FLADUNGEN. Zum 38. Mal wird am 28. und 29. Juli in Hausen bei Fladungen das Hauenstein Bergrennen ausgetragen. Der Ausrichtende Club MSC Rhön darf sich freuen die besten Bergrenner auf die schnellste, längste Bergrennstrecke der Saison loszulassen und verspricht sich mit 150 Startern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Tourenwagenrennsport vom Feinsten.
Verlängerte Strecke
Die Strecke wurde erneut verlängert und das neue Ziel ist nun in der Höhe der Rhönhöfe. Nach der Verlegung des Starts, der ursprünglich am Ortsausgang Hausen war, nach Richtung Rüdenschwinden kommt man nun auf die Distanz von 4,2km. Auf diesen gut 4 Kilometern muss man eine Steigung von 8 Prozent und einen Höhenunterschied von 249 Metern bewältigen.
Der Zuschauermagnet wird wieder die „erste Rechts“ sein. „Die nach außen hängende rechtwinklige Kurve verspricht einiges an Action“, freut sich ein Rennteilnehmer. „Sei es mit Verbremsern oder spektakuläre Kurvenfahrten auf 2 Rädern, auf jeden Fall ist diese Ecke der Knackpunkt für eine gute Zeit.“
In einem Vorbericht hat Osthessen-News schon über die Favoriten für den Gesamtsieg und die schnellsten Rennwagen der Freestyle Klasse berichtet ( http://www.angelstein-tv.de/OsthessenNews/beitrag_E.php?id=1138621& ). „Was den Bergrennsport mit seiner einmaligen Atmosphäre ausmacht, ist aber das gesamte Startfeld - Vom seriennahen Wagen bis zum Gruppe C Sportwagen oder Formel Renner.“, sagte ein Motorsport-Fan. Insgesamt gehen nämlich rund 150 Fahrer an den Start.
Regionale Rennfahrer
So gehen auch Fahrer aus dem Kreis Fulda an den Start gehen. Der sporadisch startende Reinhold Jordan aus Hofbieber freut sich schon auf sein Heimspiel und hat sich mit seinem Opel Kadett C Coupè kürzlich bei einem Slalomrennen in Dietershausen auf den Hauenstein vorbereitet. Sein Ziel ist eine gute Position im Mittelfeld der bärenstarken 2 Liter Klasse, in der der Lokalmatador Sebastian Schmitt aus Stangenroth/Rhön, ebenfalls Opel Kadett C Coupè, bei seinem Heimrennen ein gewaltiges Wörtchen um den Klassensieg mitreden möchte.
Nach einigen Jahren gibt auch Thomas Rössler aus Fulda ein kleines Comeback am Berg. Rössler`s Hauptaktivitäten beschränken sich momentan nur noch auf Rundstreckenrennen, wo er als Teamchef einige Formel 3 Fahrzeuge einsetzt.
Als Starter aus dem weiterem hessischen Kreis sind Horst Andres und Peter Hossfeld aus Schlüchtern zu nennen. Andres startet auf VW Polo, Hossfeld auf Porsche 964. Desweiteren gesellen sich dazu der Gründauer Jürgen Fechter auf VW Golf, der schnelle Rene Rypka aus Rödermark auf Opel Kadett C und der Giessener Christian Reuter auf BMW M3 V8 sowie die beiden Odenwälder Franz Koob und Rolf Rauch mit Ihren Fiat 128.
Die Motorsportfans freuen sich schon jetzt auf harte Kämpfe gegen die Uhr - Ob bei den seriennahen Klassen, im NSU Cup mit 13 Startern, den wilden VW`s der 1300 und 1600er Klassen oder im Classic Berg-Cup.
„Bei den 1300ern werden sich Peter Naumann, Klaus Bernert, Hugo Moser und Bernd Letmade nichts schenken, dort es wird sehr spannend um den Klassensieg zugehen“, prognostiziert ein Motorsport-Experte. Die 1600er Klasse habe mit Ralf Kroll im Lehmann Golf 1 ihren Favorit. Es wird sich zeigen wer ihm Paroli bieten kann. Hierzu stellen sich unter anderem an, der schnelle Österreicher Hans Paulitsch im bildschönen VW Scirocco, Frank Brügge auf VW Golf 1 und Rainer Koresch im Ford Escort.
Die Königsklasse
Die mit 39 Startern zahlenmäßig stärkste Klasse ist die Königsklasse - die 2 Liter der Gruppe H. Hier tobt der wilde Kampf der alten, aber mehr als Konkurrenzfähigen, Youngtimer. Allen voran ist der Opel Kadett C Coupè das Maß aller Dinge. Holger Hovemann, der Dreifachchampion des KW Gruppe H Berg-Cups, versuchen im RISSE Kadett C 16V den nächsten Schritt in Richtung 4.Titel machen zu wollen.
Neben Hovemann und Schmitt, gesellen sich Dirk Preisser und Harald Nölling, allesamt Opel Kadett C Coupè, zum Favoritenkreis der 2 Liter. Munter mischen in diesem Konzert der hochdrehenden Vierzylinder unter anderem die Herren Andreas Kokor auf Ford Escort MK I und Werner Weiß im ZAKSPEED Escort MKII mit, um nur eine kleine Auswahl anzuführen.
Mit einem Streifzug durch das offene Fahrerlager, das in Hausen liegt, kann sich der Besucher die Fahrzeuge näher betrachten und mit dem ein oder anderen Piloten ein kleines „Benzingespräch“ führen. Im Gegenteil zur Formel 1nehmen keine Stellwände die Sicht oder hindern Sperrbänder den Zugang. Motorsport zum Anfassen und genießen. Die Veranstaltung ist ausgeschrieben für die Läufe der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft, diverse Markenpokale, den KW Gruppe H Berg Cup und den Classic Berg Cup.
Der Zeitplan
Freitagabend startet die Rennparty mit Live Musik im Festzelt und für weitere Unterhaltung ist Samstagabends ebenfalls gesorgt. Die Trainingsläufe finden am Samstag von 8 bis 18 Uhr statt, die Wertungsläufe am Sonntag auch von 8 bis 18 Uhr. Eintritt ins Fahrerlager und Festzelt ist an allen Tagen frei. Für die Rennstrecke gibt es vergünstigte Wochenendkarten. +++