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25.10.07 - Sport

DTTL: Vorschau auf 6. BuLi-Spieltag - Siegt Fulda-Maberzell in Plüderhausen?

Nun geht es ab dem heutigen Donnerstag in die sechste Runde der DTTL, so dass kaum Zeit bleibt, sich in Erfolgen zu sonnen oder Wunden zu lecken – je nachdem, wie der fünfte Durchgang in der Liga für die einzelnen Klubs verlaufen ist. Hinzu kommt, dass nicht wenige Bundesligaspieler in diesen Tagen bei den Austrian Open in Wels (24.-28.10) antreten und über Beschäftigungsmangel wahrlich nicht zu klagen haben. Ein echtes Spitzenspiel – legt man die aktuelle Tabelle zugrunde – steht diesmal nicht an, wohl aber eine Reihe von Paarungen, in denen hungrige Gegner auf die Topteams warten und diesen unbedingt ein Bein stellen wollen.

Samstag, 15:00 Uhr: SV Plüderhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell

Dem Gastgeber geht es ein wenig wie Werder Bremen: Fast immer gut mitgespielt, nur das Punkten allzu oft „vergessen“, so dass man gegenwärtig das Tabellenende „ziert“. Nun aber soll alles anders werden und ausgerechnet gegen die Waldner-Truppe der erste Saisonsieg gelingen. Der Gast aus Hessen hinkt noch ein wenig hinter den Erwartungen her, zeigte aber zuletzt beim 6:4 in Bremen ansteigende Form. Plüderhausens Sportkoordinator Ulrich Engele: „Auch in diesem Match wird es sicherlich sehr knapp hergehen. Auch in Frickenhausen am letzten Sonntag ging es ja viel enger zu als das Ergebnis aussagt.“ Engele freut sich auch auf das „Wiedersehen mit den beiden TT-Ikonen Jan-Ove Waldner und Jörgen Persson, die ja beide zwei Jahre lang bei uns gespielt haben. Wir hoffen, dass viele Fans zu diesem Spiel kommen werden und diese beiden sehr beliebten Spieler wiedersehen wollen.“

Plüderhausens Spitzenspieler Aleksandar Karakasevic wird ebenso überzeugend wie in Frickenhausen aufspielen müssen, wenn es diesmal für sein Team zum Erfolg reichen soll. Fuldas Vereinschef Stefan Frauenholz sieht dem ganzen eher gelassen entgegen: „Wir werden in Bestbesetzung antreten. Natürlich wird es nicht einfach, da es in der DTTL keine wirklich schlechten Teams gibt und alle eng beieinander liegen. Ich bin aber für Samstag optimistisch.“

Donnerstag, 19:30 Uhr: TTF LIEBHERR Ochsenhausen – TTC indeland Jülich

Nach dem Überraschungssieg in Düsseldorf wollen die TTF Liebherr Ochsenhausen bereits

am Donnerstagabend nachlegen. Gegen Jülich soll der dritte Sieg in Folge gelingen. „Das

wird kein Selbstläufer“, hat TTF-Präsident Rainer Ihle Respekt vor dem Gegner: „Jülich ist

eine sehr junge Mannschaft mit dem 38-jährigen Oldie Jörg Rosskopf als Leitwolf. Die darf

man keinesfalls unterschätzen“. Dennoch gehen die Oberschwaben nach den letzten Erfolgen

klar favorisiert in die Partie. Die Mannschaft hat sich vor allem in Düsseldorf sehr viel

Selbstvertrauen geholt, wie auch Adrian Crisan betont: „Dieser Sieg war sehr wichtig für die

Moral der Truppe“. Kampflos wird sich die Jülicher Truppe nicht in ihr Schicksal fügen.

Coach Johannes Dimig: „Wir stehen im Mittelfeld der Liga, sind im Pokalviertelfinale,

werden vom Publikum sehr gut angenommen und sind entspannter denn je. Da freuen wir uns

einfach auf das Spiel in Ochsenhausen. Die Jungs werden schon am Mittwoch anreisen und

sich gewissenhaft vorbereiten, sie haben nichts zu verlieren. Natürlich haben wir nur eine

kleine Außenseiterchance, zudem haben wir geschlossen den Ochsenhausener Sieg in

Düsseldorf live mitverfolgt und gesehen, wie gut unser Gegner derzeit drauf ist.“

Als besonderen Clou hat sich Ochsenhausen frei nach der Devise „Geiz ist geil“ etwas

einfallen lassen: Die Zuschauer werden Weltklassetischtennis zum symbolischen Preis

serviert bekommen. Rainer Ihle: „Wir wollen unseren Fans in der gesamten Region etwas

bieten und haben deshalb den Eintrittspreis für alle auf einen Euro festgesetzt“.

Sonntag, 14:00 Uhr: Müller Würzburg - TTC Frickenhausen

Die Frank-Müller-Truppe konnte – trotz ansprechender Leistung – in Grenzau nicht punkten.

Dies soll nun ausgerechnet in der Partie gegen den Deutschen Meister und Tabellenführer

Frickenhausen nachgeholt werden – gewiss kein leichtes Unterfangen, aber nötig, um das

führende Quartett nicht zu weit enteilen zu lassen. So spekuliert Thomas Keinath, der derzeit

zu den Top-Leistungsträgern der Mainfranken zählt, auf ein Remis: „Gegen Frickenhausen ist

es unser Ziel, ein 5:5 zu ereichen. Wenn Tan Rui vorne beide schlägt und wir im Doppel 1:1

spielen, dann ist ein Unentschieden ohne weiteres möglich.“ Dagegen haben die Schwaben

natürlich etwas einzuwenden. „Das Team hat mich durch seine Leistung in den letzten Spielen

überzeugt. Jeder unserer Spieler kann punkten und das sollte uns zumindest in die Lage

versetzen, in Würzburg nicht zu verlieren", so Rolf Wohlhaupter-Hermann. Der Präsident des

TTC versichert auch: „Wir werden dieses Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen, zumal

Würzburg gegen uns immer sehr gut ausgesehen hat.“ Trainer Qiu glaubt an einen Sieg: "Ich

sehe uns in der Favoritenrolle, weil wir im hinteren Paarkreuz besser besetzt und unsere

Doppel sehr gut eingespielt sind." Auch Patrick Baum sieht der Reise zu den Mainfranken mit

Zuversicht entgegen: "In der letzten Saison hatte ich eine 3:1-Bilanz gegen Würzburg. Ich

hoffe, auch dieses Mal etwas zum Sieg der Mannschaft beitragen zu können." Bastian Steger

schließlich fühlt sich sichtlich wohl auf der Erfolgswoge seines Teams: „Im Moment läuft es

bei uns einfach gut. Ich hoffe, dass wir den Schwung aus den letzten Spielen am Sonntag mit

nach Würzburg nehmen und mit einem Sieg wieder nach Hause fahren können. Trotzdem

wird es ein sehr schweres Spiel werden.“

Sonntag, 18:00 Uhr: TTV Gönnern – TTC Zugbrücke Grenzau

Fast ist es ein kleines Lokalderby, das am Sonntag ansteht, da es vom nordwesthessischen

Dillenburg in den Westerwald alles andere als eine Weltreise ist. Der Zuschauerzuspruch

dürfte entsprechend gut sein, zumal die „Boygroup“ aus Gönnern zuletzt in heimischer Halle

mit ihrem Sensationssieg gegen Düsseldorf beste Werbung in eigener Sache machen konnte.

Die Ausgangspositionen könnten unterschiedlicher nicht sein: Die Hessen kämpfen um den

Klassenverbleib, Vizemeister Grenzau dagegen hat sich in der Spitzengruppe festgesetzt und

peilt die Play Offs an. Die Favoritenrolle ist somit vergeben. Allerdings sind die Westerwälder

gewarnt und haben besonders vor dem bislang unerwartet starken vorderen Paarkreuz des

Gastgebers Respekt, wo mit Abwehrass Xi Wang und dem erst 17-jährigen Briten Paul

Drinkhall zwei dicke Brocken auf Lucjan Blaszczyk und Cheung Yuk warten. Grenzaus

Präsident Manfred Gstettner: „Das Spiel in Gönnnern werden wir mit voller Konzentation

angehen. Außer Tomas Pavelka sind alle unsere Spieler bei den Austrian Open im Einsatz.

Wir hoffen, dass sie frisch genug nach Dillenburg kommen. Jeder Gegner muss ernst

genommen werden. Dies hat auch Düsseldorf bei seinem Gastspiel in Gönnern feststellen

müssen.“ Nichtsdestoweniger gibt Gstettner die klare Devise aus: „Wir wollen unseren 2.

Tabellenplatz mit einem Sieg behaupten.“ Gönnern - zuhause noch ungeschlagen - liebäugelt

natürlich insgeheim mit einem weiteren Paukenschlag, hält sich aber nach außen hin dezent

zurück und möchte keine übertriebene Erwartungshaltung aufbauen: “Das 4:6 von Jülich war

zwar bitter, aber die Jungs können gegen Grenzau erneut beweisen, dass Sie es besser können.

Mit einer ähnlichen Unterstützung durch die Zuschauer wie im Spiel gegen Düsseldorf ist den

Jungen der eine oder andere Spielgewinn zuzutrauen“, meint Michael Müller vom Vorstand

des zweifachen Champions-League-Siegers.

Sonntag, 18:00: SV Werder Bremen – Borussia Düsseldorf

Meist gab Werder Bremen bislang das Startsignal für einen Spieltag, diesmal schließt man ihn

- zusammen mit Gönnern - ab. Vielleicht bringt diese eher ungewohnte Terminkonstellation

den Norddeutschen endlich jenes Quäntchen Glück, das in den bisherigen Spielen oft fehlte.

Dreimal schon zog man mit 4:6 den kürzeren. Immer gut mitgespielt, jedoch nur zwei Zähler

errungen - somit findet man sich gegenwärtig auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder. Und

nun kommt ausgerechnet der Meisterschaftstopfavorit an die Weser. Dieser ist zwar nach zwei

4:6-Schlappen in Folge angeknockt, doch von der spielerischen Substanz auch ohne Timo

Boll stark genug, sich jederzeit aus eigener Kraft aus dem Tief zu ziehen. Zudem weiß man ja,

dass gerade von angeschlagenen Gegnern, die auf Wiedergutmachung brennen, die größte

Gefahr ausgeht. In der Woche gab es erneut deutliche Worte bei der Borussia. Man ist äußerst

unzufrieden mit den letzten beiden Auftritten, bei denen – auch ohne Timo Boll – eine

Mannschaft an den Tischen stand, deren Spieler aktuell die Weltranglistenpositionen 20, 24,

38 und 40 innehaben. Dennoch möchte Manager Andreas Preuß kein Öl ins Feuer gießen:

„Natürlich sind wir enttäuscht, aber jetzt heißt es, erst einmal Ruhe zu bewahren und nicht

durchzudrehen. Wir werden natürlich nicht tatenlos zuschauen, sondern Einzelgespräche

führen und nachhaken, wo bei den einzelnen Spielern der Schuh drückt. Es gilt nun, die

Spieler bis Bremen wieder aufzurichten. Wir sind fraglos in einem Zwischentief. Ich will das

nicht runterspielen, aber die Saison ist noch lang. Jetzt über die Spieler herzufallen, macht

wenig Sinn.“ Zwar will Preuß einen Einsatz von Timo Boll in Bremen nicht kategorisch

ausschließen, als Allzweckwaffe und Allheilmittel will Preuß den Weltranglistenvierten aber

nicht gelten lassen: „Timo hat generell eine begrenzte Anzahl von Einsätzen, wobei die

Champions League eindeutig Priorität hat. Es ist abgesprochen, dass er nur die Hälfte der

Bundesligaspiele absolviert. Jetzt kommt auch noch das Pokal-Viertelfinale gegen

Frickenhausen dazu. Die Fans müssen einfach verstehen, dass es Boll in der Bundesliga nicht

oder nur wenig gibt.“ Trotz der ungünstigen Tabellensituation kann Werder die Partie ein

ganzes Stück lockerer angehen, wohl wissend, dass es am Sonntag in erster Linie darum geht,

den Zuschauern schönes, niveauvolles Tischtennis vorzuführen – die Halle dürfte mit 700

Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt sein. „Die Tage der Wahrheit folgen darauf in den

Partien gegen die Abstiegskonkurrenten Plüderhausen und Jülich.“ (Homepage Werder).

DTTL-Pressedienst; Dr. Stephan Roscher

Aktuelle Tabelle

Verein Spiele S U N Sätze Spiele Punkte

1 TTC Frickenhausen (M) 5 4 1 0 102:65 29:14 9 : 1

2 TTC Zugbrücke Grenzau (P) 5 4 0 1 93:79 26:16 8 : 2

3 TTF LIEBHERR Ochsenhausen 5 3 2 0 112:94 28:20 8 : 2

4 Borussia Düsseldorf 5 3 0 2 101:79 26:16 6 : 4

5 Müller Würzburg 6 2 2 2 108:108 25:27 6 : 6

6 TTC indeland Jülich 5 2 1 2 80:73 18:21 5 : 5

7 TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 5 2 0 3 77:86 16:22 4 : 6

8 TTV Gönnern 5 1 1 3 93:114 22:27 3 : 7

9 SV Werder Bremen (A) 6 1 0 5 102:131 24:34 2 : 10

10 SV Plüderhausen 5 0 1 4 60:99 12:29 1 : 9

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