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Mit über 100 gebauten Autobahnkilometern gehört KIRCHNER zu den führenden Unternehmen beim Bau der BAB 20 zwischen Lübeck und Stettin (2005). - Alle Fotos: Kirchner

Gründung des Unternehmens durch Hermann Kirchner in Weimar und Beginn erster Tief- und Straßenbaumaßnahmen in Thüringen (1926).
18.04.08 - Bad Hersfeld
KIRCHNER bleibt KIRCHNER - STRABAG SE erwarb 80-Prozent-Beteiligung
Der Marktführer im zentral- und osteuropäischen Bausektor, STRABAG SE, hat eine 80-Prozent-Mehrheitsbeteiligung an der KIRCHNER HOLDING GmbH (Bad Hersfeld) erworben. Das 1926 gegründete Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2007 mit 1.500 Mitarbeitern eine Bauleistung von € 373,4 Mio. und ist hauptsächlich in den Segmenten Infrastrukturbau (Autobahnbau, Straßenbau, Brückenbau, Schienenwegebau) und Umwelttechnik tätig. Darüber hinaus ist KIRCHNER in wesentlichem Umfang international – vor allem im Verkehrswegebau in Polen – präsent. Als Ergänzung zu den Kerngeschäftsaktivitäten ist KIRCHNER in den Bereichen PPP, Hochbau und im Rohstoffbereich tätig. Die Eigentümerfamilie bleibt auch zukünftig an der KIRCHNER HOLDING GmbH beteiligt. Über den Kaufpreis wurde heute in der Presseerklärung keine Angaben gemacht.
Nach einer geplanten Kapitalerhöhung wird die STRABAG SE eine Mehrheitsbeteiligung an KIRCHNER halten. KIRCHNER, die über eine hohe Reputation im deutschen Infrastrukturbau verfügen, werden sich zukünftig wieder verstärkt auf dieses ursprüngliche Kernsegment fokussieren. Dabei werden die Selbständigkeit der Gruppe, der Standort Bad Hersfeld und die Marke KIRCHNER erhalten und weiter ausgebaut. KIRCHNERs Präsenz im polnischen Straßenbau stellt zudem eine wichtige Ergänzung der Kapazitäten bei aktuellen STRABAG Aktivitäten in diesem rasch wachsenden Markt dar. Im Roh- und Baustoffbereich hält KIRCHNER Beteiligungen an fünf Asphaltmischwerken und sechs Steinbrüchen in Hessen und Thüringen und besitzt drei Asphaltmischwerke in Polen. Die Nutzung der SE-eigenen Kapazitäten werden im Bereich Rohstoffe und PPP weiteres Wachstum ermöglichen.
Eine von den Eigentümerfamilien eingeleitete Neuausrichtung des Unternehmens sowie der Wunsch nach einer gestärkten Kapitalstruktur lag der Suche nach einem strategischen Partner zugrunde. Dr. Hans Peter Haselsteiner, Vorstandsvorsitzender der STRABAG SE, zeigte sich hoch erfreut über die Akquisition: „Diese Akquisition ist ein weiterer Schritt im Ausbau der flächendeckenden Präsenz von STRABAG in Deutschland. Wir betrachten unsere Präsenz damit als ausreichend und streben keine weiteren Akquisitionen an. Mit der Beteiligung an KIRCHNER stärken wir auch unsere Position im polnischen Markt erheblich. Das Unternehmen verfügt über eine exzellente Reputation und passt ausgezeichnet in den STRABAG Konzern. Wir freuen uns sehr, dass die bisherigen Eigentümerfamilien uns als Partner und Miteigentümer weiterhin zur Verfügung stehen.“
Ähnlich sieht den Zusammenschluss Dipl. Ing. Jürgen Henschel – Generalbevollmächtigter und Vertreter der Familieneigentümer: „Die Zusammenarbeit mit STRABAG hat eine alte Tradition, sie ist seit Jahrzehnten ein kompetenter und vertrauensvoller Partner bei vielen gemeinsamen Projekten. Aus diesem Grund legt der Vorstand der STRABAG SE auch großen Wert darauf, KIRCHNER als eigenständiges Unternehmen mit der vorhandenen Führungsmannschaft weiter zu führen. Es ist für uns eine besondere Freude, dass nun mit einem Konzern dieser Größenordnung die erfolgreichen Entwicklung unseres traditionsreichen Unternehmens und die vielen Arbeitsplätze dauerhaft gesichert sind.“
Der Zusammenschluss bedarf noch der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.
HINTERGRUND (Firmenangaben): Mit der Bildung einer Holding-Struktur wurde die Organisation der KIRCHNER Unternehmensgruppe ab dem am 1. August 2004 der Marktsituation angepasst und ist damit zukunftsorientiert aufgestellt. Unter dem Dach der neuen KIRCHNER HOLDING GmbH sind alle Aktivitäten der gesamten KIRCHNER-Unternehmensgruppe gebündelt. Sämtliche Gesellschaften im operativen Geschäft treten als Kapitalgesellschaften auf.
Die Unternehmensziele werden über die vier Säulen der Unternehmensgruppe, der HERMANN KIRCHNER Bauunternehmung GmbH, der HERMANN KIRCHNER Hoch- und Ingenieurbau GmbH, der KIRCHNER International GmbH und der HERMANN KIRCHNER Projektgesellschaft mbH national und international konsequent weiterverfolgt. +++

Autobahnbau für die Oberste Bauleitung der Reichautobahnen am Hermsdorfer Kreuz und bei Schleiz sowie auf der Strecke Salzburg-Wien (1934).

Im firmeneigenen Ausbildungszentrum (1992)

Bau der Weddeler Schleife als ICE-Schienenweg (1997) zwischen Braunschweig und Wolfsburg in nur 22 monatiger Bauzeit mit einem Gesamtvolumen von 100 Mio. DM.

In Bad Hersfeld (2002): auf einem 46.000 m² großen Grundstück entstand in nur zehnmonatiger Bauzeit ein schlüsselfertiges Gebäude mit 20.000 m² Lager- und 1.300 m² Bürofläche für den englischen Elektronikteile-Versender RS Components.