Auf dem Sportgelände des TSV Grebenhain fand ein Fußball Benefiz-Cup statt, bei dem insgesamt 15 Firmenmannschaften aus dem Vogelsberg für einen guten Zweck spielten. Unter den teilnehmenden Teams waren viele bekannte Firmen und Institutionen wie das Krankenhaus Eichhof - das auch die einzige weibliche Ballkünstlerin stellte - die Sparkasse Oberhessen oder die Stadtwerke Lauterbach. Viele der teilnehmenden Firmen hatten eigens für die Veranstaltung ein Fußball-Team ins Leben gerufen und bei so manchem Spieler war seit dem letzten Ballkontakt schon mehr als ein Jahrzehnt vergangen. Doch für einen guten Zweck – darin waren sich alle Teams einig – hat sich dieser Einsatz gelohnt.
Schirmherrin der Charity-Veranstaltung war Dr. Kristina Stabernack, Vorsitzende des Beirats der STI Group. Sie hatte zu dem Fußball Benefiz-Cup eingeladen, um mit dessen Erlösen den in 2004 von ihr gegründeten gemeinnützigen Verein „HOME for kids“ zu unterstützen. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, die psychotherapeutische Versorgung traumatisierter Kinder nachhaltig zu verbessern. Neben der Unterstützung eines Teams des Uni-Klinikums Hamburg-Eppendorf gehören internationale Hilfsprojekte, in den Krisengebieten Südosteuropas, Afrikas sowie des Nahen und Mittleren Ostens zu den Spendenempfängern.
Grebenhains Bürgermeister Manfred Dickert, der ebenfalls die Schirmherrschaft übernommen hatte, feuerte vor allem das Team der Gemeinde Grebenhain an, das jedoch bereits in der Vorrunde ausschied. Doch gemäß dem Motto „Dabeisein ist alles“ gab es bei diesem Turnier keine Verlierer, sondern nur Sieger.
Dies konnten auch Martin Hank von der Verlagsgesellschaft Vogelsberg und Duo-Plast Geschäftsführer Norbert Jäger bestätigen, die ihre Teams gemeinsam mit weiteren Mitarbeitern anfeuerten: „Eine Veranstaltung wie diese ist für den Teamgeist besser als viele Mitarbeitertrainings, denn hier kann man erleben, was es heißt, gemeinsam für eine Sache zu kämpfen“, so das Resumee von STI-Geschäftsführer Dr. Tom Giessler, der die Qual der Wahl hatte, welchem der 5 STI-Teams er die Daumen drücken sollte.
Die Initiative für den Fußball Benefiz Cup ging von Tilmann Niepoth aus. Seine Steuerberatungskanzlei Niepoth & Partner stellte ebenfalls ein Team und bewies, dass sie nicht nur mit Zahlen, sondern auch mit Bällen jonglieren können. Für die Organisation der Veranstaltung zeichnete Gerd H. Utz, Geschäftsführer der STI-eigenen Verkaufsförderungsagentur und Gründungs- sowie Vorstandsmitglied von „Home for kids“, verantwortlich. Auf 7.000 Euro bezifferte er den Erlös, der in den nächsten Tagen offiziell übergeben wird.
Utz dankte ausdrücklich den vielen ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren, die zum Gelingen beigetragen haben. Der TSV Grebenhain bewies eine hervorragende Organisation, Pokale, Plakate, etc. wurden von regionalen Firmen gestellt. Die Schiedsrichter und viele STI-Mitarbeiter haben ihre Freizeit in den Dienst der guten Sache gestellt und auch das DRK war vor Ort, wurde jedoch zum Glück nicht benötigt.
Die Moderation hatte der bekannte deutsche Sportreporter Winfried Mohren übernommen, der unter anderem Spiele der Fußball WM 1986 in Mexiko kommentiert hat. Trotz teilweise vier parallel laufender Spiele hatte er alle Felder im Blick und hielt das Publikum über die jeweiligen Spielverläufe auf dem Laufenden.
Verdienter Sieger des Turniers war das Team des STI-Werkes Lauterbach, das sich in einem packenden Derby mit 1:0 gegen das Team des ST- Werks Grebenhain I behaupten konnte. Das entscheidende Tor schoss Heiko Zimmermann zwei Minuten vor Schluss. Beim Spiel um Platz drei konnten die Stadtwerke Alsfeld nach einem spannenden Neun-Meter-Schießen gegen die Verlagsgesellschaft Vogelsberg das Spiel mit 4:3 für sich entscheiden.
Nach der Siegerehrung, bei der „Home for kids“-Pokale und Geschenke der Licher-Brauerei an die ersten drei Gewinner überreicht wurden, sorgte im Festzelt die Band „Halb 6“ mit altbekannten Hits für gute Stimmung, die bis in die späten Abendstunden andauerte.
Gemäß dem Motto „nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ denken die Veranstalter über eine Neuauflage in 2008 nach. „Bereits während des Turniers sind uns viele Ideen gekommen“, so Utz, „und die teilnehmenden Mannschaften haben signalisiert, die Trikots nicht an den Nagel zu hängen, sondern im Gegenteil noch einen drauf zu legen.“+++