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18.03.07 - Sport

AKTUELL! 3:2 Niederlage von TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell gegen Würzburg

Es hat nicht geklappt! Nach dem sensationellen 3:2 Heimsieg der Tischtennis-Profis vom TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell gegen Müller Würzburger Hofbräu gab es für den heutigen Sonntag die Hoffnung, diesen Sieg zu wiederholen und damit ins Halbfinale um den ETTU-Europapokal der Männer einzuziehen. Doch die Hoffnungen auf einen Sieg sollten sich vor 700 Zuschauern nicht erfüllen: die Würzburger drehten diesmal das Spiel in der heimischen Heuchelhofhalle exakt um - und gewannen diesmal mit 3:2 gegen Fulda, das mit dem Trio Waldner, Feng und Meng angetreten war. Die Würzburger hatten Tan, Leung und Chtchetinine aufgeboten. Fuldas Nr. 1 verlor seine beiden Spiele, ebenso Meng sein Einzel, während Feng beide Spiele nach fünf Sätzen gewann.

Spannung und Dramatik pur bot dieses hessisch-bayrische Derby, in dem die letztlich die ausgeglichenere Mannschaftsleistung den Ausschlag zu Gunsten der Gastgeber gab. Diese waren durch Tan Rui Wus Viersatzsieg über Jan-Ove Waldner in Führung gegangen. Für den Ausgleich sorgte Feng Zhe, der Leung Chu-Yan nach einem 1:2-Satzrückstand noch mit 3:2 besiegte. Für die erneute Würzburger Führung zeichnete Evgueni Chtchetinine, der mit seinem geduldigen Abwehrspiel Meng Qing Yu mit 3:1 in die Knie zwang. Den Ausgleich musste anschließend in einer dramatischen Partie Tan Rui Wu gegen Feng Zhe zulassen. Nach einer 2:0-Satzführung musste Tan seinem Gegenüber im dritten und vierten Durchgang jeweils in der Verlängerung den Vortritt lassen, ehe er im fünften Satz entnervt unterging.

Immerhin aber war nach den beiden Satzgewinnen aus Sicht der Würzburger klar, dass Leung gegen Wadner auch ein Fünfsatzsieg reichen würde, um sein Team ins ETTU-Pokalfinale gegen Düsseldorf zu führen. Und beide Spieler machten es denn auch ungemein spannend. Nach drei Sätzen und einer 2:1-Führung des Schweden wähnten sich die vielen mitgereisten Fans aus Fulda bereits auf der Siegerstraße, doch Leung konterte, glich mit einem glanzvollen 11:1 aus und holte sich auch den alles entscheidenden letzten Durchgang mit 11:6.

Damit wurde ausgerechnet die schwedische "Tischtennis-Ikone" Jan-Ove Waldner, der im Hinspiel noch einen wichtigen Sieg gegen Tan Rui Wu beigesteuert hatte, zur tragischen Figur aus Gästesicht. Die vier Punkte des überragenden Spielers in diesem Halbfinale - Feng Zhe - waren für den Außenseiter am Ende wertlos, weil Würzburg die insgesamt ausgeglichenere Mannschaft stellte und am Ende natürlich auch das nötige Quäntchen Glück und Durchhaltevermögen hatte.

Für die 200 Fuldaer Fans ein Wechselbad der Gefühle, denn Waldner hätte mit einem Spielgewann fürs Halbfinale alles klar machen können. "Wir haben zuviele Chancen vergeben" meinte Maberzells Manager Stefan Frauenholz. Da tröstet es auch wenig, dass Fulda trotz der Niederlage den größten sportlichen Erfolg in der Vereinsgeschichte feiern kann.

Die fünf Spiele endeten nach insgesamt 220 Minuten (um 18.40 Uhr) wie folgt: Tan - Waldner (3:1), Leung - Feng (2:3), Chtchetinine - Meng (3:1), Tan - Feng (2:3) und Leung - Waldner (3:2). +++

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