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05.02.07 - Alsfeld

"Nächste Runde knapp verpasst" - "ASS" Gastgeber bei Schulschachmeisterschaft

Ein ganzer Raum der Sekundarstufe II der Albert-Schweitzer-Schule in der Krebsbach ist voller Sechst- und Siebtklässler, sie sitzen sich paarweise and zwölf Tischen gegenüber, doch hört man kein lebhaftes Geschnatter, wie man es erwarten könnte: Der Raum ist erfüllt von einem angestrengten Schweigen, in dem nur das hektische Ticken der Schachuhren zu hören ist und das Klacken, wenn einer der Spieler seine Uhr anhält und die seines Gegners zu zählen beginnt. Die Schüler starren hochkonzentriert, ohne eine Miene zu verziehen, auf die Schachbretter, die vor ihnen aufgebaut sind, zwischen den Tischen wandern die Mannschaftsbetreuer umher und sehen ihren Schützlingen schweigend über die Schulter. Auf dem bild studiert der Alsfelder Bernd Miemelt aufmerksam die "Schlacht" auf dem Brett.

Es handelt sich um die zweite Runde der hessischen Schulmannschaftsschachmeisterschaften der Zwölf- und Dreizehnjährigen der Wettkampfklasse vier, die vor einigen Tagen stattfanden. Die Albert-Schweitzer-Schule, die in diesem Jahr Gastgeber in der Gruppe Osthessen war, trat gegen Schulschachmannschaften aus Bad Hersfeld, Bad Nauheim, Büdingen, Gedern und Wildeck an.

Die Mannschaften waren mit je vier Spielern pro Team aufgestellt. Jede Schule spielte gegen jede, es wurden also fünf Runden gespielt, wobei jedem Spieler genau 30 Minuten Bedenkzeit pro Schachpartie zu Verfügung standen. Während an einigen Tischen schon nach wenig mehr als zehn Minuten das Wort „Schach“ ertönte und das Spiel entschieden war, nutzten andere Spieler beinahe ihre gesamte Bedenkzeit, um die Partie zu einem Ende zu bringen. Nach drei Spielrunden wurde eine längere Pause eingelegt, in der sich die Schüler erholen konnten und mit ihren Mannschaftscoachs die Taktik für die nächste Runde besprachen.

Bis zur letzten Runde lief für die Albert-Schweitzer-Schule, die mit Jonathan Wege, Bernd Miemelt, David Lah und Marius Renz an den Start gegangen war, alles nach Plan, sie besiegten Büdingen und Gedern mit 2,5:1,5, Bad Hersfeld mit 3:1 und konnten gegen Wildeck sogar einen 4:0-Erfolg verbuchen. Doch in der fünften Begegnung mussten sich die Spieler aus Alsfeld Bad Nauheim mit 1:3 geschlagen geben. Damit fiel das Alsfelder Team hinter Bad Hersfeld und Bad Nauheim auf den dritten Platz ab und verpasste den Einzug in die nächste Runde, für die sich nur die ersten beiden Mannschaften qualifizieren. Die Entscheidung war äußerst knapp, „Irgendwo ein halber Punkt mehr und es hätte gereicht“, stellte Jens Schweisgut, Leiter der Schach AG an der Albert-Schweitzer-Schule und mit der Unterstützung von Marco Stein Organisator des Turniers in Alsfeld, am Ende enttäuscht fest.

An der Albert-Schweitzer-Schule wird Schach seit vier Jahren in Form einer Nachmittags AG angeboten. Wegen des großen Interesse von Seiten der Schüler ist nun eine zweite Schachgruppe in Planung, die dann von Marco Stein, dem zweiten Vorsitzenden des Alsfelder Schachvereins, übernommen werden soll. +++

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