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07.08.07 - Wasserkuppe

Zurück zur Natur: Outdoor-Boom hält an - Unfall: Was nun? - Bergwacht-Kurse

Der Outdoor-Boom ist ungebrochen. Bewegung abseits ausgetretener Pfade bedeutet unbestritten viel Spaß und Action, aber auch die Verantwortung für sich selbst und andere. Einen Verunglückten zu versorgen bis professionelle ärztliche Hilfe eintrifft - jeder der schon einmal in dieser Situation war, weiß davon zu berichten, wie belastend schon diese wenigen Minuten sind. Wie aber verhält es sich dann erst abseits unseres Sicherheitsnetzes, draußen inmitten der Natur...? Deshalb gibt es jetzt ein ganz neues Angebot in der hessichen Rhön: Erste Hilfe Outdoor! Notfallmanagement für Wanderer, Trekker und Jäger. Aber auch Natursportler wie Paddler und Biker können viele sinnvolle Erfahrungen sammeln. Denn vor gesundheitlicher Beeinträchtigung ist der Abenteurer leider niemals sicher. Drei Tage lang erlernten die Teilnehmer der DRK Bergwacht Hessen Bereitschaft Wasserkuppe, die Maßnahmen, um in jeder Situation gelassen zu bleiben.

Knochenbrüche, Verstauchungen, Insektenstiche, Schnitt- und Bisswunden, Atemnot oder Verbrennungen. Zu Trainingszwecken durchlebte und meisterte jeder Teilnehmer, auf der Wasserkuppe, dem Wachtküppel, dem Schafstein und in der Steinwand solche Herausforderungen unter Anleitung des erfahrenen Bergwacht-Bereitschaftleiters Enrico Eismann. Dieser hat sein Wissen in Gebieten verschiedenster klimatischer und vegetativer Anforderungen gesammelt.

Da die Bergwacht eine Einsatzbereitschaft von 24 Stunden hat, das heisst rund um die Uhr sind die Mitglieder über Ihre Funk-Fernmeldeemfänger erreichbar ist, wurde auch eine Nachtübung im Bereich Schafstein durchgeführt (siehe Bilder).

Beim Outdoor-Notfallmanagement greifen Mechanismen, die weit über die medizinischen Aspekte hinausgehen. So kann zum Beispiel das Fixieren des Verletzten auf einer, aus Holzstangen und Jacken oder allein aus Seilen, selbstgebauten Trage erforderlich sein. Wie findet man die schnellste und sicherste Route mittels Karte oder Kompass oder zur nächsten Siedlung? Was mache ich wenn mir ein Verunglückter Wanderer nur seine GPS-Daten übermittelt ? Oder muss sogar die Transportbereitschaft des Verunglückten für den Rettungshubschrauber hergestellt werden?

Wer instruiert? Wer trägt? Wer beobachtet beziehungsweise versorgt den Verletzten? Selbst ein vermeintlich simpler Bruch könnte zu einem anstrengenden Tagwerk werden.

An diesem Übungswochenende wurden 12 Männer und Frauen durch den Bergwacht-Bereitschaftsleiter im Outdoor-Notfallmanagement geschult. Jeder der Teilnehmer bestand den Kurs mit Bravour. +++






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