussia Düsseldorf 2:6
So. 28.01. 17:00 Uhr TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 6:1
Die nächsten Spiele:
Di 06.02. 19:00 Uhr TTC SIG Combibloc Jülich - TTC Frickenhausen
Fr 23.02. 19:00 TTC SIG Combibloc Jülich - SV Plüderhausen
So 25.02. 14:00 TTC RhönSprudel Fulda Maberzell - TTC Frickenhausen
So 25.02. 14:00 Borussia Düsseldorf - TTC Zugbrücke Grenzau (Stadthalle Hagen, Waserloses Tal 2 in 58093 Hagen)
So 25.02. 15:00 Müller Würzburger Hofbräu - TSV Schwalbe Tündern
So 25.02. 17:00 TTV Gönnern - TTF LIEBHERR Ochsenhausen +++