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04.08.07 - Schleusingen

Deutscher Rallyesport - Quo vadis? DOBBERKAU mehr als nur enttäuscht !

Es sollte der Saisonhöhepunkt 2007 für das Prorallye Team mit ihrem Porsche 911 GT3 werden: der Start beim prestigeträchtigen Weltmeisterschaftslauf, der Int. ADAC Rallye Deutschland (16.-19.08.2007). Doch dazu wird es leider nicht kommen. Olaf Dobberkau (Schleusingen/Thüringen) und Helmar Hinneberg müssen unter den letzten gegebenen Umständen auf Ihre Teilnahme verzichten. Die GTŽs dürfen zwar starten, doch nicht mehr im Hauptfeld gegen all die anderen Stars der WM-und DRM-Szene, wie Ihnen dass noch Anfang Juli garantiert wurde, sondern ausgegliedert als nationale Extra-Rallye in einem genügend großen Abstand hinter dem letzten und kleinsten Fahrzeug aller Starter.

Olaf Dobberkau : "Ich bin mehr als enttäuscht. Wo bleibt da die Chancengleichheit, wenn wir erst mehr als eine Stunde nach unseren Hauptkonkurrenten in der Meisterschaft auf die Strecken dürfen? Unsere Sponsoren haben durch den kontroversen Zeitplan der Presse, Fotografen und Fans nichts mehr davon, wenn wir fernab unsere eigene Mini-Rallye austragen. Das versteht doch kein Mensch mehr! Solch ein Verwirrspiel führt den mühsam wieder belebten Rallyesport in Deutschland ad absurdum. Wir haben einen Weg gesucht, die Premiummarke Porsche in die Deutsche Rallyemeisterschaft zu positionieren und es stößt auf großes Unverständnis, wie hier mit einem Hersteller, der Industrie und den Aktiven umgegangen wird".

Für das Prorallye Team ist dieser organisatorische Super-Gau ein großer Rückschlag. Schließlich ist u.a. gerade Olaf Dobberkau, der seit Jahren alles dafür tut, dem Rallyesport in Deutschland mehr Aufmerksamkeit zu verleihen. Aus diesem Grund hat er in der Saisonpause viel Zeit, Geld und Kraft investiert, um auch in diesem Jahr mit einem spektakulären Auto anzutreten und die Meisterschaft zu bereichern. Die Begeisterung der Fans spricht für sein Engagement: immer wenn der exotische grellrote Porsche auftaucht, sind die Leute an der Strecke aus dem Häuschen.

" Wir als Team verlassen uns auf Zusagen, investieren, planen und verhandeln mit Sponsoren. Wir haben für die Deutschland-Rallye schon einige Vereinbarungen geschlossen und zusätzliche Investitionen getätigt. Für uns ist die DRM somit gelaufen, denn es wird uns keine Chance gegeben, gleichgestellt und fair um die Meisterschaft zu kämpfen. Alle Verantwortlichen sollten überlegen, ob dies für die Zukunft der richtige Weg ist!

Wir werden jetzt bei anderen ausgesuchten Veranstaltungen fahren, um das in uns gesetzte Vertrauen unserer Partner gerecht zu werden".

Neben der bereits eingeplanten Wartburg-Rallye in Eisenach und der Thüringen-Rallye in Pößneck will man nach weiteren Rallyes Ausschau halten, "bei denen man uns gegenüber positiver eingestellt ist ", so ein nachdenklicher Olaf Dobberkau. +++

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