"Mit sanfter Heranführung an Bewegung wollen wir die sportliche Aktivität im Berufsalltag fördern", erklärt Thomas Schupp, seines Zeichens Leiter der Regionaldirektion Osthessen der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK). In Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) startet die AOK auch in diesem Jahr wieder die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit". Ab dem 1. Juni sollen Arbeitnehmer jeden Alters wieder freiwillig auf zwei Räder umsatteln. Drei Monate lang wird zwischen Arbeit- und Wohnort in Vierer-Teams oder auch alleine geradelt. Teilnehmer die 20 Radtage nachweisen, werden bei einer Verlosung von Einzel- und Teampreisen dabei sein.
"Ich bin selbst begeisterter Radfahrer. Bewegung trägt der Gesundheit bei, daher fühle ich mich topfit", so Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel und begrüßt als Sportdezernent die Initiative "mit dem Rad zur Arbeit". Zur Arbeit radelt der Bürgermeister indes nicht: "Der Weg ist so kurz, da laufe ich zu Fuß", gesteht Dippel.
Auch zahlreiche Mitarbeiter der Stadt Fulda, werden auch in diesem Jahr wieder mitradeln, bis heute haben sich bereits acht Vierer-Teams angemeldet. 2006 waren in der Region Osthessen insgesamt 450 Personen aus 70 Unternehmen registriert. "Die Kampagne hat mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht, so dass wir wieder auf eine hohe Resonanz hoffen können. Wir wollen so viele Menschen wie möglich aktivieren", sagt Schupp. Wieder dabei sind bekannte Unternehmen wie Goodyear Dunlop, die Wirth-Unternehmensgruppe oder EDAG Engineering und Design. Radfahren sei laut Schupp nicht anstrengend, sondern mache vielmehr fit für den Arbeitsalltag: "Man sollte es einfach mal ausprobieren".
Ganz uneigennützig ist die Aktion der AOK nicht: Bewegungsmangel ist ein schwerwiegendes Problem moderner Gesellschaften. Die Aktion will Hessens Bürger dazu anregen, durch den "Tritt in die Pedale" auch etwa für ihre Gesundheit zu zun. Auf diese Weise können die zur Steigerung von Fitness empfohlenen 30 Minuten Bewegung täglich erreicht werden - ohne zwangsläufig ins Schwitzen zu kommen. Nicht nur das Herz arbeitet dann besser, auch Blutdruck und Stoffwechsel werden positiv beeinflusst, Immunsystem und Bewegungsapparat gestärkt. Darüber hinaus werden die Betriebe angeregt, fahrradfreundliche Bedingungen für ihre Mitarbeiter zu schaffen.
"Wir wollen die Vorteile einer fahrradbezogenen Alltagsmobilität praktisch erfahrbar machen", fast Christine Rhodes vom ADFC Hessen das gemeinsame Ziel mit der AOK Hessen zusammen. Für sie verbindet die Aktion neben Gesundheitsförderung auch den Klimaschutz. "Mit dem Umstieg auf das Rad kommt es außerdem auf Kurzstrecken bei Kohlenstoffdioxid und Feinstaubemissionen zu großen Entlastungen", meint Rhodes.
Preise dienen als Anreiz, und die Gesundheit gewinnt auf alle Fälle. Jede Gruppe, die erfolgreich teilnimmt, ist bei der Teamverlosung dabei. Zusätzlich gibt es individuelle Gewinnchancen für jeden, der an mindestens zwanzig Tagen zum oder vom Arbeitsplatz nach Haus gefahren ist. Kilometer sind nicht entscheidend. Die von Sponsoren finanzierten Preise reichen von Städteaufenthalten, Ballonreisen und hochwertigen Fahrrädern bis zu allerlei Zubehör wie Lenkertaschen und Faltschlössern. Zudem gibt es noch regionale Preise, die von Firmen aus Fulda und Umgebung gestiftet werden.
Die Anmeldung ist denkbar einfach. Die Teams können sich bei ihrem Koordinator im Betrieb oder direkt im Internet unter http://www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de bis zum 30. Juni anmelden. Empfehlenswert ist eine Anmeldung bereits in den kommenden Wochen, damit der dreimonatige Aktionszeitraum voll genutzt werden kann. Eine Mitgliedschaft bei der AOK oder dem ADFC ist nicht erforderlich.+++