In der letzten Woche konnten Jugendliche und junge Erwachsene bei der Jugendkulturwoche zwischen drei Workshopgruppen wählen und sich in ihrem Lieblingsbereich austoben: Ob künstlerisch „Get creative“, musikalisch „Meet the Beat“ oder sportlich „Move your Body“ und präsentierten sich am Samstag beim „Tag der offenen Tür“.
Am Samstag öffneten sich die Pforten für den „Tag der offenen Tür“ in der Jungendkulturfabrik in Fulda. Im Rahmen der Kulturwoche präsentierten die einzelnen Workshops, die unter fachmännischer Anleitung künstlerisch, musikalisch und sportlich die ganze Woche aktiv waren, ihre Arbeiten den Besuchern. Gleich zu Beginn der Veranstaltung wurde dem Publikum kräftig eingeheizt. Die „Move your Body“ Gruppe ‚Hot Goodies’ zeigte ihre coolen Breakdance- und Streetstyle-Tanzeinlagen, die die Zuschauer mächtig beeindruckte.
‚Don’t break ya Neck’ - Die Streetdancegruppe ‚Hot Goodies’ zeigte, was sie in der Workshopwoche einstudiert hatte. Wesentlich ruhiger ging es bei den Graffitimalern zu. Konzentriert und mit ruhiger Hand verwandelten die zahlreichen Sprayer die 60 Meter lange Außenwand und den Innenhof der Fabrik in kleine und große Kunstwerke der ganz besonderen Art.
Trotz oder gerade wegen des immer noch heiklen Themas ‚Graffiti’ wurde dieser Workshop gezielt angeboten, um den Sprayern die Möglichkeit zu geben ihrem Hobby nachzugehen ohne rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen. Der Spaß am Malen stand hier besonders im Vordergrund.
Mit den dazugehörigen Hip Hop Beats von DJ Kobex und Lex Logga ging das ‚writen’ noch leichter von der Hand.
Graffiti Action: Für den Innenhof der Kulturfabrik ein neues Gesicht
Neugierige, die sich ein Bild von der Jugendkulturfabrik machen wollten, hatten mit dem Sozialpädagogen Tommy Wild die Möglichkeit einen Rundgang durch die Räumlichkeiten zu wagen. Im Gruppenraum wurden unter anderem die Bilder des „Get creative“ Workshops ausgestellt. Mit Airbrushpistole, Pappe oder auch dem Pinsel entstanden so Kollagen mit einem 3D-Effekt. Auch einfache Bilder auf Leinwand oder selbst gemalte Mangas gab es zu bestaunen. Nicht nur Gruppen- und Partyräume sind in der Kulturfabrik vorhanden. Auch ein komplett eingerichtetes Tonstudio, ein Videobearbeitungsraum und ein Bandprobenraum mit Schlagzeug, Keyboard und Percussioninstrumenten stehen jedem Jugendlichen der Kulturfabrik kostenlos zur Verfügung.
Die wagemutigen Besucher konnten sich einmal wie Alain Robert (ein französischer Freeclimber) fühlen und die Indoor-Kletterwand in der Sporthalle testen, natürlich unter fachmännischer Leitung des Deutschen Alpenvereins und immer mit einem Sicherungsseil versehen. Jeder konnte sich an der Kletterwand versuchen, der den nötigen Mumm aufbrachte. Selbstverständlich macht Bewegung auch hungrig. Bei passendem Sommerwetter wurde deftig gegrillt, so dass für das leibliche Wohl aller gesorgt war.
Am Abend gaben sich auf der Aftershow Party im Kulturkeller verschiedene Rap-Acts aus Fulda und Berlin die Klinke in die Hand. Zur Höchstform liefen die jetzt Berliner und vorher aus Fulda kommenden MCs Deluxest, K-Cannabel und Finest & LMNZ auf, die das Publikum auf Partytemperatur brachte. Die Lokalmatadoren V-Stick und Massilo mit DJ Matzematics präsentierten ihre neusten Tracks, unter anderem den ‚Hessen rmx’ der die Partystimmung weiter nach vorn brachte. Als Abschlussact des Hip Hop Jam gaben sich San Franzernsdorf aus Berlin die Ehre. Doch wer an Aufhören dachte, lag mächtig daneben. DJ Kobex und DJ Dirty Densen ließen den Abend auf ihre bekannte Art und Weise ausklingen, so dass dieser Tag zu einer runden Sache wurde. (Florian Erb) +++