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10.05.07 - Gersfeld

Pro Bahn:"RMV und Kreis Fulda für Fahrtkostenrückerstattung verantwortlich"

Der Fahrgastverband Pro Bahn e. V. in Osthessen erlebt die derzeitige Diskussion um die Rhönbahn mit großer Verwunderung. „So eine Aufregung und Tatsachenverdrehung hat es seit Jahren an der Strecke zwischen Fulda und Gersfeld nicht mehr gegeben.“ so Thomas Bayer. Diese Aufmerksamkeit wünschte sich der Fahrgastverband für den Nahverkehr immer. Dass Leute mit Ihren Rädern in Fulda oder Eichenzell an Sonn- und Feiertagen nicht mitgenommen werden, ist ein altes Problem, das passiert in der Radsaison bei gutem Wetter an fast jedem Sonn- und Feiertag. Dass allerdings der Landkreis Fulda die Schuld nun alleine auf den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Deutsche Bahn AG abwälzen möchte, ist unfair. „Der Kreis Fulda, der Mitglied im RMV ist, und der RMV sind hier gleichermaßen verantwortlich.“ so Thomas Bayer. Deshalb kann Pro Bahn die entsprechenden Äußerungen während der Kreistagssitzung und die Kreistagsresolution nicht ganz nachvollziehen.

„Mit der Resolution kritisiert sich der Kreis letztlich selbst. Hier wäre eine unbürokratische Lösung im Sinne zufriedener Fahrgäste durchaus möglich. Stattdessen wird gestritten. Die LNG im Landratsamt Fulda soll den nicht beförderten Radfahrgästen endlich das Geld für eine nicht erbrachte Leistung zurück erstatten. Wo liegt das Problem ? Zudem müssen in Zukunft die Treibfahrzeugführer bzw. Zugbegleiter den nicht mitgenommenen Radfahrern, das auf deren Fahrkarte bestätigen. Dann gibt es bei der Rückerstattung keine Probleme mehr.“ so Thomas Bayer, Stellv, Landesvorsitzender Pro Bahn e. V. in Hessen. Als unverschämt bezeichnet der Fahrgastverband Pro Bahn e. v. in Osthessen Überlegungen des RMV´s Fahrkarten im Berufsverkehr evtl. nochmals zu verteuern. Dies ist beim RMV Alltagsgeschäft, jedes Jahr erhöht der Verkehrsverbund im Dezember die Fahrpreise, letztmals sogar unverhältnismäßig. Ende letzen Jahres traf es u. a. die Pendler an der Rhönbahn besonders hart, denn der RMV strich zudem 12 Züge pro Woche. Wer seither von Fulda nach Gersfeld (bzw. Ebersburg) fahren will, zahlt für den Einzelfahrschein 3,55 € (vorher 3,35 €). Bei der Tageskarte sieht es noch schlimmer aus. Kostete sie früher 6,20 €, liegt sie nun bei 6,90 €, das ist ein Preisaufschlag von 11,2 %. „Die normalen Leute können sich solch unverschämt hohen Fahrpreise nicht mehr leisten, der obere Rand der Kostenspirale ist hier erreicht.“.

Der RMV mache scheinbar die Rechung auf, Höhere Fahrpreise und weniger Züge = Gleiche Fahrgastzahl = Höhere Einnahmen. „Genau das Gegenteil ist der Fall“ so Thomas Bayer von pro Bahn e. V. in Osthessen.

„Es ist heuchlerisch wie der Landkreis Fulda hier agiert, indem er sie Schuld auf den RMV, in dem er Mitglied ist, bzw. auf die Deutschen Bahn AG abschiebt. Die Deutsche Bahn AG hat damit nichts zu tun. Erst im Juni / Juli 2006 beschloss der RMV einmütig mit Zustimmung des Kreises Fulda die Kürzung von 12 Zügen pro Woche an der Rhönbahn und den Ersatz von 10 Zügen pro Woche durch Busse und nun tut der Kreis Fulda so, als wäre er ein Gegner des RMV. Das ist unglaubwürdig.“ so Thomas Bayer

Für die Rhönbahn muss endlich eine Gesamtlösung gefunden werden, die geeignetere Fahrzeuge beinhalte und den veränderten Bedürfnissen (Radmitnahme) der Rhönbahnnutzer gerecht werde. „Dass nun bis Mitte Juni ein Bus mit Radanhänger an Sonn- und Feiertagen um 9.19 Uhr vom ZOB Fulda nach Gersfeld verkehrt, ist letztlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Lösung muss auf der Schiene gefunden werden.“ so Thomas Bayer von Pro Bahn in Osthessen.

Die Rhön ist nach Auffassung von Pro Bahn in Osthessen längst zum Radwanderland Nr 1. geworden. Nicht nur der Radweg R 1 und der Milseburgradweg laden zu einem Ausflug ein. Auch die Tatsache dass ab Gersfeld die Freizeitbusse Hochrhönbus der OVF (Samstags, Sonn- und Feiertags) und der Rhön-Rad-Bus der LNG (nur Sonn- und Feiertags) ab Gersfeld in die Rhön starten, ziehen immer mehr Ausflügler an. Zudem wird zur Zeit der Radwegeschluss zwischen Bischofsheim und Gersfeld vorgenommen. Das heißt, dass man künftig von Fulda oder Gersfeld bis Bad Neustadt fahren kann. Zurück geht es dann mit dem Bus und der Rhönbahn. „Auf der Rhönbahn muss deshalb endlich die Radmitnahmekapazitäten deutlich erhöht werden. Daran führt kein Weg vorbei.“ so Thomas Bayer abschließend.+++

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