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14.08.07 - Schotten

Stars und Sounds der Motorradgeschichte: 19. "Schottenring Classic Grand-Prix“

Am kommenden Wochenende werden die Freunde des historischen Motorradrennsports zum 19. "Schottenring Classic Grand-Prix" strömen. Mehr als 300 Rennfahrer starten in über einem Dutzend Rennen und Sonderläufen für Solomotorräder und Gespanne auf dem 1,4 Kilometer langen Innenstadtkurs in Schotten (Vogelsbergkreis. Vom Kaiserreich bis in die goldenen 1970er-Jahre reichen die Baujahre der historischen Rennmaschinen, mit denen der MSC „Rund um Schotten“ e.V. im ADAC die große Motorsporttradition des Schottenrings im Vogelsberg fortsetzt.

Die bis zu 20.000 Zuschauer erleben zum Saisonhöhepunkt der international ausgeschriebenen Deutschen Meisterschaft für historische Rennmaschinen nicht nur den Wandel der Zwei- und Dreiradrenntechnik, sondern auch die Rennstars von Einst hautnah.

Ein Dutzend Weltmeister und GP-Sieger

Allein die Weltmeister Dieter Braun (D), Stan Dibben (GB), Ralph Engelhardt (D), Rod Gould (GB) und Jan de Vries (NL) vereinen zwölf Titel auf sich. Sie werden begleitet von Cracks wie Bruno Kneubühler (CH), Chas Mortimer (GB) und Aalt Toersen (NL), Cees van Dongen (NL), Pentti Korhonen (FIN) und Jos Schurgers (NL), die zusammen auf rund 100 Grand-Prix-Siege kommen. Auch in diesem Jahr ist es dem MSC „Rund um Schotten“ e.V. im ADAC gelungen, das „Yamaha Classic Racing Team“ des legendären holländischen Rennmechanikers Ferry Brouwer zu gewinnen.

Werksmaschinen existenter und erloschener Hersteller aus beiden deutschen Staaten, dem europäischen Ausland und dem Land der aufgehenden Sonne stellen den jeweiligen höchsten Stand der Fahrzeugtechnik ihrer Epoche dar. Alle Zwei- und Viertaktklassen von 50 bis 500 Kubikzentimeter im Solobereich und die verschiedenen Baukonzepte der Seitenwagen vom Motorrad mit angeschraubten Beiwagen bis hin zum Kneelergespann mit Formel-Autotechnik sind zu sehen und zu hören.

Rennstrecke mit WM-Niveau

Zwar wird nicht mehr auf dem historischen Schottenring gefahren, aber die Elite von Einst ist voll des Lobes über den Stadtkurs: Vollgas-Windschattenduelle auf der langen Start-Ziel-Geraden. „WM-Niveau“ bescheinigt GP-Sieger Jos Schurgers (NL) dem raffinierten Kurvengeschlängel an der Post. Dort gilt es genügend Drehzahl auf die mit kurvigen Schwüngen versehene Gegengerade mitzunehmen. Abschließend geht es „blind“ bergauf zurück zu Start/Ziel.

Benzingespräche und Autogramme

Der Grand Prix in Schotten hat auch den Ruf großer Gastlichkeit und geradezu familiärer Atmosphäre. Die Organisatoren vom MSC Rund um Schotten sind Fan geblieben, um die Bedürfnisse einer solch außerordentlich großen Zuschauermasse zu verstehen. Darum ist das Fahrerlager selbstverständlich offen, die Fahrer jederzeit zur Erfüllung von Autogrammwünschen und zu Benzingesprächen bereit. Ausreichend Parkraum besteht in Streckennähe, ein Campingplatz für Motorradfahrer ist eingerichtet. Weitere Informationen unter http://www.schottenring.de . +++

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