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07.07.07 - VB

Enttäuschung über das Nein des Kreistages zum Hallenbad Mücke

MÜCKE. Die in der Kreistagsitzung am Montag mit CDU-, FWG- und FDP - Mehrheit beschlossene Ablehnung der Freigabe von 600.000 Euro für Investitionsmaßnahmen am Mücker Hallenbad stößt bei den Mücker Grünen auf großes Unverständnis. Die Kreiskoalition mit nur einem Mücker Vertreter, der am Ende gar nicht mehr über das Ansinnen diskutieren wollte, zeigt damit deutlich welchen Stellenwert Gesamtschule und die Gemeinde Mücke im Kreis haben. Während in Grebenhain der ursprünglich angesetzte Zuschuss

von 1.05 Mio Euro für eine Sporthalle sogar noch um 200.000 Euro auf 1.25 Mio erhöht wurde, führt man in der Kreiskoalition nun Sparargumente vor, um sich weitere Ausgaben zu ersparen. Wenn der Kreis kein Geld für das Schwimmbad ausgeben will, so soll er nach Auffassung der Grünen nun endlich seinem Auftrag nachkommen und eine 2 Felderhalle für eine der größten Schulen im Kreis bauen. Und dann auch für die Folgekosten aufkommen.

Die in der Kreistagssitzung von Landrat Marx der Mücker Kooperation vorgeworfene Feigheit weisen die Mücker Grünen aufs Schärfste zurück. Würde der Landrat seinen eigenen Laden endlich in Ordnung bringen, statt die tatsächlich mutigen Entscheidungen der Kooperation zu beschimpfen, müsste man in den Vogelsberger Kommunen nicht beklagen, dass ein immer größerer Anteil der kommunalen Einnahmen in den maroden Kreisbetrieb gepumpt werden.

In Sonntagsreden wird immer gerne vom ehrenamtlichen Engagement gesprochen, doch hier wo es konkret wird, zeigt man den Ehrenamtlichen auf Kreisebene die kalte Schulter. „Wenn ihr selbst macht braucht ihr ja auch von uns kein Geld mehr und wenn ihr spart um eure Schulden zu senken, dann habt ihr ja Geld um

wieder Schulden zu machen.“ Mit dieser Devise wird man keine Eigeninitiative im Kreis fördern.

Ohne eine Beteiligung des Kreises ist die Finanzierung der geplanten Investitionsmaßnahmen des Fördervereins und der noch zu gründenden Genossenschaft eine schwer zu schulternde Last. Für die anfallenden Kredite wird eine Bürgschaft der Gemeinde verlangt werden, die dann von der landrätlichen Kommunalaufsicht am Ende wegen des Mücker Haushaltsdefizits wieder untersagt werden wird. Auch ist fraglich, ob die Mücker Bürgerinnen und Bürger eine solche Belastung der kommunalen Finanzen mittragen wollen. Konzept für die Zukunft hat, sich aber der Kreis aus der Verantwortung ziehen will, so sollen die Mücker Bürger entscheiden ob sie trotz aller Risiken das Hallenbad wollen.+++

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