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01.06.07 - Termine

"Musik aus dem alten Irland" - Mundartabend für Bernhard - Tanner Wandertag

RUHLA. OTurlough O'Carolan, berühmter irischer Harfenkomponist des 18. Jahrhunderts, verarbeitete in seinen Stücken nicht nur alte keltische Melodien, sondern ließ sich auch von der barocken Mode seiner Zeit beeinflussen. So entstanden schillernde Kompositionen, die zwischen archaischen Klängen des alten Irlands und raffinierter Eleganz der höfischen Musik changieren. Im Konzert präsentiert Tom Daun die schönsten Werke Turlough O'Carolans, stellt ihnen Stücke seiner Zeitgenossen gegenüber und erzählt aus dem Leben des weitgereisten und berühmten Harfenisten der grünen Insel.Tom Daun ,"Master of Music", bietet verschiedene Konzertprogramme auf seinen vier Harfen an (gotische, böhmische, keltische und Barockharfe). Charmant und informativ erzählt er den Besuchern Geschichten über die großen Harfner und Wundersames aus längst vergangener Zeit.

"Wie wird man Harfenist? – eine Frage, die mir immer wieder nach Konzerten gestellt wird. Bei mir war es ein holpriger Weg mit vielen Kurven und Kreuzungen: zunächst Studium der Schulmusik mit dem Hauptfach Gitarre; das Interesse an Folk und außereuropäischen Klängen trieb mich zum Studium der schottischen traditionellen Musik (an der School of Scottish Studies), der Musikethnologie und „History of Notation“ (an der Universität Edinburgh). Damals begann ich zaghaft und autodidaktisch mit dem Harfenspiel.

Der Anlass dazu war recht simpel: mein Bruder Rafael hatte von einem Instrumentenbaukurs eine Harfe mitgebracht. Da er selbst eher den Dudelsack und das Saxophon bevorzugte, überließ er mir die Harfe. Nach der Rückkehr nach Deutschland gründeten wir beide zusammen mit Bruder Ekkehard und dem Drehleiervirtuosen Walter Simons das Folk-Quartett "La Rotta", mit dem wir viele Jahre erfolgreich Konzerte im In- und Ausland gaben. In jenen Jahren wuchs die Liebe zu Harfe. Gerade im freien Zusammenspiel mit Dudelsack, Drehleier, Xylophon und Akkordeon lernte ich, mich auf der Harfe musikalisch auszudrücken - oder „zu behaupten" - denn wenn das vereinigte Gedröhne der Borduninstrumente loslegt, muss man schon kräftig in die Saiten packen, um nicht unterzugehen.

Auch die Volkstraditionen der Harfe begannen mich zu interessieren: die rhythmisch faszinierende Musik Südamerikas, die derbe Spielweise der Tiroler Harfe, die Musik der Zigeuner auf der walisischen Triple-Harp, die irischen und vor allem schottischen Clarsachs. Harfen-Freundschaften entstanden; erste selbst organisierte Harfenfestivals mit Kollegen wie Andrew Lawrence-King, Alfredo Rolando Ortiz, Uschi Laar, Dominig Bouchaud, dem schottischen Duo Sileas, Kim Robertson, Bill Taylor, Robin Huw Bowen und vielen anderen...

Gleichzeitig begann ich, die Geschichte der Harfe zu erforschen; der Kontakt zum Harfenbauer Christoph Löcherbach und seiner Klangwerkstatt weckte die Neugier nach der böhmischen Harfentradition. Beim Baukurs der Klangwerkstatt in Waldmünchen/Oberpfalz 1993 betätigte ich mich sogar handwerklich. Das Instrument von damals ist immer noch bei jedem Konzert im Einsatz und verzaubert mich durch seinen zarten, obertonreichen Klang.

Schon ein paar Jahre vorher hatte ich meine erste größere keltische Harfe von Frank Sievert gekauft; ein wunderschönes Instrument mit warmen Bässen, weichem Klang und grossem Volumen. Die meisten meiner Eigenkompositionen spiele ich auf dieser Harfe.André Schubert von der Klangwerkstatt baute meine kleine gotische Harfe, auf der ich die mittelalterliche Musik interpretiere: ein nasaler, herber Klang, der seine meditative Schönheit nur in entsprechenden Räumen - alten Klostermauern, Rittersälen oder Kapellen - entfaltet. Nach langer Wartezeit konnte ich beim Harfenbauer Rainer M.Thurau in Wiesbaden im Sommer 2003 eine wunderschöne chromatische Harfe abholen. Diese „arpa doppia“ italienischer Bauart erweitert das musikalische Spektrum erheblich, da nun auch die Interpretation von Renaissance- und früher Barockmusik möglich ist. Meine CD „The Queen’s Harpe“ mit Musik aus Irland und „Merry Old England“ ist die erste „Frucht“ dieser Beschäftigung mit historischer Musik des 16.Jahrhunderts. Die Zusammenarbeit mit dem Plattenverlag Wundertüte hatte schon beim Folk-Quartett "La Rotta" reibungslos funktioniert; so produzierte ich hier auch 1992 meine erste CD "Blue Strings". Im selben Verlag erschienen drei weiteren CDs ("All in a garden green" 1994; "Die böhmische Harfe" 1997; "Harfenflocken" 2000)."(Tom Daun)

Rhöner Mundartabend als Benefizaktion für „Bernhard“

HOHENROTH-WINDHAUSEN. Am Samstag, 2.Juni findet im Sportheim von Windshausen im Rahmen der Aktion „Hilfe für Bernhard und andere“ ein Rhöner Mundartabend statt. Beginn ist um 19 Uhr. Mitwirkende sind unter anderem das Duo „Drommölschlag“ aus Unterelsbach, die Gruppe „Owanning“ aus Waldberg, Conny Albert (Hammelburg), Fritz Held aus Heufurt, Freddy Breunig und Martin Wachenbrönner aus Aubstadt, Theatergruppe Windshausen, sowie die Fränkische Besetzung der Trachtenkapelle Unterweißenbrunn. Der Eintritt beträgt acht Euro.

Der Reinerlös fließt in die Aktion „Hilfe für Bernhard und andere“. Kartenvorverkauf bei der Gärtnerei Schlereth in Windshausen oder bei Thorsten Griebel 0175 / 2072774. Zum Hintergrund In Windshausen ist der 22-Jähirge Bernhard an Leukämie erkrankt. Er braucht noch in diesem Jahr dringend einen Knochenmarkspender. Helfen kann in vielfacher Art geschehen und zwar unter anderem durch eine Typisierung am Sonntag den 17.Juni von 10 Uhr – 16 Uhr in der Mehrzweckhalle in Hohenroth. Je mehr in der Knochenmarkspenderdatei registriert sind desto größer ist die Chance das Bernhard oder andere betroffene Patienten einen Spender finden. Es sind auch Geldspenden möglich. Die Registrierung eines Spenders kostet der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei 50 Euro.

Auf bestem Weg zur Wanderwelt Nr. 1

TANN. Ein Jahr vor dem Deutschen Wandertag in Fulda lädt die Stadt Tann am 03. Juni 2007 zu einem „Schnuppertag Wandern“ ein. Die Stadt Tann hat sich ein ehrgeizigen Ziel gesetzt. Bis zum Deutschen Wandertag 2008 in Fulda möchte man vor dem Hintergrund, dass der „Hochrhöner“ mitten durch den historischen Stadtkern verläuft, ein komplettes Premium-Wandernetz anbieten. Nach erfolgter Umstrukturierung und Bereinigung bietet Tann 11 Rundwanderwege, 3 Nordic-Walking-Strecken, einen Naturlehrpfad, den „Hochrhöner“, sowie weitere Wanderwege des Rhönklubs an. Das vielfältige Wanderangebot kann noch um vielerlei „Spazierwege“ in und um Tann ergänzt werden. Erfreulicherweise konnte zudem zur besseren Orientierung die Beschilderung (weiße Zahl auf blauem Hintergrund) einheitlich gestaltet werden. Mit der erstmaligen Ausweisung von drei Nordic-Walking-Strecken und drei Inliner-Strecken wurde ein lange gehegter Wunsch verwirklicht.

Vorstellung der neuen „Wander- und Freizeitkarte Tann“

Erstmals steht zu dem Wandertag eine neue „Wander- und Freizeitkarte Tann“ zur Verfügung. Sie soll den Gästen leicht und verständlich „den richtigen Weg“ weisen und die Freizeitmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und die Standorte der touristische interessanten Betriebe in und um Tann „näher bringen“. Sie soll jedoch nicht nur Urlaubern und Gästen sondern auch den „Einheimischen“ eine echte Orientierungshilfe sein. Die Karte ist dann zu einem Verkaufspreis von 1,50 Euro erhältlich.

Wirtevereinigung Tann übernimmt die Patenschaft und sorgt für das Wohl der Gäste.

Die Tanner Wirte werden dazu beitragen, dass die Veranstaltung für die Gäste zu einem echten Erlebnis wird. Mit preiswerten, teilweise kostenlosen Angeboten wollen sie den echten „Rhöner Charme“ präsentieren.

Weitere Info´s erhalten Sie über die Internetseite der Stadt Tann (Rhön) unter: www.tann-rhoen.de oder die örtliche Presse. +++

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