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- Fotos: Hans-Hubertus Braune

Die abgestürzte Maschine auf dem Heimatflugplatz bei Cloppenburg - Archivbild

23.05.07 - Hosenfeld

Ein einmotoriges Sportflugzeug vom Typ Grumman Tiger aus dem norddeutschen Emstek nahe Cloppenburg ist heute Morgen gegen 09.31 Uhr in unmittelbarer Nähe des Landeplatzes Hosenfeld-Jossa (Kreis Fulda) abgestürzt. Dabei wurde der inzwischen identifizierte 56-jährige Pilot aus Emstek (Niedersachsen) in der auf dem Cockpit liegenden Maschine eingeklemmt und so schwer verletzt, dass er noch an der Unglücksstelle seinen schweren Verletzungen erlag. Detailinformationen zu seiner Person liegen noch nicht mit letzter Sicherheit vor.

Nach den bisherigen Recherchen von "Osthessen-News" hatte der Pilot - der am Morgen von dem kleinen Flugplatz "Varrelbusch" nahe Cloppenburg gestartet war - planmäßig eine Landung in Jossa angemeldet. Beim Anflug dreht die Maschine zwei bis drei Runden über dem Platz, bevor sie zur Landung aufsetzte. Nach

etwa 100 - 200 Meter startete der Pilot plötzlich durch und zog die Maschine wieder nach oben. Warum er dies machte, ist bisher rätselhaft. Die Flugaufsicht am Landeplatz - die auch mit dem Piloten Kontakt hatte - vermutet, dass die Maschine auf der relativ kurzen Landebahn noch zu schnell gewesen sein könnte. Ohne genügend Flughöhe zu erreichen durchbrach er anschließend eine Busch- und Baumreihe und stürzte daraufhin ab. Die Maschine kippte nach vorn, eine Tragfläche wurde aufgerissen und das Flugzeug blieb auf dem "Dach" liegen.

Nur wenige Minuten später waren auch die ersten Kräfte von Rettungsdienst sowie Feuerwehren Hosenfeld und Jossa mit 17 Mann wie auch Kreisbrandinspektor Stefan Schmidt an der Unglücksstelle. Der mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 28" aus Fulda herbeigeeilte Notarzt konnte allerdings nur noch den Tod des eingeklemmten Piloten feststellen.

Bis um 15.30 Uhr war die Unglücksstelle weiträumig abgesperrt und die Leiche des Piloten gegen 14 Uhr geborgen worden. Ein Sachverständiger der "Bfu" - Bundesstelle für die Untersuchung von Luftfahrtunfällen in Braunschweig - wurde per Flugzeug aus dem Raum Schweinfurt "eingeflogen".

Nach jüngsten Informationen handelt es sich bei dem Getöteten um einen Techniker, der am frühen Morgen in Varrelbusch mit der viersitzigen Maschine (D-EPTP) vom Typ "Grumman Tiger" (180 PS, 220 km/h Reisegeschwindigkeit, Baujahr 1968) des Luftsportvereins Cloppenburg gestartet war. Der Tiefdecker (AG - 5 B Tiger) vom Hersteller "America General" ist wegen seiner Zuladung und der höheren Reisegeschwindigkeit in dem Verein sehr beliebt gewesen.

Bei dem heutigen Absturz nahe Jossa handelt es sich um den ersten tödlichen Flugunfall in der über 30-jährigen Geschichte des kleinen Sonderlandeplatzes nahe Fulda. (ma) +++




In dieser Baumgruppe blieb eine Tragfläche des Motorflugzeugs hängen.


Das Motorflugzeug überschlug sich nach dem Aufprall auf einen Misthaufen.










Der Propeller und Motorraum wurden beim Aufprall völlig zerstört.

Der Sachverständige der Bundesstelle für Flugunfallursachenforschung aus Braunschweig bei der Spurensuche.


Ein ungewöhnlicher und schwieriger Einsatz für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hosenfeld. Schwierig, weil ein Mensch getötet wurde.






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