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09.08.07 - Region

"Sommer, Sonne, Fahrradklau" - Hessische Polizei gibt Tipps gegen Fahrraddiebe

Nach wie vor haben Fahrraddiebe nur allzu leichtes Spiel. So wurden im letzten Jahr in Hessen 14.266 Fahrräder entwendet; in einem Gesamtwert von 5.677.935 Euro. Dies ist zwar der niedrigste Wert der letzten fünf Jahre (2003 wurden noch 18.062 Fahrräder entwendet), aber nur ein schwacher Trost für den Geschädigten, dem sein hochwertiges Rad entwendet wurde. Die meisten Diebstähle erfolgten in den Großstädten des Rhein-Main-Gebietes. Im Bereich von Wohngebäuden wurden am häufigsten (5676) und im Bereich von Freizeiteinrichtungen am wenigsten (733) Fahrräder entwendet. Viele der entwendeten Fahrräder waren nicht oder nur unzureichend gesichert. Tatsache ist, den Dieben wird ihre "Arbeit" immer noch zu leicht gemacht. Zudem können auch viele von der Polizei aufgefundene Fahrräder dem rechtmäßigen Besitzer nicht zugeordnet werden. Lediglich 7,4% der Diebstähle konnten 2006 aufgeklärt werden.

Bei Beachtung der folgenden Tipps sollte es möglich sein, im Besitz Ihres Fahrrades zu bleiben, Raddieben die Arbeit zu erschweren und der Polizei ermöglichen, Fahrraddiebstähle zu verhindern oder aufzuklären sowie aufgefundene Fahrräder den Geschädigten wieder zurückzugeben. Die Polizei gibt folgende fünf Tipps:

1. Sicherung

Legen Sie Ihr Fahrrad immer "an die Kette". Schließen Sie Ihr Fahrrad immer und überall mit einer geeigneten Fahrradsicherung an einen fest verankerten Gegenstand an, auch in Fahrradabstellräumen, Kellern oder Hinterhöfen. Einfache Speichen- oder Rahmenschlösser stellen für die Diebe kein größeres Hindernis dar. Moderne leichte Räder werden trotz Diebstahlsicherung auf die Schulter genommen, blitzschnell auf einen Aufhänger oder einen Transporter verladen und weggeschafft.

Aus diesem Grund reicht es nicht aus, nur das Vorder- oder Hinterrad zu blockieren.

2. Sicherungsqualität

Achten Sie bei Fahrradsicherungen auf geprüfte Qualität. Fahrradschlösser sollten nicht mit einfachen Hilfsmitteln oder Werkzeugen zu überwinden sein. Dünne Ketten oder Spiralkabel und Bügelschlösser mit dünnen Bügeln sind daher als Diebstahlschutz ungeeignet. Sparen Sie nicht an der Sicherheit. Achten Sie beim Kauf einer Kette oder Bügelschlosses auf geprüfte Qualität und die unterschiedlichen Sicherheitsstufen. Wirksamen Schutz bieten nur Fahrradschlösser aus hochwertigem Material mit durchgehärtetem Spezialstahl und massiven Schließsystemen. Leider liegen für Fahrradsicherungen noch immer keine verbindlichen Mindestanforderungen vor. Welche Schlösser wirklich ihren Zweck erfüllen, erfahren Sie deshalb am besten aus Tests, wie sie in einschlägigen Fachzeitschriften veröffentlicht werden oder bei Ihrer (Kriminal-) Polizeilichen Beratungsstelle.

3. Registrierung

Fertigen Sie eine Beschreibung Ihres Fahrrads. Wenn Sie Ihr Eigentum nicht genau beschreiben können, kann die Polizei aufgefundene Fahrräder nicht dem rechtmäßigen Eigentümer zurückgeben. Notieren Sie deshalb Rahmennummer, Fabrikat und andere wesentlichen Merkmale Ihres Fahrrads, um diese im Falle eines Diebstahls bei der Polizei angeben zu können. Für Ihre Aufzeichnungen können Sie auch einen Fahrradpass benutzen, den Sie bei jeder Polizeidienststelle kostenlos erhalten.

4. Codierung

Lassen Sie Ihr teures Rad codieren. In Fahrrad-Fachgeschäften, beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub

(ADFC) aber auch bei Veranstaltungen der Polizei können Sie Ihr Fahrrad mit einer individuellen Codierung (F.E.I.N.-System = Friedberger-Eigentums-Identifizierungs-Nummer) versehen lassen. Dadurch kann die Polizei beim Auffinden von mutmaßlich gestohlenen Rädern den wahren Eigentümer herausfinden.

5. Kauf eines gebrauchten Fahrrades

Auch beim Kauf eines gebrauchten Fahrrades sollte man Vorsicht walten lassen. Verlangen Sie einen Eigentumsnachweis oder fordern Sie ein Ausweispapier und notieren Sie sich Name und Anschrift.Nicht, dass Sie am Ende ein gestohlenes Rad erworben haben.

Weitergehende Informationen zum Thema Fahrradsicherung erhalten Sie bei den (Kriminal-) Polizeilichen Beratungsstellen Ihrer Polizei. Hier bekommen Sie auch einen Fahrradpass und informative Faltblätter zum Thema Fahrraddiebstahl.Auch im Internet stehen Informationen zum Thema Fahrradsicherung zum Beispiel unter www.polizei-beratung.de . Eine schöne Radsaison ohne Diebstahl und Unfall wünscht Ihnen Ihre Hessische Polizei.+++

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