Archiv

GERSFELD. Der Reit- und Fahrverein Gersfeld e. V. konnte für das Pferdesportangebot Voltigieren ein neues Vereinspferd anschaffen: die echte weiße Lippizanerstute "Bonny". Den Vereinsmitgliedern und interessierten Pferdefreunden wurde der Vierbeiner bei einem eigens veranstalteten "Tag der offenen Tür" mit Vorführungen und Präsentationen der Vereinsarbeit vorgestellt. Zunächst hatten sich viele Pferdebegeisterte in der Rhönstadt Gersfeld am Reitstall Heller in der Ursinusstraße 27 eingefunden, um das neue Pferd zu bewundern. Der 1. Vorsitzende führte „Bonny“ zuerst an der Longe vor. Anschließend zeigte die Anfängergruppe der Voltigierkinder ihr Können auf dem Pferd „Lucky“. Danach präsentierten vier Reitschüler unter der Leitung von Jennifer Hein eine Dressurquadrille. Dann kamen wieder die "Voltis" dran: die Kinder und Jugendlichen der Fortgeschrittenen-Gruppe zeigten sehr gut gelungene Turnübungen in allen Grundgangarten des Pferdes, Schritt, Trab und Galopp. Anschließend wurde eine

Jennifer Hein zeigte die neue Stute „Bonny“ in einer Dressurvorführung. Nach einer kurzen Pause mit kulinarischen Stärkungen ritt Jennifer Hein nun eine A-Dressur auf „Sando“ vor. Danach wurde dann wieder auf „Bonny“ voltigiert. Zum Angebot des Tages gehörte auch Ponyreiten für die kleinen Besucher. Eine besondere Attraktion war - so ein Vereinssprecher - nach dem pferdesprtlichen Rahmenprogramm etwas eher künstlerisches und seltenes: die Pferde(be)malerei. Hierbei konnte „Bonny“ von den Kindern mit Fingerfarben bemalt werden. Dies habe allen sehr viel Spaß gemacht und „Bonny“ habe mit ihrer bunten Bemalung sehr lustig ausgesehen. Dieser Programmpunkt bewies wohl auch, dass die Lippizanerstute ein geduldiges und freundliches Gemüt hat. Der Reit- und Fahrverein Gersfeld hofft nun auf weiteren Zuspruch bei den Reit- und Voltigierstunden und bietet für Kinder auch Schnupperstunden zum Voltigieren an.
07.09.07 - Foto-News
Neues Voltigierpferd in Gersfeld - Geprüfter Irish-Tinker-Hengst in Hünfeld

HÜNFELD. Bei einer Hengstleistungsprüfung wurde in der Haunestadt "Jim Beam" gekört. Der 5-jährige ist ein Irish Cob oder - wie die Rasse auch genannt wird - Irish Tinker, der von Djuke Janosch und Shareen abstammt. Die Überprüfung seiner Körung wurde beim RFV Hünfeld im Rahmen einer Hengstleistungsprüfung durchgeführt - das ist ungewöhnlich. Denn normalerweise finden derartige Veranstaltungen in großen Hallen vor großem Publikum statt. Aber da es nicht viele "Tinker" gibt, wurde die Prüfung von Jim Beam durch den Europäischen Schecken-Zuchtverband (Echa-Esv) kurzerhand in der Heimat des 5-jährigen Hengstes nach Hünfeld verlegt, wo er und seine Besitzerin Nicole Werner beheimatet sind. Beurteilt und gerichtet wurde der Rapp-Scheckhengst von Dr. R. Ramsauer (Richter) und A. Schulte (Zuchtleiter), die beide Mitglied des Eurpäischen Schecken-Zuchtverbandes sind. Während bei seiner Körung in 2005 Aussehen, Gebäude sowie das Gangvermögen an der Hand und im Freilaufen beurteilt wurde, ging e

Begonnen wurde die Prüfung mit dem Freispringen und danach zeigte der Hengst unter Julia Freudenberg, die ihn seit sechs Monaten sowohl im Springen als auch in der Dressur ausgebildet hat, sein Gangvermögen. Auf dem Prüfstand außerdem: Charakter und Umgänglichkeit sowie Rittigkeit und das Gangvermögen unter einer Fremdreiterin. Das Ergebnis: Gesamtnote 8,35 und eine sehr gute Hengstleistungsprüfung. Damit gehört Jim Beam nun zu den nur zehn in Deutschland gekörten und leistungsgeprüften Irish-Cob-Hengsten und hat die Deckerlaubnis für alle Rassen. Irish Cobs sind hervorragende Freizeit- und Familienpferde, die sehr menschenbezogen sind und in ihrem Ursprungsland Irland seit Jahrhunderten eng mit ihren Besitzern zusammenlebten. Nicole Werner berichtete, Cobs seien starke, verlässliche, unerschrockene und überaus gutmütige Pferde, die sich als Reitpferd, Kutschpferd und für Therapiezwecke eigneten.