Der Vorsitzende der SPD-Vogelsbergkreis, Manfred Görig (Bild), appelliert an die verantwortlichen Kommunalpolitiker vor Ort das Hallenbad in Mücke weiter zu betreiben, bis das Konzept des Fördervereins zur Sanierung und Kostensenkung vorgestellt und umgesetzt werden kann. Die Vogelsberger SPD macht sich darüber hinaus dafür stark, dass sich der Vogelsbergkreis finanziell an den Investitionen zum Erhalt des Hallenbades beteiligt. Dazu soll ein Ausgaberest in Höhe von 275.000 Euro aus dem Kreishaushalt 2006 verwendet werden, der als Zuschuss zu einem Sporthallenbau angedacht war und bisher nicht abgerufen wurde.
„Das Hallenbad in Mücke sollte durchgehend geöffnet bleiben, bis das Konzept des Fördervereins den örtlichen Kommunalpolitikern vorgestellt wird und die Sanierung dieser wichtigen Infrastruktureinrichtung beginnen kann“, appellierte Manfred Görig an die Adresse der politisch Verantwortlichen in der Gemeinde. Es sei wichtig, dass das Hallenbad in Mücke auch weiterhin erhalten bleibe und nicht jetzt nach dem Beschluss der Kooperation aus CDU/FWG/Grüne durch die Schließung zum 30. Juni gefährdet werde. „Das Hallenbad ist nicht nur für die zahlreichen Schülerinnen und Schüler im westlichen Vogelsbergkreis von enormer Bedeutung, die in Mücke das Schwimmen lernen“, erklärte der SPD-Unterbezirksvorsitzende.
Das Bad stehe für ein gutes Stück Lebensqualität in der Gemeinde und deren Einzugsbereich. Neben wassersportbegeisterten Bürgern aus Mücke und den umliegenden Gemeinden werde das Hallenbad auch von der DLRG Wasserwacht zu Trainings- und Ausbildungszwecken und zur Jugendarbeit genutzt. Görig befürchtet, dass durch eine überstürzte Schließung des Bades die Chancen für eine spätere Neueröffnung weiter schwinden. Daher sollten die Kommunalpolitiker in Mücke das Bad weiter geöffnet lassen, bis man das Konzept des Fördervereins in aller Ruhe diskutieren und eine Sanierung angehen könne.
Der SPD Kreisvorsitzende nennt das Engagement der Fördervereinsmitglieder vorbildlich und fordert eine ernsthafte Prüfung des Konzeptes und aller Möglichkeiten zu einem Weiterbetrieb des Hallenbades in Mücke. „Es ist wichtiger das Bad und damit eine intakte kommunale Infrastruktur zu erhalten, als vor Ort in Grabenkämpfen weiter darüber zu streiten, welche Gruppierung letztendlich Recht behält. Kommunalpolitik muss Lösungen anbieten“, forderte Görig.
„Die Kreis-SPD wird sich dafür einsetzten, dass sich der Vogelsbergkreis finanziell an den Investitionen zum Erhalt des Hallenbades in Mücke beteiligt“, erklärte der SPD-Unterbezirksvorsitzende. Die SPD-Kreistagsfraktion werde dazu am Montag Abend einen entsprechenden Antrag zur nächsten Kreistagssitzung beraten. Die Sozialdemokraten wollen erreichen, dass der Kreis einen Ausgabenrest aus dem Jahr 2006 für die Modernisierung des Bades zur Verfügung stellt. Konkret geht es dabei um freie Mittel in Höhe von 275.000 Euro, die im Kreishaushalt des Vorjahres als Zuschuss für den Bau einer Sporthalle eingestellt worden waren, aber nicht abgerufen wurden.
Der Vogelsbergkreis sei als Schulträger wegen der schlechten Sporthallensituation an den Schulen der Gemeinde als Ergänzung zum Sportunterricht auf das Hallenbad angewiesen. Im einem Jahr werde das Bad von etwa 12.000 bis 15.000 Schülern genutzt. Der Kreis müsse sich daher zur Sicherstellung der Schulsportsituation in Mücke angemessen an den notwendigen Investitionen beteiligen. „Nach Investitionen in den energetischen Bereich des Bades lässt sich der Betrieb künftig kostengünstiger realisieren“, erklärte Manfred Görig. Wenn sich der Vogelsbergkreis an einer solchen Investition beteilige, sei damit die Chance gegeben das Hallenbad mit einer geringeren kommunalen Unterstützung und gegebenenfalls in einer anderen Trägerschaft auch auf Dauer weiter betreiben zu können. +++